Gesellschaft

Niedergang der Presse am Beispiel der „Brigitte“

30. Oktober 2014, von Hadmut Danisch

Ich fange das mal anders an. Ich war zweimal im Laufe meines Berufslebens bei Internet-Providern tätig. Trotzdem unterschieden sich die Tätigkeiten extrem.

Zeitungzerrissen-jnbh8735 Beim ersten Provider war ich bei einem der beiden ersten deutschen Provider, bei dem wir damals noch alles selbst machten und wirklich jede Schraube und jedes Bit persönlich und beim Vornamen kannten. Es gab damals nichts anderes. Wir waren sehr gut, sehr seriös, sehr zuverlässig – und sehr teuer. Wir hatten viele Techniker und einen Juristen.

 

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Ist der Mensch das Maß aller Dinge?

Postmoderner Anti-Humanismus versus Humanismus als Lebensorientierung

19. Oktober 2014, von Dr. Alexander Ulfig

Postmoderne Denker wie Michel Foucault, Jacques Derrida oder Jacques Lacan, werden als Anti-Humanisten bezeichnet.(1) Michel Foucault, der wohl prominenteste Denker der Postmoderne, lehnt den Humanismus ausdrücklich ab.

MenschenKreise Doch was versteht Foucault unter „Humanismus“ und aus welchen Gründen lehnt er ihn ab? Hat er etwas gegen die Hervorhebung der besonderen Rolle des Menschen?

 

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Einspruch unerwünscht – wie sich die Mainstream-Medien von ihren Lesern entfremden

21. September, von Jens Berger

Die FAZ erlaubt unter Online-Artikeln zum Themenkomplex Ukraine/Russland schon seit längerem keine Leserkommentare mehr. SPIEGEL Online geht da selektiver vor und schließt den Kommentarbereich erst dann, wenn die Leser die Artikel zu kritisch bewerten.

Am konsequentesten ist jedoch die Süddeutsche, die ihren Kommentarbereich gleich ganz abgeschafft hat und Leserkommentare nun auf die sozialen Netzwerke auslagert. Währenddessen erreichen uns nahezu täglich Mails von Lesern, die uns darauf hinweisen, dass in den Kommentarbereichen nahezu aller großen Portale Leserkommentare mit Links auf die NachDenkSeiten nicht veröffentlicht oder meist kommentarlos gelöscht werden. Leserkritik ist bei den Mainstream-Medien offenbar unerwünscht. Doch das eigentliche Problem ist tiefgreifender.

 

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Abschied aus Einsicht?

Facetten der Selbsttötung

04. September 2014, von Prof. Walter Hollstein

Es ist schon eine Weile her. Eigentlich schon ziemlich lange sogar. Unter dem Titel „Abschied aus Einsicht“ – damals ohne Fragezeichen – veröffentlichte die „Basler Zeitung“ am 18. Oktober 1980 einen Artikel von mir zur Fragestellung von Selbsttötung/Freitod/Selbstmord.

Verzweiflung-lopn7863 Der Text erschien noch vor dem Zeitalter der Digitalisierung, ist also nicht im Internet nachzulesen; insofern zunächst einmal die Fakten. Anlass zu diesem Text damals war eine Häufung von Selbsttötungen in meiner Nähe:

 

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WHO: Gesundheitsprävention auf Abwegen

02. September 2014, von Prof. Romano Grieshaber

Die Weltgesundheitsorganisation will Alkohol, Fastfood oder Süßwaren nun ähnlich zu Leibe rücken wie dem Tabak. Der Präventionsexperte und Medizinprofessor Romano Grieshaber kritisiert dies als freiheitsfeindlichen Irrweg und plädiert für rationale Gesundheitsförderung.

Die WHO hat das Kriegsbeil nun auch gegen die Nahrungs- und Genussmittelindustrie ausgegraben. So sagte Margaret Chan, Generaldirektorin der WHO, bei der Eröffnung der 8. Weltkonferenz für Gesundheitsförderung in Helsinki im Juni 2013:

 

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Paternalismus: Wissenschaftlich gelenkte Individuen

01. September 2014, von Julian Mintert

Mit Hilfe der modernen Verhaltensforschung will der „libertäre Paternalismus“ Menschen vor „schlechten“ Entscheidungen bewahren – ohne offenen Zwang, dafür aber durch subtile Beeinflussungsversuche. Aus philosophischer Perspektive ist das entmündigend, meint Julian Mintert.

