Gesellschaft

Toleranz und ihr verzerrtes Spiegelbild

EU-Experten für logische Widersprüche und Totalitarismus empfehlen Intoleranz zur Förderung von Toleranz!

21. Januar 2014, von Dr. habil. Heike Diefenbach

Vor allem in der Blogosphäre spricht es sich so langsam herum: Die EU hat sich einen Entwurf für ein Statut zur Förderung von Toleranz zu eigen gemacht, das - so kann man dem Statut entnehmen - von einer Reihe von Experten verfasst wurde und das zur Umsetzung in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU vorgesehen ist.

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Wofür die Verfasser des Entwurfs Experten sind oder sein sollen, bleibt ihr Geheimnis bzw. das der EU, aber sie gehören dem European Council on Tolerance and Reconciliation (ECTR), also dem Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung, an.

 

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Der Apfel und seine Feinde

16. Januar 2014, von Bernhard Lassahn

An einer Stelle fällt Vladimir Nabokov in seinem wunderbaren Buch ‚Erinnerung, sprich' aus der Rolle und wendet sich direkt an den Leser, als müsste er dringend etwas klären: Es ist nicht so, dass er gegen den Kommunismus ist, weil der seine Familie um ihr Vermögen gebracht hat, es ist die unmenschliche Gleichmacherei, die ihm so verhasst ist.

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Wie sieht es hier und heute damit aus? Die moderne Gleichmacherei ist allgegenwärtig und umfassend: Eine Kopie ist nicht mehr vom Original zu unterscheiden, Politiker differenzieren nicht zwischen „Gleichstellung" und „Gleichberechtigung".

 

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Armutsdebatte: Der Fisch stinkt vom Kopf her

12. Januar 2014, von Kai Rogusch

Die Vermögen konzentrieren sich und zugleich frönt das Bürgertum selbstgefälliger Zukunftsferne. Die oberen Etagen der Gesellschaft müssen wieder mehr investieren. Denn ohne Investitionen in die Realwirtschaft sinken die Lebenschancen aller.

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Machen wir uns nichts vor: Obwohl die offiziellen Arbeitslosenzahlen in den letzten Jahren deutlich gesunken sind und die Konjunktur im Vergleich mit so manchem Euro-Krisenstaat vergleichsweise gut läuft, verfestigt sich in Deutschland die Ungleichheit der Lebenschancen.

 

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Speziesismus, Tierrechte und menschliche Moral - eine Analyse (Teil II)

30. Dezember 2013, von Immanuel Löwenstern

Tierrechte

So vielversprechend sich die Vorgehensweise mittels der Interessenabwägung auch anhört, so hat sie doch eine kleine Schwäche, welche sich jedoch durchaus negativ auf die Anwendung des Gleichheitsprinzips in Fragen der gerechten Interessenabwägung von menschlichen und nichtmenschlich-tierlichen Interessen auswirken kann.

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Der amerikanische Tierrechtler Gary L. Francione hat nämlich darauf hingewiesen, dass eine gerechte Interessenabwägung heutzutage gar nicht möglich sei, weil nichtmenschliche Tiere als Eigentum des Menschen behandelt werden dürfen.

 

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Speziesismus, Tierrechte und menschliche Moral - eine Analyse (Teil I)

29. Dezember 2013, von Immanuel Löwenstern

Die nachfolgenden Ausführungen sind eine Zusammenfassung der Überlegungen einiger namhafter Denker, die sich vehement für die Berücksichtigung der Belange nichtmenschlicher Tiere(1) eingesetzt haben bzw. einsetzen.

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An dieser Stelle sind insbesondere Gary L. Francione, Mark Rowlands, James Rachels, Richard D. Ryder, Peter Singer, Tom Regan oder Jean-Claude Wolf zu nennen. Das heißt, die im weiteren Verlauf vorgetragenen Argumente (und in Ansätzen auch manches Beispiel) sind bereits seit längerer Zeit bekannt und von besagten Denkern vorgestellt sowie ausführlich diskutiert worden.

 

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ADHS: Krankheit oder Kulturdefizit?

17. Dezember 2013, von Tom Todd

Das Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Syndrom (ADHS) ist zunehmend ins Kreuzfeuer der öffentlichen wie auch fachlichen Kritik geraten. Auslöser der Kritik waren verschiedene Berichte über den enormen Anstieg der letzten Jahre in der Diagnosestellung und medikamentösen Behandlung von ADHS.

