Geschlechterdebatte

Männerstreik – Interview mit Helen Smith: Warum immer mehr Männer sich der Gesellschaft verweigern

7. Januar 2015, von Kevin Fuchs

Seit nunmehr einigen Jahren lässt sich in den westlichen Ländern ein neues, zusehends kontrovers diskutiertes Phänomen beobachten: die sogenannte „Männerrechtsbewegung".

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Träger und Motivation derselben ist ein offenbar geschlechtsspezifisches Gefälle zu Lasten von Männern in Bereichen wie der Kinderobsorge, Scheidungen, Gesundheitsversorgung und schließlich ein nach Ansicht besagter Männerrechtler überbordendes feministisches Establishment.

Die öffentliche Meinung zeigt sich von dieser Bewegung geteilt. Auf der einen Seite lässt sich durchaus eine wachsende Zahl von Unterstützern ausmachen. Am anderen Ende des Spektrums hingegen begegnet man Unmut, Abscheu oder gar offen artikuliertem Hass. Den Männerrechtlern wird Antifeminismus und Misogynie attestiert.

ef-147Dr. Helen Smith - eine Fachfrau auf dem Gebiet der forensischen Psychologie aus Knoxville, Tennessee, hat in ihrer therapeutischen Praxis über zwanzig Jahre lang mit Männern gearbeitet. Sie war bereits in diversen Fernseh- und Radiosendungen zu Gast. Zudem ist sie Autorin von vielerlei Publikationen in Zeitungen und Magazinen.

Als Psychologin hat sie im Laufe ihrer Arbeit einen tiefen Einblick in das Innenleben von Männern gewonnen. Gegründet auf eben diesen Erfahrungen hat sie unlängst ein Buch veröffentlicht. Es trägt den Titel „Men on Strike: Why Men Are Boycotting Marriage, Fatherhood, and the American Dream - and Why It Matters" - zu Deutsch: "Männerstreik - warum Männer Ehe, Vaterschaft und den amerikanischen Traum boykottieren - und warum es uns kümmern muss".

Dreh- und Angelpunkt dieses Buches ist Helen Smiths Beobachtung, nach der mehr und mehr Männer sich aus gesellschaftlicher Verantwortung zurückzuziehen scheinen, so betroffen etwa Heirat, Bildung und Arbeitswelt. Sie unterlegt diese Aussage mit empirischen Daten, welche in der Tat einen signifikanten Rückgang männlichen Engagements in diesen Bereichen aufzeigen.

Dies sind keineswegs neue Fakten. Allerdings widerspricht Helen Smith dem gängigen Tenor, nach dem der Grund für diese Entwicklung in einer tiefen Verunsicherung der Männer vermutet wird. Demnach scheinen Männer angesichts sich wandelnder Rollenbilder und emanzipierter Frauen irritiert.

Helen Smith setzt hier ihre eigene Interpretation entgegen: nach ihrer Sicht verhalten sich Männer schlicht rational. Sie verlassen die althergebrachten, traditionellen Wege, da diese ihnen keine Anerkennung mehr versprechen und ihnen stattdessen zusehends zum Nachteil gereichen. Weshalb etwa sollte ein Mann das Risiko einer Ehe eingehen, wenn eine Scheidung ihm alles zu nehmen vermag? Wieso sollte er fünfzig Stunden in der Woche arbeiten, wenn der Staat und seine Exfrau beinahe alles davon aufzehren? Warum sollte er sich mit Flirts und Dates abmühen, wenn er ständig befürchten muss, abserviert oder gar mit dem Vorwurf der sexuellen Belästigung konfrontiert zu werden?

 

book smith-helen-men-on-strike-8667tz283xhuijEin mancher mag dies für allzu apokalyptisch halten. Doch Helen Smiths Buch, in dem sie ihre vielzähligen Gespräche mit Männern reflektiert, erzählt eine andere Geschichte. Ich habe mit ihr über ihr Buch gesprochen - sowohl über seinen Inhalt als auch darüber hinausgehende Deutungen. Das Gesagte bezieht sich dabei größtenteils auf die USA.

