Geschlechterdebatte

Quotenkunst ist Staatskunst

31. Mai 2012, von Prof. Adorján Kovács

Am 24. Mai erschien in der „Zeit“ ein merkwürdiger Artikel von André Schmitz, der, so war dort zu lesen, ein Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten in der Berliner Staatskanzlei ist. Unter der Überschrift „Wie weiß ist die Kunst? Wer kulturelle Vielfalt will, muss über Quoten für Migranten reden“ konnte man folgendes „Plädoyer“ lesen:

„Eigentlich lag diese Entscheidung in der Luft. Und doch wird sie wohl einiges Überraschen auslösen: Die in der Türkei geborene und in Deutschland auch künstlerisch aufgewachsene Shermin Langhoff übernimmt 2013 die Intendanz des Berliner Maxim Gorki Theaters. Damit setzt Berlin kulturpolitisch ein deutliches Signal. Warum das? Weil nach allem, was wir wissen, für eine interkulturelle Öffnung von Kulturinstitutionen die drei »P« entscheidend sind: Publikum, Programm und (Leitungs-)Personal. Wer wie ich die deutsche Einwanderungsgesellschaft nicht vorrangig als Problem sieht, sondern Migration als – auch kulturelle – Bereicherung begrüßt, der wird als Kulturpolitiker ziemlich schmallippig, wenn er feststellt, wie unterrepräsentiert die migrantische Bevölkerung in unseren Theatern, Opern, Konzerthäusern und Museen vertreten ist.“

Nach diesen Behauptungen stellt der Herr Staatssekretär die Frage: „Warum sieht man die türkische Mittelschicht so selten im Theater?“ und bietet als Lösung die Quote an: „Vielleicht müssen wir sogar noch einen Schritt weiter gehen und über Quoten nachdenken. Ich weiß, dass dies sofort Kritik hervorruft. Aber muss eine solche Quote wirklich der befürchtete Eingriff in die künstlerische Freiheit sein? Nein, ebenso wenig wie eine verbindliche Frauenquote für die Führungsetagen deutscher DAX-Unternehmen ein Eingriff in deren wirtschaftliche Freiheit wäre. Da, wo sie durchgesetzt wurde, hat die Frauenquote unserer Gesellschaft nicht geschadet, sondern diese bereichert. Warum soll das bei einer Diversity-Quote für das Leitungspersonal unserer Kulturinstitutionen anders sein?“

Gerade weil der Artikel wirklich ernst gemeint und aus bestem Willen heraus geschrieben zu sein scheint, weckt er schlimmste Befürchtungen. Man muss an der Vernunftfähigkeit der Politik zweifeln, denn die Einfallslosigkeit, mit der (fragwürdige) Lösungen aus der Wirtschaft auf andere Bereiche übertragen werden, ist frappierend: Was möglicherweise kein Eingriff in die wirtschaftliche Freiheit ist, kann kein Eingriff in die künstlerische Freiheit sein. Solche Analogiekurzschlüsse sind schon atemberaubend. Und falsch. Die Kommentare auf ZEIT Online zeigen, dass die Leser den propagandistischen Pferdefuß sofort durchschaut haben. Ich möchte einige dieser Kommentare zusätzlich zu meinen Anmerkungen zitieren.

Zunächst einmal: Was denkt der Herr Staatssekretär denn eigentlich von Frau Langhoff? Natürlich hat sie sich bisher mit „postmigrantischem Theater“ einen Namen gemacht. Das kann sie jetzt so weitermachen oder sich im neuen Amt weiterentwickeln - ihre Sache. Aber sie, die nach ihrer Geburt in der Türkei nicht nur physisch, sondern auch kulturell in Deutschland aufgewachsen ist, wird von Schmitz auf die Migrantenrolle festgelegt und soll nun offenbar ewig mit türkisch gefärbtem Kulturangebot für mehr Türken im Theater sorgen! Wenn das nicht erstens diskriminierend und zweitens kein Eingriff in die künstlerische Freiheit ist! Und wie falsch auch die übrige Argumentation! Keine Migranten beim Leitungspersonal? Was ist dann Daniel Barenboim als Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden? Was ist Simon Rattle von den Berliner Philharmonikern? Dazu ergänzend die treffende Meinung eines Kommentators: „Haben Sie eine Ahnung, wie hoch der Ausländeranteil an Sängern, Tänzern, Musikern dort ist? Ob Oper, Ballett oder Musical, die ‚Ausländerquote‘ übertrifft die ‚Inländerquote‘! Und das sind nicht nur Italiener, Franzosen, Finnen, Amerikaner, Russen, sondern auch Bulgaren, Brasilianer und Koreaner. Allerdings - türkische Sänger, Tänzer, Musiker sind die Ausnahme. War das die eigentliche Frage?“

