Gesellschaft:

Wie wir zur Zensurgesellschaft werden

Ich sag’s ja immer: Bei uns ist der größte, schärfste und gefährlichste Zensor nicht der Staat, sondern die Gesellschaft selbst.

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Und gerade der Feminismus betreibt das immer schlimmer, etabliert bei uns die Zensur immer stärker.

In der amerikanischen, Feminismus-kritischen Literatur wird das schon sehr deutlich beschrieben, dass das dort alles auf dem sogenannten „Silencing” beruht, wo man sich nicht nur niemals Gegenargumenten oder einer inhaltlichen Auseinandersetzung stellt, und niemals – unter keinen Umständen – irgendeine feministische Behauptung nachprüft oder belegt, sondern generell sogar das Äußern von Andermeinungen unterdrückt, so dass auch andere diese Meinung nicht mehr zu hören bekommen sollen. Das greift auch bei uns um.

- Neulich gab es ja schon den Fall aus Skandinavien, wo man schon vorgeschlagen hatte, abweichende Meinungen direkt gesetzlich zu verbieten.
- Bei den Piraten, die ja komplett feministisch übernommen wurden, herrscht derbe Zensur. Da wird direkt gesteuert, wer da überhaupt auf den Parteiseiten bloggen darf. Abweichende Meinungen werden auf Veranstaltungen niedergebrüllt, und auf Mailinglisten gar nicht erst zugelassen. Ich habe neulich versucht, auf der allgemeinen Mitgliederliste eine einfache, neutrale Frage zu stellen, wo die Quelle für eine dem Vorstand zugeschriebenes Bekenntnis zu Feminismus zu finden wäre. Mehrere Versuche, aber die Mail ist nicht auf der Liste aufgetaucht. Trotzdem will dort niemand verraten, wer die Mailingliste moderiert. Das passiert alles heimlich, und von der Geschäftsstelle wurde ich dazu sogar noch angelogen bezüglich der Einstellungen der Mailingliste. Auch bei dem Parteimedium, der Flaschenpost, gibt es politische Zensur. Da mischt unter Pseudonym (der Name ist nicht herauszufinden, aber ich habe durch einen Hinweis zumindest ein Foto der Person von einem Twitter-Account) eine Feministin mit und sagt, was alles nicht veröffentlicht werden darf, wer da alles politisch unerwünscht ist. Nur: Die Mailingliste ist geheim (schönen Gruß vom von den Piraten geforderten Transparenzgebot) und diese getarnte „Politoffizierin” ist auf der Redaktionswebseite nicht erwähnt. Ein normales Mitglied der Piraten hat überhaupt keine Chance, davon Kenntnis zu erlangen und sich darüber zu beschweren. Passiert alles heimlich. Und bei der „PiratinnenKon” kürzlich wollte man ja abweichende Meinungen erst gar nicht zulassen bzw. hat Leute mit anderer als der Zwangsmeinung rausgeworfen, und dazu solche Stasi-würdigen Erzählspielchen gestartet, wo man sich von Fremden gegenseitig auf Gesinnungsreinheit überprüfen lassen musste.
- Meinen Blog-Artikel über die Veranstaltung konnten sie nicht sperren, ich habe ja mein eigenes Blog, aber aus dem Google-Such-Index hat man ihn auf dubiosen Wegen rausgeschossen (er ist dann auf anderen Wegen wieder reingekommen).
- Auf Twitter ist es gängige Praxis, und gerade im Zusammenhang mit #Aufschrei mehrfach passiert, dass sich Feministinnen zusammenrotten und konzertiert Kritiker auf ihrem Account sperren oder Beschwerden einreichen, um über die Algorithmen von Twitter die Sperrung der Accounts Andersdenkender zu erreichen.
- Wikipedia wird ja schon lange wild zensiert und manipuliert, und ist mittlerweile komplett unter feministischer Kontrolle. Kritische Texte werden sofort entfernt. Literaturlisten werden manipuliert, um den Eindruck zu erwecken, dass es allein pro-feministische Literatur gäbe und das alles außer Zweifel stünde.
- Im Hochschul- und Wissenschaftsbereich hat man flächendeckend Politoffiziere (Vulgo: »Genderbeauftragte«) installiert, die an manchen Fakultäten perfide Überwachungsstrukturen errichtet und in jedem Institut zwei Aufpasserinnen sitzen haben. Genderbeauftragte, die eigentlich alle Personen vertreten sollen, machen offen und aggressiv Hetze gegen Männer.
- Wir haben wieder die Bücherverbrennung, es werden immer mehr Bücher geändert und gegendert bis zur Geschichtsfälschung. In Schulen darf immer häufiger nicht mehr gelehrt werden, was der Gender-Ideologie widerspricht, bis hin zur Desinformation in Biologie- und Sexualkundeunterricht, ähnlich wie bei Kreationisten.
- Auch bei Facebook wird inzwischen zensiert, was nicht mit feministischer Ideologie konform geht. Auf Heise gab es dazu schon einen Artikel über die Ankündigung, und auf Genderama wird über die ersten Fälle berichtet, wo Gender-ungefällige Informationen von Facebook gesperrt werden.