Familienpolitisch ist die Diskussion hoch aktuell: einige Fachleute und Verbände sehen die Entwicklung als Ergebnis einer falschen Pädagogik und Erziehung, denn gerade Trennungsfamilien sind stark betroffen.

ADHS-Diagnose boomt

Die Zahlen sind alarmierend: Die Deutsche Gesellschaft für soziale Psychiatrie (DGSP, der größte berufsübergreifende unabhängige Fachverband in der Psychiatrie) wies dieses Frühjahr in der Broschüre „Eine Generation wird krankgeschrieben“(1) darauf hin, dass die Verordnung des ADHS-Medikaments Methylphenidat (bekannt unter dem Markennamen „Ritalin“) um mehr als das Fünfzigfache zwischen 1993 und 2011 gestiegen ist. Alleine zwischen 2006 und 2011 ist laut BARMER GEK Ärztereport 2013(2), der auf die Daten von 8 Millionen Versicherten basiert, die Diagnoserate für ADHS um 49%, die Methylphenidat-Verordnungsraten um 39% gestiegen.

 

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Der Eiserne Vorhang

09. Dezember 2013, von Vera Lengsfeld

Anne Applebaum, die durch ihre Studie über den Gulag in Deutschland erstmals einem größeren Publikum bekannt wurde, geht in ihrem neuen Buch der Frage nach, wie es den Sowjets nach dem Zweiten Weltkrieg gelingen konnte, „die so unterschiedlichen Nationen Osteuropas in eine ideologisch und politisch homogene Region umzuformen“, aus „Gegnern und Verbündeten Hitlers ... ein Ensemble scheinbar identischer Staaten“ zu schaffen.

Dafür hat Applebaum nicht nur in 25 Archiven recherchiert, sondern auch an die hundert Zeitzeugen befragt. Daraus entstand eine ungewöhnlich lebendige, detailreiche Studie, die viele vergessene historische Ereignisse ins europäische Gedächtnis zurückholt.

 

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Unterwegs zur Herrschaft der political correctness

19. November 2013, von Dr. Tomas Kubelik

In den 80-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts erkannten linke amerikanische Studenten, dass Sprache eines der mächtigsten Werkzeuge darstellt und dass es möglich wäre, durch das Aufstellen von Sprachvorschriften das Bewusstsein der Menschen langfristig zu manipulieren und in Folge dessen Veränderungen in der sozialen Realität zu erwirken.

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Das war die Geburtsstunde der political correctness. Von Anfang an zielte das Konzept auf die sprachliche Einbeziehung und den Schutz von Minderheiten. Es ging um Antidiskriminierung, indem bestimmte Ausdrücke tabuisiert und andere an deren Stelle favorisiert wurden. Die Funktion der political correctness war und blieb dabei nichts anderes als Zensur: eine autoritäre Entscheidung darüber, in welcher Weise öffentlich über Themen gesprochen werden darf.

 

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Stolz und Trägheit

Zum 100. Geburtstag von Albert Camus

07. November 2013, von Prof. Adorján Kovács

In Camus´ Roman „Die Pest“ kommt dieser seltsame Typ vor, Grand, der ein Buch schreiben möchte. Aber eins, das vollkommen ist.

Er erklärt dem Doktor Rieux:„«Sehen Sie, Herr Doktor, was ich will ist folgendes: am Tag, da das Manuskript zum Verleger kommt, soll der nach dem Lesen aufstehen und zu seinen Mitarbeitern sagen: <Hut ab, meine Herren!>» Diese unverhoffte Erklärung überraschte Rieux. Es war ihm, als mache sein Begleiter die Gebärde des Hutabnehmens: er hob die Hand zum Kopf und streckte dann den Arm waagrecht aus. [...]

 

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13 Thesen für die Freiheit

Für freie Menschen und eine Gesellschaft freier Menschen im 21. Jahrhundert

31. Oktober 2013

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Wir haben Glück, heute zu leben. Noch nie standen so vielen Menschen so viele Möglichkeiten offen. Wir sind mobiler, gesünder, wohlhabender, gebildeter, technologisch fortgeschrittener und in vielerlei Hinsicht freier in unserer persönlichen Lebensgestaltung als je zuvor. Grund genug, optimistisch in die Zukunft zu blicken.

 

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