Autoren

Liebe Männer, Väter und Jungs,
gerade in der Weihnachtszeit, in der die Familie, die Liebe und gefühlsbetont der Zusammenhalt der Menschheit hochgehalten werden, schwappen die Wogen der Enttäuschung und Verbitterung verstärkt an die Oberfläche.

Weihnachten-lkin8637 Gerade jetzt vielleicht verhärten sich noch mehr die Gefühle und Meinungen, die uns Männern dazu verleiten, hart ins Gericht mit unseren weiblichen Mitmenschen zu gehen. Was gibt es nicht schon alles über Genderwahn, Radikalfeminismus, Männerhass und Jungendiskriminierung zu lesen (von Quotenpolitik über ADHS, PAS, Frühsexualisierung bis hin zu Beschneidung).

Mit logischer Stringenz führen wir Argumente und Belege dafür auf, wie sehr sich unsere Gesellschaft in Politik und Kultur dem scheinbaren Diktat der frauenbewegten Allmacht beugt.

Allzu leicht geraten alle Frauen in unseren Worten unter Generalverdacht und vor allem werden die Gräben zwischen männerpolitischen Initiativen und deren vermeintlichen GegnerInnen (von VAMV über ASF bis hin zum Deutschen Juristinnenbund) weiter vertieft.

Auch dieser Appell wird womöglich schnell unter die Räder der verbitterten Unnachgiebigkeit der Männer kommen, die im Grundsatz zurecht eine systematisch forcierte Begünstigung von Mädchen und Frauen und die damit notwendigerweise verbundene Diskreditierung und klar erkennbare Diskriminierung von Männlichkeit beklagen, aber nicht darum wissen, wie aus empfundenem und objektiv feststellbarem Unrecht eine Versöhnung zu münzen ist.

Ich bleibe aber dabei: wir tun uns kein Gefallen, wenn wir nicht im politischen Dialog das Kunststück fertigbringen, souverän über unserem Leid zu stehen und die Türe offen zu halten für eine Annäherung der doch nur scheinbar diametral entgegengesetzten Meinungen.

Auch wenn die herrschenden Medien (immer auch die Medien der Herrschenden) unsere Anliegen verfälschen oder gar totschweigen und damit einen Dialog nicht nur erschweren, sondern teilweise bewusst auch noch mit Bundesmitteln über Stiftungen usw. kontraproduktiv radikalisieren (indem wir z.B. mit Breivik in einen Topf geworfen werden) – auch dann obliegt es uns, das Prinzip einer ergebnisoffenen Auseinandersetzung hochzuhalten, das vor allem dem vermuteten „Gegner“ respektvoll unterstellt, sie/er (Schwarzer wie Rosenbrock) führe grundsätzlich die besten Absichten im Schilde.

Ich bin kein Christ und auch nicht sonst religiös angehaucht, bin aber aus der persönlichen Erfahrung der jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit Frauen und Männern davon überzeugt, dass wir nur dann eine Politik mit friedlicher Zukunft gestalten können, wenn wir die gegenwärtige Vetracktheit des Dialogs aufzulösen versuchen, indem wir uns unsere eigenen Fehler eingestehen und damit vorbildhaft demonstrieren, wie sich daraus Erkenntnis und Lösungen entwickeln.

Ich habe beispielsweise selber der Mutter meiner Tochter jahrelang unterstellt, sie agiere aus böswilliger Absicht, wenn sie die Einschränkung des Umgangs mit meiner Tochter damit begründete, es belaste unser Kind zu sehr, wenn sie ihren Vater wie sonst vor der Trennung so oft sehen würde. Der verständliche wie auch ungebührende Zorn, den ich ihr entgegenbrachte, hat zu nichts anderem geführt als Schweigen und Gesprächsverweigerung.

Wenn Frauen eine Gleichberechtigung über Gleichstellung einfordern, dann müssen wir immer grundsätzlich betonen, dass wir dieses Anliegen grundsätzlich verstehen und begrüßen, aber nur als Männer mitmachen können und wollen – mit unserer Männlichkeit, die allerorts und in jeder Lebensphase von Kindern und Erwachsenen seit jeher dann das „gute“ Leben ermöglicht hat, wenn das lustvolle und liebevolle Zusammenwirken mit der Weiblichkeit Freiräume (wenn auch begrenzt) erlangte.