Kevin Fuchs: Helen, eine der zentralen Aussagen in Ihrem Buch ist, dass Männer „den Galt machen", was sich auf „John Galt" bezieht - der Hauptfigur in Ayn Rands Roman „Atlas Shrugged". „Den Galt machen" soll verbildlichen, wie sich Männer - bewusst oder unbewusst - zusehends aus der Arbeitswelt, Ehe, Familie und anderen gesellschaftlichen Sphären zurückziehen.

Sie betonen, dass Männer das nicht aus „Verunsicherung" angesichts moderner Rollenbilder und emanzipierter Frauen tun. Sie schreiben, dass Männer - ganz vernünftigerweise - sich von einer Gesellschaft abwenden, die ihnen nichts zu bieten hat. Doch offensichtlich spricht kaum jemand darüber. Woher rührt diese „Verschwörung des Schweigens"?

"Onkel Tim und der Weiße Ritter"

Helen Smith: Männer schweigen, weil sie andernfalls - sollten sie sich tatsächlich aussprechen - als Schwächling und Jammerer abgestempelt werden. Oder es heißt, sie sollten sich doch wie „richtige Männer" verhalten. Wie ich es in meinem Buch dargelegt habe, gibt es einige Männer, die zu den sogenannten „Weißen Rittern" zählen, und zwar insofern als sie dazu tendieren, sich traditionell zu geben und in Frauen kleine schutzbedürftige Mädchen zu sehen. Sie stellen Frauen zudem gerne auf ein Podest mit besonderen Privilegien. Dann gibt es noch die „Onkel Tims", die Frauen und ihren Bedürfnissen nachgeben, um Sex zu haben oder politische Vorteile zu gewinnen, nur um den Frieden zu wahren.

Kevin Fuchs: Ein schweizerischer Geschlechterforscher, der auch in Deutschland publiziert - Walter Hollstein - hat einmal eine ähnliche Feststellung gemacht. Er meinte, dass es eine wachsende Zahl an Männern gebe, die sich „mit minimalen Bedürfnissen einrichten" und aufgehört hätten, produktive Mitglieder der Gesellschaft zu sein. Er stütz sich - wie auch Sie - auf empirische Daten. Dennoch wird kaum darüber gesprochen.

Die Gesellschaft - und insbesondere Frauen - beschweren sich gerne darüber, dass Männer nicht reden und sich nicht öffnen. In Ihrem Buch erwähnen Sie, dass viele Ihrer Kollegen, die Männer in ihrer therapeutischen Praxis erleben, sich ebenfalls darüber beklagen. Doch Sie haben diese Erfahrung nicht gemacht. Sie schreiben, dass sie den Männern „einfach zuhören", während andere das nicht tun. Was also machen andere falsch, das Sie richtig machen?

"Ein Klima, das Frauen und ihre Bedürfnisse über die der Männer stellt"

Helen Smith: Warren Farrell schrieb das Buch "Women Can't Hear what Men Don't Say" - "Frauen können nicht hören was Männer nicht sagen". Doch die Wahrheit ist, dass Männer sich sehr wohl manchmal mitteilen. Es ist nur so, dass niemand hören möchte, was sie wirklich zu sagen haben. Wir leben derzeit in einem Klima, das Frauen und ihre Bedürfnisse über die der Männer stellt. Frauen wird gesagt, sie seien emanzipiert und würden Männer nicht länger brauchen. Und falls sie doch einen Mann haben, sollte er die Hausarbeit erledigen, sich um die Kinder kümmern und die Rechnungen bezahlen. Welcher Mann kann denn all das?

