In Bremen fehlen (männliche) Lehrer. Dort sind nur noch knapp zehn Prozent der Lehrenden an Grundschulen männlichen Geschlechts. Das wäre nun nicht unbedingt einer Meldung wert; denn in der westlichen Welt fehlen überall Lehrer.

FehlenderLehrer myxs3428In Nancy ebenso wie in Birmingham, in Frankfurt, Bologna, Kopenhagen und selbstredend auch in Basel. Im deutschen Stadtstaat Bremen tut man aber etwas gegen diese Mangelerscheinung mit bösen Folgen. Dort hat man das Projekt „Rent a Teacherman“ begründet.

 

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„Neue Männer braucht das Land“ – so sang es Ina Deter vor Jahren. Der Song hat sich gehalten, und die Forderung auch. Nun ist es nicht so, dass sich etwa nichts getan hätte. Der blosse Augenschein in unseren Städten zeigt, was vor dreissig oder vierzig Jahren noch unmöglich gewesen wäre: Männer, die Kommissionen machen, Väter, die Kinderwagen schieben, Männer in Pflegeberufen etc.

men shadowsDie empirische Sozialforschung belegt die Veränderungen. Das Berufsspektrum von Männern ist um einiges „weicher“ geworden, auch die Männer selber: Sie können inzwischen besser über ihre Gefühle sprechen, sie sind kommunikativer geworden, ehrlicher, aufrichtiger, authentischer.

 

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Er ist gerade mal 20 Jahre alt und schon ein ´geschlagener´ Mann.

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Seine Stimme ist ruhig und sanft. Eher bedächtig abwägend formuliert er seine Sätze. Vorsichtig tastet er sich mit seinem Anliegen voran und argumentiert dabei doch klar und nachvollziehbar. Ich entdecke in seinen Aussagen Gemeinsamkeiten mit meinen Erfahrungen und freue mich einem Mann zuhören zu können, der zusammenfasst, was ich bruchstückartig in den vergangenen 10 Jahren aufgesammelt habe. Er spricht für eine Gemeinschaft von Jungen und Männern, die das alles nicht mehr einfach so hinnehmen möchten, sagt er mir.

 

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Ein umfassendes Buch über die seelische Gesundheit von Männern und Jungen mit Lösungsvorschlägen

Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Frühwarnsensoren für die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten spüren in der Vertraulichkeit ihrer Arbeit schon länger, dass auch Männer unter den Anforderungen des immer noch wirkmächtigen traditionellen männlichen Rollenbildes leiden - und dass sie beginnen, sich im Gespräch zu öffnen und sich in ihrer Bedürftigkeit zu zeigen.

Mann njhu6712Seit etwa zehn Jahren besteht auch in der Öffentlichkeit ein zunehmendes, wenn auch oft kontroverses Interesse an Männerthemen, an der Männerrolle und den mit ihr verbundenen Herausforderungen und Risiken.

 

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Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren.

men-shadowsAuch war in fast allen Vorträgen eine klare Bemängelung der nicht wirklich gendergerechten Praxis in der gesundheitlichen, politischen und betrieblichen Versorgung und Berücksichtigung von Männern und Jungen spürbar.

 

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Bis zu meinem Master-Abschluss verlief mein Leben sehr geradlinig. Dann traf ich Sie und alles geriet aus den Fugen.

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Mein Leben begann sehr vielversprechend und einfach. Abitur, Wehrdienst, dann mit kurzer Wartezeit ein Studium der Biologie. Und nie wäre ich auf die Idee gekommen, dass man als Mann diskriminiert werden würde.

 

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Wie die Situation von Studenten aus bildungsfernen Schichten und migrantischen Studenten verbessert werden kann

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Das früher extern staatlich und intern partizipatorisch gelenkte Hochschulsystem ist seit einem Jahrzehnt unter den vorherrschenden Einfluss von Kapitalinteressen geraten. Das zeigt sich an den Landeshochschulgesetzen und an der Bologna-Reform. Die Lehre ist vereinheitlicht strukturiert und einem Controlling-Verfahren (Akkreditierung und Evaluierung von Studiengängen) unterworfen worden.

 

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"Wenn Sie ein Waschlappen sind, ist dieses Buch nichts für Sie." Mit diesen Worten beginnt "Men on Strike", der aktuelle Instant-Bestseller der renommierten US-amerikanischen Psychologin Dr. Helen Smith, die damit für einige mediale Aufmerksamkeit sorgte.

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"Die Vorschläge, die ich in diesem Buch mache, sind schwierig und verlangen Opfer", setzt Smith ihre Begrüßung fort, "und wenn Sie als Mann sich dieser Herausforderung nicht gewachsen fühlen, legen Sie dieses Buch weg und widmen Sie sich etwas anderem.

