exclamation point 2620923 1280

Heute ist der Tag der Geschlechter-Empathielücke (Gender Empathy Gap Day). Dieser Tag soll daran erinnern, dass Mitgefühl keine Selbstverständlichkeit ist und Männern und Jungen oft spürbar weniger zugestanden wird als Frauen und Mädchen. Warum sollte es einen solchen Tag geben? Weil wir das Jahr 2018 schreiben! Arne Hoffmann hat hierzu einen Beitrag veröffentlicht, der sich mit der Rolle von Männern in Krisen und Kriegen beschäftigt. Das Thema hat hierzulande einen aktuellen Bezug. Seit Trumps Präsidentschaft steht die NATO in ihrer heutigen Form immer wieder zur Disposition. Bräche das Verteidigungsbündnis, müsste Deutschland eventuell die Wehrpflicht wieder in Kraft setzen.

Call for Action!

megaphone h76t88eg8i

Wer einen Artikel zum Gender Empathy Gap Day veröffentlicht, kann dem Autor Gunnar Kunz einen Link schicken. Der Artikel wird dann am 11.Juli im "Alternativlos-Aquarium" verlinkt.

Wie, was? Vielleicht denken Sie jetzt, dass die Wehrpflicht abgeschafft wurde. Mitnichten! Sie wurde lediglich ausgesetzt, während sie im Grundgesetz in Artikel 12a weiterhin besteht. Bei Bedarf kann der Bundestag die Wehrpflicht jederzeit wieder reaktivieren. Doch wer wird dann eingezogen?

Artikel 12a des Grundgesetzes blieb bis heute unverändert und macht hier eine klare Ansage. Gleichberechtigung ist in unserer Gesellschaft nur unter zwei Bedingungen genehm: erstens nur so lange Friede und Wohlstand gedeiht und zweitens nur dort, wo es Frauen keine Nachteile beschert.

Anders gesagt ist Gleichberechtigung in Deutschland ein leerer Topos - ein Fashion-Label, das man sich zu luxuriösen und bequemen Zeiten gönnt. Wenn es hart auf hart kommt, werden hochgelobte Ideale schnell wieder eingemottet. Sodann sind die Geschlechterrollen wieder glasklar verteilt. Doch statt mich weiter in großen Worten zu verlieren, zietiere ich Artikel 12a GG im Volltext:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland,
Art. 12a 

(1) Männer können vom vollendeten achtzehnten Lebensjahr an zum Dienst in den Streitkräften, im Bundesgrenzschutz oder in einem Zivilschutzverband verpflichtet werden.

(2) Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst mit der Waffe verweigert, kann zu einem Ersatzdienst verpflichtet werden. Die Dauer des Ersatzdienstes darf die Dauer des Wehrdienstes nicht übersteigen. Das Nähere regelt ein Gesetz, das die Freiheit der Gewissensentscheidung nicht beeinträchtigen darf und auch eine Möglichkeit des Ersatzdienstes vorsehen muß, die in keinem Zusammenhang mit den Verbänden der Streitkräfte und des Bundesgrenzschutzes steht.

(3) Wehrpflichtige, die nicht zu einem Dienst nach Absatz 1 oder 2 herangezogen sind, können im Verteidigungsfalle durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu zivilen Dienstleistungen für Zwecke der Verteidigung einschließlich des Schutzes der Zivilbevölkerung in Arbeitsverhältnisse verpflichtet werden; Verpflichtungen in öffentlich-rechtliche Dienstverhältnisse sind nur zur Wahrnehmung polizeilicher Aufgaben oder solcher hoheitlichen Aufgaben der öffentlichen Verwaltung, die nur in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis erfüllt werden können, zulässig. Arbeitsverhältnisse nach Satz 1 können bei den Streitkräften, im Bereich ihrer Versorgung sowie bei der öffentlichen Verwaltung begründet werden; Verpflichtungen in Arbeitsverhältnisse im Bereiche der Versorgung der Zivilbevölkerung sind nur zulässig, um ihren lebensnotwendigen Bedarf zu decken oder ihren Schutz sicherzustellen.

(4) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an zivilen Dienstleistungen im zivilen Sanitäts- und Heilwesen sowie in der ortsfesten militärischen Lazarettorganisation nicht auf freiwilliger Grundlage gedeckt werden, so können Frauen vom vollendeten achtzehnten bis zum vollendeten fünfundfünfzigsten Lebensjahr durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes zu derartigen Dienstleistungen herangezogen werden. Sie dürfen auf keinen Fall zum Dienst mit der Waffe verpflichtet werden.

(5) Für die Zeit vor dem Verteidigungsfalle können Verpflichtungen nach Absatz 3 nur nach Maßgabe des Artikels 80a Abs. 1 begründet werden. Zur Vorbereitung auf Dienstleistungen nach Absatz 3, für die besondere Kenntnisse oder Fertigkeiten erforderlich sind, kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes die Teilnahme an Ausbildungsveranstaltungen zur Pflicht gemacht werden. Satz 1 findet insoweit keine Anwendung.

(6) Kann im Verteidigungsfalle der Bedarf an Arbeitskräften für die in Absatz 3 Satz 2 genannten Bereiche auf freiwilliger Grundlage nicht gedeckt werden, so kann zur Sicherung dieses Bedarfs die Freiheit der Deutschen, die Ausübung eines Berufs oder den Arbeitsplatz aufzugeben, durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes eingeschränkt werden. Vor Eintritt des Verteidigungsfalles gilt Absatz 5 Satz 1 entsprechend.

 

Weitere Beiträge