Ich wohne in Frankfurt. Hier findet sich genau dasselbe Problem, das der Kommentator anspricht. In der Alten Oper, dem Schauspiel und übrigens auch den Buchhandlungen sieht man viele Migranten: Amerikaner, Russen, Italiener, Franzosen, allerdings kaum Migranten orientalischer Herkunft. Ein anderer Kommentator schreibt: „Die west- und osteuropäischen, angloamerikanischen und südamerikanischen Einwanderer sind doch kulturell sehr interessiert und aktiv. Die brauchen bestimmt keine Quote.“ Hier zeigt sich ein weiterer Schwachpunkt im „Plädoyer“ des Herrn Schmitz: Er redet allgemein von „migrantischer Bevölkerung“ und meint offensichtlich doch nur eine bestimmte Gruppe. Warum hat er diese Unehrlichkeit nötig? Er ist für Berlin zuständig, da dürfte es keine unnötige Sprachregelung geben. Jeder weiss doch, worum es geht. Nur beim Anreißen der Bildungs- und Schichtproblematik kommt er auf die „türkische Mittelschicht“ zu sprechen (und fügt verschämt noch die paar vietnamesischstämmigen Migranten, die es gibt, hinzu).

Aber diese Problematik hat wenig bis nichts mit der Migration zu tun: Es gibt genug Deutsche, die mit Hochkultur - aus diesen eben genannten und anderen Gründen - nichts am Hut haben. Auch hier wirft Schmitz mit Nebelkerzen. Die Leser von ZEIT Online machen sich darüber lustig: „Ich kann Theater auch nicht ausstehen“, schreibt einer und ein anderer meint: „Mich sieht man nie im Theater. Daraus aber bitte keine Notwendigkeit für entsprechende Quoten ableiten.“ Die nicht am Theater interessierten Angehörigen der deutschen Unter-, Mittel- und wohl auch Oberschicht hat Herr Schmitz also schon aufgegeben.

Doch auch bei der „türkischen Mittelschicht“ dürfte es vielfach Probleme mit der Akzeptanz westlicher, um nicht zu sagen abendländischer Kultur geben. Es gibt eben keine islamische Opern-, keine islamische Operetten-, keine islamische Theater-, keine islamische Malereitradition. Das hat vorwiegend mit dem Bilderverbot des Islam zu tun. Und wenn wir uns den Inhalt der westlichen Kunst insgesamt anschauen, wird das christliche Erbe kaum zu übersehen sein. Doch die Asiaten stört das zumeist nicht, und sie sind zuhauf unter den Ausführenden und im Publikum zu finden. Was soll man da also machen? Der Staatssekretär hat eine Idee: „Diese Menschen werden erst dann auch in diese Häuser strömen, wenn dort in irgendeiner Weise ihre Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse bearbeitet werden.“ Dazu kam folgender bissiger Kommentar: „Exakt so ist es! Bis dahin strömen sie in die Kinotheater, wenn Filme wie ‚Tal der Wölfe‘ gezeigt werden. Also ein Tip: Shermin Langhoff sollte dringend solche Un-Themen für ihr Theater adaptieren.“ Ich wiederhole: Was hat die Berufung einer Frau, die in Deutschland akkulturiert ist, mit „Interkulturalität“ zu tun? Mit den Erwartungen, wie Herr Schmitz sie hat und die in Wirklichkeit Zumutungen sind, werden Leute wie Frau Langhoff zu Bütteln der Politik gemacht. Von künstlerischer Freiheit ist da nichts mehr übrig: Quotenkunst ist Staatskunst.

Und wie mager ist das Argument für eine Kunst, in der jeder seine „Geschichten, Erfahrungen und Erlebnisse bearbeitet“ bekommen soll. Als ob das die wichtigste Forderung an die Kunst wäre. Wer von den Lesern hat bei „Antigone“ oder „Hamlet“ seine Geschichten bearbeitet bekommen, wer beim „Götz“ oder dem „Besuch der alten Dame“ seine Erfahrungen, wer beim „Zerbrochenen Krug“ oder „Kalldewey, Farce“ seine Erlebnisse? Natürlich ist Identifikation einer der Aspekte, die Menschen in's Theater locken, aber auch nur einer von vielen.

Um nicht missverstanden zu werden: Ich halte Quoten für grundsätzlich problematisch, weil sie das individuelle Leistungsprinzip aushebeln. Was bisher hinter geschlossenen Türen an Schweinereien wie Patronage und Vetternwirtschaft ablief und zurecht als empörend empfunden wird, soll jetzt von Staats wegen in Ordnung sein - die Quotenregelung jedoch ist nichts anderes als eine Patronage von Gruppen, mit dem Staat als Patron. „Da, wo sie durchgesetzt wurde, hat die Frauenquote unserer Gesellschaft nicht geschadet, sondern diese bereichert“, schreibt Schmitz. Stimmt das wirklich? Jetzt also sollen Migranten und die Kultur unter die Vormundschaft des Staates gestellt werden. Wie lautete einer der Kommentare: „Das wäre nicht einmal mir als Zyniker eingefallen!“