 

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Ein Sammelband beschäftigt sich mit der Frage, ob wir eine Männerquote in Kitas und Schulen brauchen, anstatt endlich ideologiefreie Konzepte zur Jungenförderung zu entwickeln.

Seit Jahren stagnieren die schulischen Leistungen von Jungen. Sie haben im Schnitt schlechtere Noten als Mädchen, brechen die Schule wesentlich häufiger ab. Die Mehrzahl der Abiturienten und Studenten sind weiblichen Geschlechts. Die Bildungsnachteile von Jungen werden von einigen Pädagogen auf den hohen Anteil von Frauen in Kinderkrippen, Kindertagesstätten, Kindergärten und Grundschulen zurückgeführt. Es ist allerdings umstritten, ob die hohe Repräsentanz von Frauen in erzieherischen Berufen die besagten Nachteile verursacht.

Lässt sich die Frage positiv beantworten, so scheint die Forderung nach einer Erhöhung des Männeranteils in dem genannten Berufsfeld berechtigt zu sein. Daran würde sich wiederum die Frage anschließen, auf welche Weise die Erhöhung des Männeranteils erreicht werden könnte. Die Einführung einer Männerquote wäre eine denkbare Lösung.

 

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Wir hassen, wir grenzen aus, wir erniedrigen. Das Andere treibt uns stetig um und spornt uns an – zum Hass. Aber warum? Die Frage ist dumm, denn sie ist unnötig. Oder käme uns die Frage in den Sinn, warum wir gerne essen oder Sex haben? Es dient der Erhaltung unsererselbst. Jemand anderen auszusondern, ist uns ein Machtgewinn und macht auch darum Freude.

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Schön ist diese Einsicht nicht, sie lehrt uns nämlich, dass das Bedürfnis, andere unterzuordnen, unserer Natur immanent ist, und dass wir Gefahr laufen, es immer wieder zu tun. Und so wiederholt sich die Geschichte – wieder und wieder. Hass ist wie ein Parasit, der in einem Menschen haust. Und stirbt der Mensch, so geht der Parasit zum nächsten Wirt über. Heute halten wir uns für aufgeklärt – wir leben schließlich im Zeitalter von Antidiskriminierungsgesetzen und Affirmative Action. Aber ich sage Ihnen, es ist schon wieder passiert, Teufel aber auch!

 

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Ein Brief an das Kinderhilfswerk Plan

Sehr geehrte Damen und Herren vom Kinderhilfswerk Plan,
Ich hatte zunächst lange nach der Pointe gesucht. „Gewalt gegen Mädchen“ steht auf Ihren Plakaten, das Wort Gewalt ist dick und rot durchgestrichen, und daneben sieht uns ein großes Mädchengesicht an. Eine aggressive Kampagne, mit Anzeigen und Beilagen in vielen Medien und Plakaten in mehreren Städten, oft gleich mit drei oder vier Plakaten nebeneinander, immer mit demselben Bild und Text.

PlanWerbung nhbg5612 Warum aber wird nur Gewalt gegen Mädchen kritisiert, nicht gegen Kinder? Ich bin seit vielen Jahren Lehrer und für Jungen und Mädchen natürlich gleichermaßen verantwortlich, und ich bin auch Vater eines Jungen. Warum sollte eine offenbar große Organisation sehr viel Geld ausgeben, um gegen die Gewalt gegen Mädchen zu protestieren, Jungen dabei aber ohne Angabe von Gründen auszulassen?

 

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boys education tte56r3g7ee2Spezifische Schwierigkeiten, mit denen Jungen in der Schule konfrontiert sind, werden von Erwachsenen noch immer umdefiniert - Jungen hätten keine Probleme, sondern wären ein Problem. Ein aktuelles Beispiel dafür liefert der Spiegel. Angesichts solcher Umdeutungen werden wir als Erwachsene unserer Verantwortung gegenüber Kindern schon lange nicht mehr gerecht.

Mit Verlaub, aber selten hat mir ein Text bei SPON soviel Anlass dazu gegeben, mich zu echauffieren."  Das schreibt ein Kommentator über Silke Fokkens Spiegel -Artikel Jungs haben es schwer? Mädchen erst recht! vom 5. Juni 2017. Auch Christian Schmidt, in dessen Blog Alles Evolution der Text diskutiert wurde , zitiert diesen Kommentar. Ich aber hätte dort so viel dazu schreiben können, dass ich lieber gleich einen eigenen Artikel daraus gemacht habe. Denn es ist ein seltsamer Text, der aber gerade in seinen offensichtlichen Fehlern dabei hilft zu verstehen, wie eines der dringendsten schulpolitischen Probleme der letzten Jahrzehnte bis heute für die Schulpolitik bedeutungslos bleiben konnte: Das Abrutschen von Jungen in der Schule .

 

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