Zensur, Sperren, Sabotieren jeder ungenehmen Ansicht gehört zum Grundprinzip des Genderismus. Es ist immer dasselbe Prinzip. Geradezu grotesk ist es da, dass ausgerechnet eine einschlägig bekannte Feministin nach Beispielen für die Zensur feministischer Medien sucht und damit die Situation – wieder einmal – verdreht.

Und es ist eben auch auffällig, dass im Umfeld von #Aufschrei verblüffend viele Medienberaterinnen und ähnliche Berufe unterwegs sind. Und wenn man wie ich Blogs betreibt oder überhaupt etwas aufmerksam unterwegs ist, die halbseriöse und die kriminelle Branche kennt und sich auch Spam ab und zu mal durchliest, dann sieht man sehr deutlich, dass alle Social Media heute Gegenstand massiver Manipulation und Täuschungen sind und das Vortäuschen von Meinungen und Kommentaren heute schlichtweg in Zehntausender-Packungen zu kaufen ist. Alles gibt es zu kaufen. Kein Medium ist von kriminellen Manipulationen ausgenommen. Aber ausgerechnet Journalisten sind von einer so unglaublichen Naivität und Blauäugigkeit, dass sie alles glauben, was auf Twitter läuft – was kaum noch verwundert in einer Zeit, in der Twittern zum wichtigsten (pseudo-)journalistischen Werkzeug geworden ist und Parteien jeden Depp zu ihren »Internet-Experten« erklären, der es schon zwei- oder dreimal (notfalls mit Hilfe seiner Mitarbeiter) geschafft hat, zu twittern. Und Twitter zu lesen gilt bei vielen »Journalisten« schon als Recherche. Wenn etwas von vielen getwittert wird, so glauben sie, muss es ja wahr sein, weil es so viele Lügner ja gar nicht geben könnte. Auf die Idee, dass das aber alles nur Schwindel und Betrug, und dessen Masche ist, dass man es gerade wegen der Menge nicht mehr nachprüfen kann, kommen die erst gar nicht. Aber alle wollen sie »Medien- und Internetexperten« sein. Und dann wundern sie sich, dass ihre Umsätze in den Keller gehen und kaum noch einer das blöde Geschlunze kaufen will. Selbstkritik kennen die nicht, und auch auf ihrer Jahreskonferenz kommt es, wenn überhaupt, nur ganz, ganz klein und am Rande vor.frauenquote-danisch

Ich wüsste nicht, dass man beispielsweise mal 10 aufeinanderfolgende Ausgaben des SPIEGEL von heute mit 10 Ausgaben von vor 20 Jahren verglichen und sich gefragt hätte „Was machen wir heute falsch?”. Damals habe ich – obwohl armer Student – den SPIEGEL sehr häufig gekauft. Heute fast gar nicht mehr, weil mir dafür schlichtweg das Geld zu schade ist, obwohl der Kaufpreis heute für mich finanziell effektiv bedeutungslos ist. Vor 10 Jahren fand ich ARD und ZDF höchst informativ und aufdeckend, heute kommt mir das Würgen von den vielen saudummen und nutzlosen Talkshows und dem blöden Geschwafel, die längst in der Korruption der Produktionsgesellschaften versunken sind, die für Talkshows viel kassieren, aber geistig gar nichts leisten müssen, außer die Farbe der Sesselpolster mit der Kulisse abzustimmen, Alice Schwarzer einzuladen und die Rechnung zu stellen. Der Journalismus versinkt in Dummheit, und Dummheit ist anfällig für Manipulation, Propaganda und Zensur. Nur nennt man das dann nicht „von Dummheit überrannt”, sondern vornehm „Pro Quote”. Ist aber das Gleiche. Das Absacken in das seichte, geistlose, arbeitsfreie Boulevard-Geschwafel.