Der Mitherausgeber von CUNCTI, Alexander Ulfig, hat schon vor zwei Jahren die Türken dazu aufgerufen, die Opernhäuser zu stürmen. Durchaus ohne Erfolg; dennoch bietet sein Artikel einige Anregungen. Er kritisierte den „Multikulturalismus als eine linke Ideologie“, die „die Integration in Deutschland nicht vorangebracht“ habe. Der Multikulturalismus erinnere „an den in kommunistischen Diktaturen propagierten Internationalismus, eine von oben verordnete Freundschaft zwischen Nationen und Kulturen“, die die Kulturen eher auseinanderdividiert und nicht aufeinander zu bewegt habe. Ulfig sah Defizite auf beiden Seiten: „Ob die Deutschen ihre Integrationsarbeit gut machen, ist eine offene Frage. Es fällt mir auf, dass viele Deutsche zu wenig Respekt vor Fremden haben. [...] Respekt vor den Anderen ist aber eine Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration. [...] Und was ist mit der ‚anderen Seite‘? Gemeint sind hier vorwiegend Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis, von denen Integration verlangt wird. Was tun sie für die Integration? Nach meinen Beobachtungen zu wenig. Sie nehmen zu wenig am kulturellen Leben der Bundesrepublik teil. Mit ‚kulturellem Leben‘ meine ich in erster Linie die Hochkultur, denn die Partizipation an der Hochkultur ist der wichtigste Gradmesser für eine gelungene Integration.“

Ob das so stimmt, sei dahingestellt. Denn beim breitenkulturellen Angebot (so will ich’s mal nennen) von RTL und bei den Castingshows treffen sich deutscher und Migrantengeschmack bestens. Vielleicht verläuft ja hier die wahre Integrationsfront: Gemeinsam immer tiefer hinab. Und natürlich gibt es Fazil Say, Fatih Akin und viele andere. Wer will, scheint auch anzukommen. Im Großen und Ganzen fehlt aber eine echte kulturelle Identifikation. Ich erinnere mich an ein TV-Interview mit einem türkischen Mittelschichtsangehörigen kurz nach 9/11: Er meinte, er arbeite viel, zahle in Deutschland seine Steuern - was solle er denn noch machen? „Soll ich etwa Mozart hören?“ Abgesehen davon, dass ihm das sicher nicht geschadet hätte, kam hier mehr als nur Desinteresse oder Ablehnung zum Ausdruck - es war Verachtung. Wie wir wissen, ist er da leider nicht allein. Und hier liegt ein wesentliches Problem der Integration. Auch ich bin Kind von Migranten, schlage aber nicht jeden Morgen eine ungarische Zeitung auf, obwohl ich sie lesen könnte, und schaue abends nicht ungarisches Fernsehen, sondern ich interessiere mich für die Politik und die Kultur des Landes, in dem ich geboren bin und dauerhaft zu leben mich entschieden habe. Klar kann man sagen, es sei jedermanns Sache, wie er oder sie das handhabt, aber dann soll man bitte auch nicht künstlich mit Quoten in der Kultur kommen.

Andererseits mache ich mir bestimmt keine Illusionen über die Bereitschaft der Deutschen, Migranten - mögen sie kommen, woher sie wollen - eine echte Chefposition zu geben. Anshu Jain ist in Indien geboren und lebt in London, passt also nicht wirklich. In meinem beruflichen Fach kenne ich nur ein Beispiel, das aber meine Skepsis eher unterstreicht: Der Mann hat seinen persischen Nachnamen verdeutscht, um nicht aufzufallen. Jedenfalls würden Deutsche nie den Sohn eines Ungarn und einer jüdischen Griechin zum Kanzler wählen. Das kann nicht nur daran liegen, dass sie mit einem Österreicher Schiffbruch erlitten haben. Aber dem mit Quoten abhelfen? Darüber können eigentlich nur Politiker glücklich sein, bei denen es immer schon um Proporz und Symbolik ging, nicht um Qualifikation. Wer Quoten fordert, verzichtet freiwillig auf die Verbesserung der Techniken, mit denen der oder die Beste für einen bestimmten Posten gefunden werden können. Das ist ziemlich schwach. Und schließlich muss, wer ohne revolutionäre Gewalt auskommen will, Geduld haben bei gesellschaftlichen Prozessen. Das Problem der Migration gibt es in der Bundesrepublik erst seit 50 Jahren.

Ulfig meinte in seinem damaligen Artikel abschliessend: „Interesse und Verständnis für andere Nationen und Kulturen dürfen nicht von oben verordnet werden. Sie können nur ‚von innen‘ kommen. Sie entstehen in einem langen Prozess der Aneignung von kulturellen Inhalten. Er kann nur dann gelingen, wenn er von Offenheit und Ehrlichkeit auf beiden Seiten begleitet wird.“ Genau diese Offenheit und Ehrlichkeit lässt André Schmitz vermissen. Auch das merkten die Leser auf ZEIT Online sofort. Auch die „migrantische Bevölkerung“ wird das merken. Wenn Schmitz alle Migranten in einen Topf wirft und damit die gewachsenen Fortschritte in der Integration bei Leitungspositionen leugnet, die es ja tatsächlich schon gibt, nur um seine Quotenforderung zu rechtfertigen, und die „Zeit“ das auch noch druckt, muss ja folgende witzige Replik kommen: „Ich möchte die ‚Zeit‘ auffordern, dass di Lorenzo gegen einen Türken ausgetauscht wird! Sofort. Ohne Pensionen.“

 

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