Wissenschaft:

Exzellenz als Fake

Wie im Sog der Exzellenzinitiative die deutsche Universität ihre Unabhängigkeit und die Wissenschaft ihre Freiheit verliert.

Wissenschaft wurde früher, entsprechend dem Humboldt’schen Ideal, in Einsamkeit und Freiheit betrieben. So lautete die positive Selbstdarstellung, die selbstverständlich kritisch hinterfragt werden durfte: Wo blieb die Kooperation über Fachgrenzen hinweg? Wer kontrollierte den unfruchtbar, aber bezahlt vor sich hin wurstelnden Wissenschaftler? Andererseits und negativ betrachtet fanden einige, dass die Wissenschaft sich in einen Elfenbeinturm zurückgezogen habe.

Das hat natürlich so einfach nie gestimmt, denn es hat immer Publikationen gegeben, die grundsätzlich jedem Interessierten zugänglich waren. Doch die Verantwortung der Wissenschaft vor der Gesellschaft verpflichtet sie auch zu freiwilligen Erklärungen ihres Tuns auch für Nichtfachleute. Aber das soll heute nicht mehr genügen. Das Argument der „Volksferne“ wird heute dazu benutzt, eine Popularisierung wissenschaftlicher Ergebnisse zu fördern, die schon an Simplifizierung oder, schlimmer, an Gehirnwäsche grenzt.

Das hat aber noch einen weiteren, tieferen Grund. Natürlich muss sich Wissenschaft vor der Gesellschaft rechtfertigen. Doch darum geht es nicht. Wissenschaft soll überhaupt nicht mehr um der Erkenntnis willen betrieben werden, sondern immer konkreten Nutzen bringen. Dazu sei sie angeblich verpflichtet, weil sie ja finanziert wird. Und die Geldgeber haben natürlich ein gewisses Interesse. Diese Fixierung des Blicks auf die Finanzen kann heute überall beobachtet werden; er ist nicht schicksalhaft, sondern gewollt und beruht auf der weltweit durchgesetzten ökonomischen Ideologie der Dritten Chicagoer Schule (u. a. G. Becker). So wie Menschen überhaupt ist nach dieser Sichtweise auch Wissenschaft zunächst und zuerst Kapital, das sich rentieren muss. Entsprechend werden aus Universitäten Unternehmen, wie dies auch Wissenschaftssoziologen à la B. Clark vertreten haben.

Die Reihenfolge hat sich demnach geändert: Wissenschaft wird nicht mehr zunächst frei betrieben und dann auf ihre Ergebnisse hin befragt, sondern die Geldgeber fragen zuerst, was eine bestimmte wissenschaftliche Arbeit bringt und fördern dann das, was ihnen gut erscheint. Ein bedeutender Geldgeber in Deutschland ist der Staat, der im Rahmen der sogenannten Exzellenzinitiative nach einer Art Ausschreibung große Geldsummen an einige Universitäten gezahlt hat, die damit zu „Leuchttürmen“ im internationalen Wettbewerb gemacht werden sollen. (Universitäten werden in diesem Wettbewerb durch ein Shanghai-Ranking, ähnlich wie Staaten von Ratingagenturen, beurteilt und in Rangfolgen eingeteilt, die Prestige bringen, dadurch zu mehr Elitepersonal und Elitestudenten führen und tertiär wieder mehr Geld und Prestige einbringen sollen.) Der Staat ist aber kein neutrales Etwas, sondern die politischen Entscheidungen werden von einem politischen Personal getroffen, das in Deutschland paradoxerweise einerseits sozialdemokratisch sozialisiert und deshalb in einer ziemlich vorhersehbaren Weise politisch korrekt ist, sich andererseits aber zunehmend von den oben genannten Wirtschaftslehren beeinflussen lässt.

Beide Strategien der neuen Wissenschaftspolitik, Lenkung und Popularisierung bzw. Indokrination, können an einem Beispiel aufgezeigt werden. Am 27. Mai 2010 fand im Frankfurter Kunstverein das Frankfurter Stadtgespräch II statt unter dem Motto: „Was heißt Toleranz? Vom Umgang mit kultureller und religiöser Differenz“. Unter der Moderation von Peter Siller, Scientific Manager des Exzellenzclusters „Formation of Normative Orders“ an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, diskutierten der Schriftsteller Feridun Zaimoglu und der Professor für Politische Theorie und Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Rainer Forst. Es handelt sich um eine Veranstaltungsreihe des auf Deutsch „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ genannten Exzellenzclusters in Zusammenarbeit mit dem Frankfurter Kunstverein. Die neudeutschen Wortungetüme „Scientific Manager“ und „Exzellenzcluster“ zeigen schon deutlich, dass Universitäten heute Unternehmen sind und weisen auch in eine ganz bestimmte Richtung: Es handelt sich weiter um eine im Rahmen der sogenannten Exzellenzinitiative des Bundes politisch erwünschte und also finanziell stark geförderte Veranstaltungsreihe.