Sowohl Frauen als auch die Gesellschaft sind sich ihrer negativen Haltung gegenüber Männern nicht einmal bewusst. Ihnen wird einfach beigebracht, wenig Mitgefühl für Männer zu haben. Das gilt sogar für ihre eigenen Söhne. Um jemanden zu verstehen, bedarf es einer gewissen Empathie. Und in unserer Gesellschaft gibt es für die männliche Spezies hiervon wenig. Frauen und ihren Helfern wird einfach erzählt, dass an Männern nichts Gutes ist, dass sie Vergewaltiger, Perverse oder nur einfache Sexisten sind. Schon kleine Mädchen sehen T-Shirts mit der Aufschrift "Boys are Stupid, Throw Rocks at Them" - "Jungs sind dumm, werft Steine nach ihnen". Wie sollten Mädchen oder Frauen irgendwelches Mitgefühl für Männer entwickeln?

Ich habe zwanzig Jahre mit Männern gearbeitet und aus erster Hand über die Sorgen tausender Männer gelernt, wodurch ich mehr Verständnis gewonnen habe. Hauptsächlich aber denke ich, dass man seinen Verstand für Dinge öffnen muss, die man möglicherweise nicht hören will oder die einen selbst oder die Gesellschaft nicht in guter Art widerspiegeln, und man muss imstande sein, damit umzugehen. Vielen Leuten fehlt diese Fähigkeit, sofern ihre Diskriminierungen oder Grausamkeiten keine Konsequenzen nach sich ziehen und es belohnt wird, Männer auf sexistische Weise zu behandeln. Außerdem tendieren Menschen dazu, sich wie Herdentiere zu verhalten und schlicht mitzuziehen, um voranzukommen. Es sieht danach aus, dass Männerfeindlichkeit in unserer Kultur ziemlich populär ist.

Kevin Fuchs: Sie erwähnen diese „Weißen Ritter" und „Onkel Tims". Ich habe den Eindruck, dass sich unter jenen Menschen, die die Männerrechts-Aktivisten bekämpfen, viele dieser Charaktere finden, und dass sie den Männerrechtlern oft in einer bemerkenswert aggressiven Weise begegnen.

In Deutschland beispielsweise mussten Männerrechtler, die Veranstaltungen etwa an Universitäten veranstalteten, von der Polizei geschützt werden, nachdem sie von radikalen Feministinnen und Linksextremisten bedroht worden waren. Es gab auch ähnliche Vorfälle in anderen Ländern.

Ich frage mich, wo diese Aggression herrührt. Sie haben Warren Farrell erwähnt. Er führte den Begriff des „Disposable Male" - dem „Wegwerfmann" ein. Mit diesem Begriff zielt er darauf ab, dass die Bedürfnisse von Männern durch die Geschichte hindurch jenen der Gesellschaft untergeordnet wurden. Farrell behauptet, dass dies immer der grundlegende Mechanismus für das Überleben unserer Zivilisation gewesen sei und das Anzweifeln dieser Grundlage gleiche einem Anschlag auf die Fundamente unserer Gesellschaft.

Das mag eine Erklärung auf soziologischer Ebene sein. Doch wie verhält es sich mit der Psychologie des Individuums? Was steckt da in den Köpfen der Feministen, der „weißen Ritter" und der „Onkel Tims", das sie dermaßen in Rage bringt, sobald Männerrechts-Aktivisten sich zu Wort melden?

"Sie benutzen Feminismus, um mehr politische Privilegien zu erhalten"

Helen Smith: Für Feministinnen stehen Geld, Privilegien und Status auf dem Spiel. Bis jetzt hat die feministische Botschaft wenig Widerstand erfahren, und falls doch, erreichte das nie den Mainstream. Frauen bestimmen den Geschlechter-Dialog seit nunmehr mindestens vierzig bis fünfzig Jahren. Sie wollen an alten, traditionellen Gegebenheiten festhalten, die ihnen Privilegien wie Alimente, Kindesunterhalt sowie ihre Kinder selbst sichern. Sie benutzen Feminismus, um mehr politische Privilegien wie kostenlose Kinderbetreuung, kostenlose Geburtenkontrolle und ebenso kostenlose Gesundheitsversorgung zu erhalten.

Sobald Männer über das sprechen, was sie brauchen, könnten die fetten Jahre vorbei sein oder zumindest magerer ausfallen. Wenn Frauen sich selbst als Opfer sehen und dementsprechend ihre Wählerstimmen vergeben, so werden die Regierungsausgaben diesem Weg folgen.

