ernakette 35665Eine Nachricht in der nicht gerade ereignislosen Sommerpause  - erinnert sei hier nur an die Niederlage der deutschen Fußballmannschaft gegen Frankreich, das Münchner Attentat oder an die Verabschiedung der „größten Sexualstrafrechtsreform in der Geschichte der Bundesrepublik“, die von den Märchenerzahlungen einer gerichtsnotorischen Lügnerin ausgelöst worden war - überraschte selbst abgebrühte Kenner des Berliner Politikbetriebs.

Der Vorstand der rechtspopulistischen Partei „Alternative für Deutschland“ hält nach den Landtagswahlen in diesem Herbst für die Bundeskanzlerin eine faustdicke Überraschung bereit. Wie aus Parteikreisen zuverlässig zu vernehmen ist, wird Angela Merkel die erst neulich geschaffene „Ernst Nolte“ - Ehrenplakette der Partei verliehen.

Der Vorstand dankt der Bundeskanzlerin damit für ihre besonderen Verdienste, die sie sich beim Aufbau der Partei erworben hat. In einer Mitteilung des Vorstandes heißt es weiter, dass Angela Merkel nicht nur die erste Preisträgerin überhaupt sei. Mit ihr werde auch eine Persönlichkeit geehrt, die der Partei gar nicht angehöre. Mit ihrer konsequenten Haltung in der Flüchtlingsfrage und ihrem mutigen „Wir schaffen das“ habe sie sich ungezählte Verdienste für die neue Partei erworben.

Ohne ihr Zutun hätte die Partei, wie es aus Parteikreisen anerkennend weiter heißt, den rasanten steilen Aufstieg in der Wählergunst nicht zurücklegen können. Die „Alternativen“ seien zwischenzeitlich in nicht weniger als 8 Landesparlamenten vertreten. Das habe bisher noch keine neu gegründete Partei geschafft und sei in jeder Beziehung ein Rekordergebnis in der Geschichte der Bundesrepublik. Ein weiteres bravouröses Wahlergebnis am kommenden Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern werde erwartet, das dann 14 Tage später in Berlin vermutlich wiederholt werden könne. So verwundert es denn auch nicht, dass Merkels „Wir schaffen das“ in den Ohren der „Alternativen“ und ihrer Millionen von Sympathisanten eine ganz neue, ganz eigene Deutung erfahren hat.

Der Parteivorstand der „Alternative für Deutschland“ geht fest davon aus, dass Angela Merkel sich im nächsten Frühjahr erneut für eine Kanzlerkandidatur bereithalten wird. Alles andere wäre eine herbe Enttäuschung für die „Alternativen“. Mit der Ehrung für Frau Merkel verbindet der Parteivorstand deshalb die Hoffnung, dass die Bundeskanzlerin noch lange an ihrem Amt festhalten wird.

Ob allerdings Merkel die Ehrennadel entgegennehmen wird, ist eher unwahrscheinlich. Sie habe, so hatte sie bei Gelegenheit gestöhnt, zwischenzeitlich so viele Ehrenbezeichnungen in allen Größen und Gewichten eingeheimst, dass ihre heimische Vitrine keine weiteren Devotionalien mehr aufnehmen kann, selbst die kleine Ehrenplakette der AfD nicht.

 

 

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