Nicht umsonst steht auf dem Internetauftritt des Veranstalters „Funded by DFG“ (Deutsche Forschungsgemeinschaft). Beteiligt sind ferner die HSFK (Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung), die Max-Planck-Gesellschaft, das IfS (Institut für Sozialforschung), das Frobenius-Institut und Point Sud, ein Center for Research on Local Knowledge, selber finanziert von der DFG, der Goethe-Universität, dem Exzellenzcluster Normative Orders und der Volkswagen-Stiftung. Eine Ansammlung unterschiedlichster wissenschaftlicher Einrichtungen, die Interdisziplinarität suggerieren und dem Laien Respekt abnötigen, ihn durchaus auch erschlagen und mundtot machen sollen. Der Kenner der Szene weiß aber, dass hier weniger Wissen als Geld akkumuliert wird, weil es mit der wissenschaftlichen Kooperation von künstlich und in panischer Eile unter einem schicken Namen zusammengeschusterten Instituten in der Praxis hapert und weil es im Zeitalter des „akademischen Kapitalismus“ (Richard Münch) vor allem auf die nackte Addition von möglichst hohen Summen von Forschungsgeldern ankommt, um im Universitätsranking punkten zu können. Ein Cluster zur Untersuchung normativer Ordnung hat bei der Antragstellung natürlich gute Chancen, weil es um ein Forschungsfeld geht, das „gebraucht“ wird, einen unmittelbar verwertbaren „Zweck“ für die Politik hat. Anders ausgedrückt: Diese Gelder bekommt nur dasjenige, was politisch „passt“. Das bedarf keines besonderen Drucks staatlicher Stellen, das funktioniert durch gegenseitige Anpassung. Man male sich beispielsweise nur einmal den gegenteiligen Fall aus, der nicht „passt“: Was geschähe mit einem Antrag, der den Sinn von Frauenquoten in der Wirtschaft bezweifelt und entsprechende Untersuchungen vorsähe?

In der offiziellen Ankündigung des Exzellenzclusters heißt es, leicht verkürzt wiedergegeben: Ausgehend von der Vielfalt an kulturellen und religiösen Standpunkten in modernen Gesellschaften, speziell der Vielfalt der Frankfurter Bürgerinnen und Bürger, stelle sich die Frage nach dem Umgang mit der Differenz. Im Zentrum stehe die Frage, was wir eigentlich unter Toleranz verstehen. Anerkennung? Duldung? Oder doch am Ende nur Anpassung? – Das „nur“ in dieser Ankündigung ist nun äußerst verräterisch. Wie bei einer öffentlich geförderten Veranstaltung zu Fragen der Toleranz in Deutschland nicht anders zu erwarten, soll natürlich keinerlei Anpassung von kulturell und religiös differenten Leuten an deutsche Gepflogenheiten erwartet werden. Im Grunde kann man sich den Besuch solcher Stadtgespräche nach Lektüre der Ankündigung schon ersparen. Vorsichtig gesprochen handelt es sich nämlich um ein Marketing für politisch korrekte Meinungen. Dem Zeitgeist entsprechend ist das Ganze wissenschaftlich verbrämt, um durch eine Quasi-Objektivität unangreifbar zu sein. Früher hätte man Propaganda dazu gesagt.

Es lohnt nicht, den absehbaren Ablauf des Gesprächs nachzuzeichnen. Aber eine Überraschung gab es doch: Gleich zu Anfang gab Peter Siller eine Parole aus, die in ihrer Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig ließ. Als das muslimische Kopftuch zur Sprache kam, wurden zwei Meinungen von vorneherein von der Diskussion ausgeschlossen. Einmal die der „radikalen“ Feministinnen, die das Kopftuch als Symbol der Unterdrückung der Frau sähen und daher ablehnten, und die der säkularen Linken, die aus dem Grund der Ablehnung religiös motivierter Überzeugungen dieselben Konsequenzen zögen. Man mag nun von den Feministinnen und den Linken halten was man will, aber einen so unverblümten Maulkorb für Andersdenkende hätte man in einer sich wissenschaftlich und tolerant gebärdenden Veranstaltung nicht für möglich gehalten. Den möglichen Einwand, diese Positionen seien auf dem Podium nicht vertreten gewesen, kann man nicht gelten lassen, ist er doch selbst ein laut und deutlich sprechender: Der Exzellenzcluster will diese Positionen einfach nicht haben.

Gab es irgendeinen Aufruhr im Publikum gegen diese unglaubliche Diskriminierung von Meinungen? Nein. Aber auch die Gesprächsteilnehmer zeigten keinerlei Befremden. Nun ist die Humboldt’sche Universität, wie jeder weiß, am Ende. Die „Idee der Bildung durch Wissenschaft, des forschenden Lernens und lehrenden Forschens in Einsamkeit und Freiheit“ (Helmut Schelsky) ist abgelöst von den für praktische Zwecke instrumentalisierten Kulturwissenschaften. Betriebswirtschaftlich geschulte Dienstleister, als die heutige Wissenschaftler wie Rainer Forst zu sehen sind, bedienen praktisch nützliche und ökonomisch verwertbare Forschungsgebiete. Die gewünschten Ergebnisse dieser Forschung sollen dann von Scientific Managern wie Peter Siller popularisiert werden. Im vorliegenden Beispiel (daher die Einladung von Feridun Zaimoglu) soll die deutsche Gesellschaft gelehrt werden, dass allen (besonders aber den Muslimen als der cum grano salis differentesten, sicherlich größten und wohl am aggressivsten fordernden Minderheit) alles erlaubt sein soll und man noch vor dem archaischsten Unsinn Respekt haben muss, weil das politisch-pragmatisch, in Hinblick auf Wählergruppen, Beschäftigungszahlen und Demographie, so gefordert wird. – Es kann ja sein, dass auch freie Forschung zum Ergebnis kommt, dass Anerkennung von und Respekt vor jedweder kultureller und religiöser Differenz tatsächlich auch langfristig nicht zum Auseinanderdriften von Gesellschaften führt. Aber die versteckte Auftragsforschung der neuen deutschen Universität soll zu diesem Ergebnis kommen.