Eine gleichschaltende, technisch vereinfachende Gleichheit der Geschlechter (gender mainstreaming) wird es nie geben, denn die Natur hat uns dazu nicht gemacht und wird uns nie machen. Auch werden wir niemals – trotz der Illusion technischer Beherrschung der Natur – die komplexe Ökologie unserer geschlechtlichen Zweiteilung steuern können, ohne Einschnitte in die Naturrechte der Menschen (und vor allem der Kinder) vorzunehmen.

Genauso wenig werden wir unsere männlichen Kompetenzen (z.B. in der Förderung der Autonomie unserer Kinder, der weitsichtigen planerischen Gestaltung von Systemen, u. dgl. mehr) friedenstiftend einbringen können, wenn wir nicht stets unsere Frauen überall mit ihren ureigenen, weiblichen Kompetenzen in jeder Entscheidung von Belang einbinden (wie sie es auch umgekehrt tun müssen).

Niemals wird der Körper einer Frau nur ihr eigener sein, auch wenn nur sie die Kinder gebärt, denn spätestens mit der Ausgrenzung des Vaters (ob durch gekaufte Samen oder durch Trennung) springt „Papastaat“ an seine Stelle ein und verlangt von ihr die Abgabe erzieherischer Kompetenzen und ihrer Arbeitskraft an die Kapitäne des Wachstumsfetischismus.

Die Frauen dafür mit Spott und Häme zu überziehen, nur weil sie mit vielen Männern den Idolen der narzisstischen Machtpolitik materialistischer Globalisierungsideologien selbstmissverständlich verfallen sind, führt nur in den Krieg.

Denkt immer mit euren starken Herzen und bietet immer die Hand an!

Tom Todd

 

Weitere Beiträge
Geschlechterdebatte

Der Streik der Männer


"Wenn Sie ein Waschlappen sind, ist dieses Buch nichts für Sie." Mit diesen Worten beginnt "Men on Strike", der aktuelle Instant-Bestseller der renommierten US-amerikanischen Psychologin Dr. Helen Smith, die damit für einige mediale Aufmerksamkeit sorgte.
"Die Vorschläge, die ich in diesem Buch mache, sind schwierig und verlangen Opfer", setzt Smith ihre Begrüßung fort, "und wenn Sie als Mann...

Geschlechterdebatte

Hallo, kleine Pinguine


Im amerikanischen Nebraska ist man unlängst auf die Idee verfallen, die Schulkinder nicht mehr länger als Buben und Mädchen anzusprechen. Sie werden hinfort als nette Hasen, liebe Katzen, quirlige Goldfische oder eben kleine Pinguine angeredet.
Hintergrund ist die nicht gerade neue Erkenntnisse, dass es neben Frauen und Männern auch solche Menschen gibt, die sich weder als das eine noch als das...

Geschlechterdebatte

Quoten verstoßen gegen parteiinterne Demokratie

Von  Dr. Alexander Ulfig   17. März 2012
Nach den Wahlerfolgen der „Piraten“ wird die Kritik an dieser Partei immer lauter. Allerdings konzentrieren sich viele Kritiker nicht auf die politischen Inhalte, sondern auf den Umstand, dass bei den „Piraten“ kaum Frauen politische Ämter bekleiden. Unter den 15 Abgeordneten der Piratenpartei im Berliner Abgeordnetenhaus ist nur eine Piratin. Auch unter den...

Geschlechterdebatte

„Individuelle Freiheit oder kollektivistischer Feminismus“

(* Gründer des Instituts für Geschlechter und Generationenforschung der Universität Bremen)
Wer allen Ernstes glaubt, dass die Fortsetzung der Frauenbewegung der institutionalisierte Feminismus gewesen sei, der muss nicht minder verwegen behaupten, dass die kommunistischen Zirkel der 70er Jahre die Weiterentwicklung der 68er Bewegung gewesen seien. Beide sind vielmehr Auflösungserscheinungen der damaligen...

