Politik

Bundesregierung widersetzt sich eigenem Jungenförderauftrag

14. September 2013, von Dr. Bruno Köhler

Hamburg, 12.09.2013: Jungenleseförderung wird es nach dem Willen der Bundesregierung nicht geben. Das hat eine Anfrage der geschlechterpolitischen Initiative MANNdat bei der Bundesjugendministerin Schröder ergeben.

Die Regierungsfraktion aus CDU/CSU und FDP hat 2011 selbst den Antrag Drs. 17/5494 zur Jungenförderung, der noch im gleichen Jahr vom Bundestag angenommen wurde, eingereicht. Darin hieß es u.a.:

 

Rezension: „Piraten - Auslaufen zum Kentern! Wie man eine Partei erfolgreich versenkt“

06. Septermber 2013, von Arne Hoffmann

In der letzten Woche waren die Absurditäten in der Piratenpartei einmal mehr Thema auf Genderama. Das brachte mich dazu, mich intensiver mit der Frage zu beschäftigen, warum eine Partei, die weit überwiegend von Männern gegründet und etabliert wurde, für Sektierer aus dem feministischen Lager derart anfällig ist.

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Und wie kam es überhaupt zum Niedergang dieser Partei? Noch vor wenigen Jahren erschien sie vielen von uns als eine neue politische Hoffnung auch und gerade für Jungen und Männer, deren Anliegen in den Altparteien kaum bis gar nicht vorkommen.

 

Die grüne Unfähigkeit, sich zu schämen

23. August 2013, von Lucas Schoppe

Wenn ich mich richtig erinnere, war es Václav Havel, der einmal gefordert hat, Politikern zu verbieten, Kinder auf den Arm zu nehmen, sich mit ihnen ablichten zu lassen und sie so für die eigene Präsentation zu benutzen. Ich mache mir diese Forderung jedenfalls gern zu eigen und möchte sie auf Wahlkampfplakate ausweiten.

Kinder sind für die beauftragten Werbeagenturen offenbar Mittel der Wahl, wenn es darum geht, der Inhaltsleere in den Positionen Erwachsener den Anschein der Lebensfreude und Vitalität zu geben.

 

Politik als Event - offener Brief an Jürgen Trittin

21. Juli 2013, von Friedrich Bensch

Offener Brief

an den Bundestagsabgeordneten und Fraktionsvorsitzenden der "GRÜNEN/ BÜNDNIS 90", Jürgen Trittin, bezugnehmend auf den Essay von Harald Welzer "Das Ende des kleineren Übels", Spiegel 22/ 2013 und die Erwiderung von Jürgen Trittin "Kämpfen oder Schmollen", Spiegel 27/ 2013

Juergen Trittin

Vor der Wahl ist nach der Wahl!

Auch nach der Wahl wird es eine Perspektive für künftige politische Führung nur mit einem Mehr an direkter Demokratie geben!

"Der Volksmund, der heute gab, wird morgen nehmen, ganz nach Laune." (Horaz)

Wenn jetzt wieder die Bühne des Bundestagswahlkampfes eröffnet wird, ist es immer förderlich, in die Vergangenheit zu schauen, um die gegenwärtige gesellschaftliche Situation in einen Zusammenhang mit der Politik der Vergangenheit zu bringen und den darin handelnden Akteuren. Dieses werde ich hiermit beispielhaft tun.

 

Die Doppelmoral der Grünen

18. August 2013, von Prof. Adorján Kovács

Viele Kommentatoren haben aufgrund der jüngsten Vorschläge der Grünen, von denen der zu einem fleischlosen Tag in deutschen Kantinen nur der spektakulärste ist, festgestellt, dass diese Partei etwas Oberlehrerhaftes hat.

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Nicht ohne Grund sehen manche auch einen messianischen Weltverbesserungsdrang, der schon ideologische Züge trägt. Eine Partei der Besserwisser mit höherem Bewusstsein, die die Wahrheit gepachtet haben.

 

EU-Tabakproduktrichtlinie: Brüssel im Regulierungsrausch

20 Juni 2013, von Johannes Richardt

Die geplante EU-Tabakrichtlinie wird zur Zeit von der deutschen Politik verhandelt. Hier und in der aktuellen Printausgabe beschreibt Novo-Redaktionsleiter Johannes Richardt, was es mit der neuen Richtlinie auf sich hat und wieso Menschen, denen Freiheit etwas bedeutet, dagegen Widerstand leisten sollten.