„Weiße Ritter" denken, Frauen müssten beschützt werden und sie erhalten psychische Befriedigung dafür, Frauen zu helfen und "Helden" zu sein. „Onkel Tims" verleiben sich Aufmerksamkeit und sogar politische Vorteile ein, die sie für die Unterstützung von Frauen erhalten. Sie benutzen Frauen zum sexuellen Vergnügen, ohne allzu viel von ihnen zu halten. Man denke hier etwa an Bill Clinton.

Kevin Fuchs: In Ihrem Buch schreiben Sie über derzeitige Richtlinien zur Bekämpfung von sexueller Belästigung an Universitäten. Diese Regeln entsprechen einer neuen Gesetzesregelung durch die Obama-Administration. Universitäten werden demgemäß verpflichtet, einen Niedrigstandard bei der Beweisführung zu garantieren, sofern Studenten wegen sexueller Belästigung von der Universität belangt werden sollen. Im Ergebnis wurde hierdurch die Beweislast umgekehrt - schuldig bis nicht das Gegenteil bewiesen ist.

Zudem gibt es ein deutliches Geschlechtergefälle zum Schaden der Männer. Ein Beispiel: Wenn jemand Sex mit einer betrunkenen Person hat, so wird dies als „Vergewaltigung" bezeichnet. In der Vergangenheit zeigte sich aber, dass, wenn beide Partner betrunken waren, nur die Männer als Verantwortliche gesehen wurden. Theoretisch haben der Mann und die Frau sich aber eigentlich gegenseitig „vergewaltigt".

Verallgemeinernd - wenn man über diese konkreten Vorgänge hinausgeht - drängt sich das Gefühl auf, dass männliche Sexualität zunehmend reguliert wird, während Frauen mehr und mehr sexuell befreit werden. Kann man das so ausdrücken oder übertreibe ich?

"Männer haben wenig reproduktive Freiheit"

Helen Smith: Nein, Sie übertreiben überhaupt nicht. Frauen verfügen über mehr und mehr reproduktive Freiheit. Sie können eine Abtreibung durchführen lassen, haben die Pille und andere zuverlässige Mittel um Schwangerschaften zu verhindern. Sie können ein Kind zur Adoption freigeben, ohne dass der Vater überhaupt davon erfährt, und können Unterhalt von einem Mann verlangen, der nicht einmal der Vater ihrer Kinder ist.

In den USA benötigen Männer oftmals die Einwilligung ihrer Ehefrau, ehe ein Arzt eine Vasektomie durchführt. Es gibt hierzu keine geschriebenen Gesetze, aber es gibt eine institutionelle Befangenheit gegenüber verheirateten Männern, wenn sie keine Kinder haben wollen. Männer können nicht darüber entscheiden, ob sie Vater werden wollen, und das Gesetz zwingt sie dessen ungeachtet dazu, für die Kinder aufzukommen. Sie haben wenig reproduktive Freiheit.

Kevin Fuchs: Welchen Einfluss hat das auf die Sexualität von Männern - insbesondere was ihr Verhalten gegenüber Frauen betrifft?

"Männer verweigern sich langfristigen Beziehungen"

Helen Smith: Viele Männer heiraten aus eben diesem Grund nicht, sie haben wenig Rechte und eine weitere Zahl an Männern begnügt sich mit Pornographie und verweigert sich langfristigen Beziehungen. Ich habe sogar mit Peter Lioyd gesprochen, Journalist und Autor des bald erscheinenden Buches „Stand by Your Manhood" - „Stehe zu deiner Männlichkeit" -, das sich mit den britischen Gesetzen befasst. Demnach kann offenbar eine unverheiratete Frau - auch wenn sie viele Jahre mit einem Mann nur zusammengelebt hat - ihm seinen Besitz wie etwa sein Haus nehmen!