Besonders gefährlich daran ist, dass auch die Medien inzwischen weitgehend feministisch gesteuert werden oder zumindest orientiert sind, und fast keine Kritik an Feminismus oder Gender mehr zulassen und bringen, ganz nach dem Begriff des Gatekeepers, der kontrolliert, was die Öffentlichkeit erfahren darf und was nicht (mit der entsprechenden Erscheinung, dass Internet und Blogs das Gatekeeper-Monopol der Medien aufweichen). Was uns die Medien heute auftischen (wie man gerade auch bei #Aufschrei bemerkt hat), hat mit Aufklärung, Journalismus und Recherche überhaupt nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit Machtmissbrauch, Propaganda, Korruption und Schmierenjournalismus. Da wurde völlig kritiklos, völlig oberflächlich, völlig parteiisch und einseitig abgeschrieben und herumposaunt, was einige wenige da hinkonstruiert haben. Geprüft wurde gar nichts, weder zu Twitter, noch zum Feminismus. Die können inzwischen behaupten, was sie gerade wollen, die Presse frisst und druckt alles – wenn es ideologisch passt. Laut der Gatekeeper-Sichtweise gibt die Presse ja überhaupt nur 10% ihres Wissens weiter und hält 90% zurück. Genau das erleben wir bei Feminismus und Gender. Da wird alles zurückgehalten, was nicht in den Zeitgeist, in die gepushte Meinung passt. Das Projekt hat einen Namen, genau das nennt man „Gender-Mainstreaming”. Desinformation durch Propaganda.

Kritik dagegen gibt es da gar nicht mehr. Weil die Presse heute sowieso in weiten Teilen nur noch ein Durchlauferhitzer für Agenturmeldungen und von Lobbyisten Zugeschobenes ist und man die feministischen Netzwerke da als Kompetenzmonopol und als einzige Quelle ansieht. Und es ist ja auch bekannt und dokumentiert, dass man da über Jahre hinweg Netzwerke aufgebaut hat, um da entsprechende »Macht« (ein feministischer Schlüsselbegriff) auszuüben.

Wie schon angesprochen, wird es Aufgabe der Informatiker sein, zensurresistente Social Media und Publikationsmedien zu entwickeln. Nicht etwa wegen Zuständen wie in Nordkorea, Iran, Ägypten und so weiter. Sondern wegen den Zuständen in Deutschland und den USA. Und wenn man dazurechnet, dass die Kinderpornosperre Ursula von der Leyens ja auch vor feministischem Zensurhintergrund stand, und man früher oder später kritische Webseiten auch im Internet sperren lassen wird, müssen das durchaus leistungsstarke und auch konspirativ einsetzbare Systeme sein, und es müssen auch die Verfahren zur End-zu-End-Verschlüsselung gestärkt werden. Schutzmaßnahmen wie gegen jede despotische Diktatur.

Ich habe mich gerade (nach 2010) zum zweiten Mal für die Jahreskonferenz des Journalistenverbandes Netzwerk Recherche (Twitter-HashTag #NR13) angemeldet. Das letzte Mal war ich dort, weil es um Kritik an „Experten” ging (es mich aber ziemlich ärgerte, dass sie vorher groß die Kritik daran ankündigten, dort aber den Schmusekurs fuhren und eher erklärten, dass sie korrupte unseriöse Dummschwätzer für ganz praktisch halten und die lieber nutzen, als sie zu kritisieren, es also eher eine gegenseitige Nutzenbeziehung zwischen Journalisten und Schwätzern und Lobbyisten als eine kritische Sichtweise gibt. Ich fand es aber ulkig, dort mit Journalisten beim Abendessen an den Stehtischen zu stehen, während der Sprecher der 20:00-Uhr-Tagesschau auf dem Weg zur Sendung vorbeigelaufen kommt). Diesmal sind Veranstaltungen zur Informationsfreiheit (die mich sehr interessieren) und solche zu #Aufschrei und ProQuote angekündigt, welche exotherm werden dürften. Es scheint, als würden sich dort zwei SPIEGEL-Journalisten bekriegen, und (im Spaß oder doch ernst?) wurde gefragt, ob man an der Tür eine Waffenkontrolle bräuchte. Aber auch da ist die Berichterstattung zaghaft. Neulich gab es einen kleinen Essay im SPIEGEL mit Kritik an ProQuote, aber auch nur als persönliche Meinung, der dann mit viel Dreck beworfen wurde. Für einen richtig kritischen Artikel über das Betrugs- und Korruptionssystem Feminismus fehlen dem SPIEGEL die Eier in der Hose und das Hirn im Kopf. Die sind schon gegendert, und was nicht gegendert ist, ist zu feige.

Wie dem auch sei, wir werden sehen. Ich werde zu berichten wissen. Und meine Veranstaltungsberichte stehen ja durchaus im Ruf einer gewissen Unterhaltsamkeit.

Der Artikel erschien zuerst in Hadmut Danischs Blog.

 

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