Skandalös ist neben dem propagandistischen Gepräge und der ideologischen Intoleranz nicht zuletzt die Tatsache der öffentlichen Finanzierung solcher Aktivitäten, mit denen sich die pseudowissenschaftlichen Riesenbabys namens Exzellenzcluster eine Existenzberechtigung zu verschaffen versuchen. Dass sich Wissenschaftler (und Schriftsteller) dafür finden, ist durch die erfolgreiche Selektion entsprechend disponierter Persönlichkeiten in solche universitären Positionen zu erklären: Jedes System findet die zu ihm passenden Leute. Man kann nicht einmal sagen, dass sie sich „dafür hergeben“, nein, sie tun es gerne, weil sie gar keinen Widerspruch zur Wissenschaft, wie sie diese verstehen, mehr sehen. Die wissenschaftliche Verbrämung dieser politischen Propaganda aber könnte man sich sparen – wo Wissenschaft und Forschung nicht mehr unabhängig sind, können sie auch nicht mehr zur objektiven Begründung politischer Vorgaben, zur intellektuellen Grundierung politischer Absichten verwendet werden. Sie verdoppeln nur, was politisch ohnehin gewollt ist. Sie sind tatsächlich ein „Service-Center der Politik“ (Norbert Bolz) geworden.

Die Strategien und Vorgehensweisen der heutigen Meinungslenkung – hier: Toleranz soll nicht Anpassung bedeuten – sind aber im Vergleich zur Propaganda subtiler geworden. Die wissenschaftliche Fundierung ist einer der Mechanismen, die es ermöglichen, dass ohne physische Repression Ziele konsequent und ohne Widerrede durchgesetzt werden sollen. Daher ist es so wichtig, Struktur und Geldgeber der neuen Exzellenzcluster zu kennen, die an der Universität von heute, die wie ein Unternehmen funktioniert, gebildet werden und politisch erwünschte Meinungen produzieren und vermarkten.

Diese Entwicklung findet ihre Kritiker, die sich aber historisch derzeit in der Defensive befinden. Im deutschsprachigen Raum sind das u. a. der Historiker Caspar Hirschi und der Soziologe Richard Münch. Münch hat drei großartige Bücher zu diesem Thema geschrieben. Hirschi wirft ihm nun vor, die eigene „Interessenlage verschleiert“ zu haben: Münch lehrt an einer jener Universitäten, die nicht zu den o. g. „Leuchttürmen“ gehören, und jammere deshalb, ohne analytisch verstehen zu wollen. Aber den Standort Münchs kann jeder Leser leicht nachprüfen, und dass Kritik natürlich kaum von den Nutznießern des Systems kommt, das sich seine Protagonisten, wie schon gesagt, selbst schafft, dürfte kaum überraschen. Sie ist darum aber nicht per se unberechtigt oder falsch. Für Hirschi ist die unternehmerische Universität ein „ernsthafter Antwortversuch auf reale strukturelle und kulturelle Probleme in westlichen Universitäten, dessen unbeabsichtigten Folgen noch größere Probleme geschaffen haben“. So ähnlich sieht Münch es auch; dass Hirschi ihm „neoliberale Verschwörungstheorien“ unterstellt, ist leider seinem Geltungsbedürfnis geschuldet. Er will sich gegenüber Münch profilieren.

Diese Eitelkeiten der Kritiker der unternehmerischen Universität dürften die alerten Dienstleister, die heute an eben dieser die wissenschaftliche Freiheit untergraben, kaum stören; sie nutzen ihnen leider. Die „Interessenlage“ dieser Leute ist sonnenklar und unterliegt keinem Zweifel: Nur in Anpassung an das herrschende Wissenschaftssystem lässt sich überhaupt Karriere machen. Insofern ist alles wie gehabt. Dennoch ist die Frage der institutionellen Organisation, innerhalb der man Karriere machen kann, nicht nebensächlich. Die Zukunft wird zeigen, welche Leistungen eine Wissenschaft zu vollbringen vermag, die sich mehr oder weniger freiwillig ihrer Freiheit begeben hat.

Dieser Beitrag ist die erweiterte Fassung eines Textes, der im kürzlich beim Verlag Die Blaue Eule erschienenen Buch des Verfassers („Deutsche Befindlichkeiten“) publiziert wurde


 

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