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Schon lange missfällt der Europäischen Kommission der Lebensstil von Rauchern: zu ungesund, zu unvernünftig und zu teuer. Doch auch wenn sie es sich vielleicht noch so sehr wünscht, hat sie nicht die Macht, das Rauchen ganz zu verbieten.

 

Das politische Links-Rechts-Schema und die Frage: Was ist heute „links“?

16. Juni 2013, von Prof. Günter Buchholz

Das politische  Links-Rechts-Schema wirkt heute zu Recht vielfach veraltet, zum Teil deshalb, weil es Probleme gibt, die – wie die ökologische Krise – unabhängig von politischen Positionen die ganze Menschheit betreffen.

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Hinzu kommt, dass diese Begriffe verpönt sind: die ehemals Rechten („Deutschnationale“, „Konservative“) und die ehemals Linken („Sozialisten“, „Sozialdemokraten“) sehen sich heute alle in der MITTE stehen, was immer das auch bedeuten mag.

 

Vietnam. Der Traum vom Frieden

07. Juni 2013, von Bernhard Lassahn

Es schneit wie in einem Schüttelglas, als ich nach Vietnam aufbreche. Ich habe sofort die Melodie von "I’m dreaming of a white Christmas" vor meinem geistigen Ohr. Auch wenn Weihnachten schon vorbei ist, ich spüre doch etwas von der frohen Erwartung eines Kindes vor dem Fest. Ich freue mich auf ein "White Christmas" in Vietnam.

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Mit diesem Lied wurde der Krieg beendet. Es war das verabredete Geheimzeichen: Als ständig "White Christmas" im Soldatensender lief, wusste jeder GI, dass der Krieg vorbei ist, es war das Signal zum Rückzug. Es passte so gar nicht zum sonstigen Musikprogramm und zur grünen Hölle, in der die Soldaten steckten.

 

Wer sind wir eigentlich?

2. Juni 2013, von Bernhard Lassahn

Worum geht es? Um Liebe, Dreckwäsche, Bärte, Handschellen und Strukturen. Um einen alten Schlager und um die neue SPD. Und um das Schnabeltier.

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Manchmal frage ich mich: Wer sind wir? „Wir sind Nobelpreisträger“ (Friedenspreis für die Europäische Union). „Wir“ waren sogar Papst (Benedikt XVI.). Und „wir“ waren Fußballweltmeister (Frauenfußball 2007). Nun hat auch die SPD das „wir“ entdeckt.

 

Wie hast du`s mit der AfD?

22. Mai 2013, von Sebastian Müller

Die Gründung der AfD hat nicht nur das parlamentarische System einmal mehr aufgemischt, sondern auch die Euro-Debatte in Deutschland weiter angeheizt. Gewonnen haben damit aber nur die Marktradikalen.

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Die “Alternative für Deutschland” (AfD) ist in zweierlei Hinsicht politisch brisant: Erstens ist sie die erste medial wahrgenommene Partei, die den Austritt aus dem Euro fordert. Zweitens scheinen auch viele Menschen aus dem linken und linksliberalen Lager mit ihr zu sympathisieren – und das, obwohl die AfD bei genaueren Hinschauen eine marktradikalere Handschrift als selbst die FDP trägt.

 

Alternative für Deutschland: Euro-Rebellen auf Sparflamme

18. Mai 2013, von Johannes Richardt

Die AfD macht den etablierten Parteien Angst. Richtig so, meint Novo-Redaktionsleiter Johannes Richardt. Dank der Anti-Europartie haben wir nun die Debatte über Europa, vor der sie sich drücken wollten. Zu einer echten Alternative für bessere Politik macht das die AfD aber wohl nicht.

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Von der Linkspartei bis zur Union treibt die neu gegründete Anti-Euro-Partei Alternative für Deutschland (AfD) den Parteistrategen die Schweißperlen auf die Stirn.

 

Better Off Out: Immer mehr Briten wollen raus aus der EU

16. Mai 2013, von Michael Klein

Die Kommunalwahlen in England und Wales, die am 4. Mai abgehalten wurden, haben der United Kingdom Independence Party (UKIP) einen großen Zugewinn an Stimmen gebracht. Aus dem Stand hat sich die Partei zu einer lokalen Macht entwickelt und dies, obwohl UKIP nicht in allen Councils eigene Kandidaten zur Wahl gestellt hat.

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UKIP vertritt im Vereinigten Königreich eine gut begründete ablehnende Haltung gegenüber der Europäischen Union und hat den Austritt aus der Europäischen Union zum Ziel. Der Anstieg der Stimmen für UKIP ist somit ein Indiz für einen größer werdenden Unmut britischer Bürger gegenüber der EU.