Menschenmenge-klmj8796 Haben Sie sich jemals über Fliegen auf Urinalen in öffentlichen Toiletten gewundert? Sie sind nicht nur eine Verzierung, sondern sollen die Zielgenauigkeit der Männer verbessern und so für mehr Sauberkeit in sanitären Einrichtungen sorgen.

 

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Paternalismus: Wir lassen uns nicht herumschubsen

27. 08 2014, von Sean Collins

Der Libertäre Paternalismus will Menschen zu sozialgefälligen Entscheidungen anleiten. Für Sean Collins zeigt sich in der „Anschubs-Theorie“ das pessimistische Menschenbild einer Elite, die sich die Bewältigung der eigentlich wichtigen gesellschaftlichen Aufgaben nicht mehr zutraut.

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Als das Buch Nudge [sinngemäß: anschubsen]: Wie man kluge Entscheidungen anstößt [1] im Jahre 2008 im Original erschien, schien es, als handle es sich um einen jener kurzlebigen Bestseller wie Freakonomics oder anderer populärwissenschaftlicher Zeitgeist-Bücher.

 

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Alter, Tod und Lebenssinn

26. 08. 2014, von Dr. Alexander Ulfig

Denkt der einzelne Mensch an seinen Tod, so wird ihm die Endlichkeit der eigenen Existenz bewusst und er versucht, sein Leben sinnvoll, eigentlich zu entwerfen – so der Philosoph Martin Heidegger.

AlterMensch-hnjuDas solle umso mehr auf ältere Menschen zutreffen, denn sie setzen sich angesichts des immer näher kommenden Todes mit demselben häufiger auseinander als jüngere Menschen. Doch trifft das auf ältere Menschen wirklich mehr zu als auf jüngere? Oder irrt sich Heidegger und gilt für ältere Menschen ein anderes Konzept der Auseinandersetzung mit dem Tod?

 

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Der neue Antisemitismus- von den Medien hofiert und von der Politik finanziert

31. Juli 2014, von Vera Lengsfeld

Es geht heiß her in diesem Sommer auf deutschen Straßen und Plätzen. Daran sind nicht die Temperaturen schuld.

In Göttingen werden Demonstranten gejagt, geschlagen, bespuckt und verhöhnt. Anschließend wird eine von ihnen erbeutete Israelfahne verbrannt.

In Frankfurt überlässt die Polizei einem Hassprediger das Polizeimikrofon für seine antisemitischen Parolen. Erst nach Tagen, als die Empörung im Netz nicht mehr zu übergehen war, kam die lahme Erklärung, der Mann hätte sich angeboten, deeskalierend auf eine aus dem Ruder laufende linke Anti- Israel Demonstration einzuwirken.

 

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Hilft uns der Tod?

Mit Epikur gegen Heidegger glücklich werden

27. 07. 2014, von Dr. Alexander Ulfig

Die Auseinandersetzung mit dem Tod gehört zu den zentralen Themen der Philosophie. Entscheidend ist dabei die Frage, wie der Mensch mit dem Tod umzugehen hat. Denn vom Umgang mit dem Tod hängt die Gestaltung des Lebens ab.

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Der deutsche Philosoph Martin Heidegger (1889-1976) und der griechische Philosoph Epikur (341 v. Chr.-271 v. Chr.) haben hierzu zwei entgegengesetzte Vorschläge gemacht, die im Folgenden miteinander verglichen werden.

 

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Wie zu erwarten: Eine antisemitische Allianz formiert sich

26. Juli 2014, von Prof. Adorján Kovács

Was ich am 8. Juni 2010 zum neuen Stolz der Berliner Republik und ihrem geänderten Verhältnis zu Israel und den Juden geschrieben habe, ist so aktuell wie nie.  Die Konsequenzen sehen wir heute auf deutschen Strassen: Antisemitismus ist wieder salonfähig.

Der Krieg in Syrien und Irak – interessiert nicht. Der Krieg in der Ukraine – egal. Der Massenterror in Nigeria – weit weg. Mögen dort auch um ein Vielfaches mehr Menschen gewaltsam ums Leben kommen, so ist doch nur Israels Überlebenskampf: natürlich ein Verbrechen.

 

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