Kevin Fuchs: Meine letzte Frage mag etwas abenteuerlich und spekulativ daherkommen. Die westlichen Volkswirtschaften haben seit Ende des zweiten Weltkriegs eine lange Phase des Wachstums durchlaufen. Aber: in den vergangenen Jahren haben wir eine anhaltende Rezession erlebt. Ich behaupte, dass einer der Gründe für das ehemals permanente Wachstum eben auch - um Warren Farrell noch einmal zu zitieren - besagte „Wegwerfmänner" waren - also solche Männer, die für ihre Aufopferungen noch Anerkennung erhielten.

Die Männer, von denen Sie sagen, dass sie „den Galt machen", erscheinen wie das exakte Gegenteil dieser „Wegwerfmänner". Könnten diese „Galts" ebenso ein verborgener Grund für die Rezession sein, weil sie das System von innen lähmen?

"Wozu sollen Männer sich an einem System beteiligen, wo die sozialen sowie politischen Risiken und Kosten so hoch und der Gegenwert so gering sein können?"


Helen Smith: Absolut, Männer sind in immer geringerem Umfang in der Arbeitswelt vertreten und die Statistiken zeigen, dass jeder achte Mann im Alter von 25 bis 54 Jahren nicht arbeitet. Es gibt einen deutlichen Anstieg an Fällen von Berufsunfähigkeit unter Männern: 2013 bezogen 5,5 Prozent der Männer in den USA staatliche Beihilfe. Berufsunfähigkeitsrente ist eine der wenigen staatlichen Ressourcen, die Männern zur Verfügung stehen. Schließlich ist es als Mann schwierig, an Programmen wie dem WIC - „Women, Infants and Children" (Frauen, Säuglinge und Kinder) - oder anderen Fürsorgeprogrammen teilzuhaben, die Frauen leichter zur Verfügung stehen, besonders solchen mit Kindern.

Charles Murray beschreibt in seinem Buch „Coming Apart", dass Männer bereits vor der Rezession ihre Zeit zunehmend in Freizeitaktivitäten investierten. Der Grund hierfür ist, dass immer weniger von ihnen heiraten. Er geißelt die Männer hierfür und hält es für notwendig, sie dazu zu bringen, wieder zu heiraten. Offenbar ist er ebenso einer dieser „weißen Ritter". Ich aber denke, dass das Verhalten der Männer einer rationalen, logischen Strategie folgt. Wozu sollen Männer sich an einem System beteiligen, wo die sozialen sowie politischen Risiken und Kosten so hoch und der Gegenwert so gering sein können?

Das will nicht heißen, dass für Männer Beziehungen nicht wichtig sind, doch wozu soll ein Mann heiraten und noch mehr seiner Rechte veräußern? Die Männerrechtsbewegung ist aus bestimmten Gründen wichtig. Denn falls immer mehr Männer „den Galt machen", sich weigern zu heiraten oder das zu tun, was die Gesellschaft von ihnen erwartet, dann kann das politische System diese Männer in Form von Gesetzen noch stärker sanktionieren. Denken wir beispielsweise an die bereits erwähnte britische Gesetzgebung, die von Männern verlangt, ihr Vermögen auch dann an Frauen abzugeben, wenn sie nicht verheiratet sind.

Wir müssen alle wachsam gegenüber dieser Art von Gesetzen sein und laut dagegen aufbegehren, egal was passiert. Ich glaube, es war Leon Trotsky oder jemand ähnliches, der gesagt hat: „Vielleicht interessierst du dich nicht für den Krieg, aber der Krieg interessiert sich für dich". Männer mögen ihren Kopf in den Sand stecken, um das, was passiert, zu überhören. Oder sie können einfach blöde nach anderen Männern wie etwa den Männerrechtlern rufen. Allerdings beginnen immer mehr Männer, den Kern dessen zu begreifen, was um sie herum geschieht. Sie machen nicht den „Galt". Stattdessen tragen sie dazu bei zurückzuschlagen, ehe es zu spät ist.

Kevin Fuchs: Herzlichen Dank Helen, für dieses inspirierende Gespräch.

Der Beitrag erschien in „eigentümlich frei“ Nr. 147 unter dem Titel „Der Streik: Wenn Männer 'den Galt machen'“

 

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