Geschlechterdebatte

"Rettet unsere Söhne"


– vor dem Genozid, vor Kriegen und vor Katastrophen
„Das Eichhörnchen springt von Baum zu Baum. Das Eichhörnchen ist schwanzgesteuert.“ Das war einmal ein harmloser Schülerwitz. Da hatte ein Junge ein Eichhörnchen gezeichnet und diesen Kommentar dazu geschrieben. Der Spaß ist vorbei.
 

Geschlechterdebatte

Geschlechterdebatte: „Ein wesentlicher Teil der Natur von Jungen wird nicht akzeptiert"


Während allenthalben von der Benachteiligung von Frauen gesprochen wird, kommt das Thema der Benachteiligung von Jungen in den Schulen zu kurz, meint Pädagogik-Professor Wolfgang Tischner. Heute gelten Mädchen als „Standardmodell des guten Schülers."
Interview mit Professor Wolfgang Tischner
Cuncti: Herr Professor Tischner, soweit ich Simone de Beauvoir und ihr Buch"Das andere Geschlecht" in...

Geschlechterdebatte

Petition zur Förderung von Jungen - Das Potential von Jungen begreifen

Petition an Manuela Schwesig
Liebe Unterstützer/innen, wir bedanken uns recht herzlich für eure Unterstützung zur Jungenförderpetition im Bildungsbereich.
Eine ehrliche und effektive geschlechterspezifische Bildungsförderung muss beide Geschlechter und damit auch Jungen im Blick haben, denn auch Jungen sind Kinder und was aus Kindern wird, dafür sind wir Erwachsene verantwortlich. 785 Menschen haben unsere...

Geschlechterdebatte

Linkes Selbstverständnis als Anspruch und Irrtum


Alban Werner, ein Mitglied der Partei der LINKEN, hat in den Blättern für deutsche und internationale Politik einen lesenswerten Artikel über die „Alternative für Deutschland“ (AfD) veröffentlicht, in dem er sich, auch wenn es ihm, wie manche Formulierungen erkennen lassen, schwer gefallen und nicht immer gelungen ist, doch erkennbar um eine gewisse Sachlichkeit und Differenzierung bemüht hat.
...

Geschlechterdebatte

Two sorts of contempt for women: Hillary R. Clinton versus Donald J. Trump – who is more disparaging towards women?


By now, the 45th president of the United States has taken office. The disappointment on the losing side about the missed, previously believed as certain, victory still looms large. Though what appears to many as a betrayal of Hillary Clinton as a symbolic figure of the women’s cause requires a more thorough contemplation.
Donald Trump’s comments about the availability of women in the run-up to...

Geschlechterdebatte

Debatte in Schweden: Ist man mit der Gleichberechtigung der Geschlechter zu weit gegangen?


An schwedischen Schulen wird zunehmend eine geschlechtsneutrale Politik vorangetrieben. Unter anderem gehört hierzu die Verwendung einer geschlechtsneutralen Bezeichnung – „hen“ (es) statt „han“ und „hon“ (er und sie). Nun schlagen einige Schweden zurück.
Schweden trägt den langanhaltenden Ruf, ein egalitäres Land mit nur geringen Unterschieden zwischen den Geschlechtern zu sein. Doch eine...

Geschlechterdebatte

Frauen bevorzugt


Das Professorinnenprogramm ist schlicht Frauenförderung, um Chancengleichheit geht es dabei nicht. Auch Schirmherrin Annette Schavan profitiert in der aktuellen Plagiats-Affäre von unterwürfigen Männern, die Frauen ohne Rücksicht auf wissenschaftliche Evaluation unterstützen.
Das „Professorinnenprogramm“ mit der Schaffung von 200 unbefristeten Professuren nur für weibliche Bewerber geht dieses...

Geschlechterdebatte

In Sachen Monika Ebeling: „Gleichstellende Gerechtigkeit“

17. Mai 2012
Die ehemalige Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar - Monika Ebeling - wurde aus ihrem Amt entlassen, weil sie wider dem Geschmack ihrer Gegner zu sehr das getan hatte, was eigentlich als ihr gesetzlicher Auftrag zu gelten hätte: Nämlich sich für die Gleichstellung von Männern und Frauen einzusetzen.
Kurzum: Sie setzte sich auch für Männer und Jungen ein. Jene, die unter...