Politik

„Pussy Riot“ rettet die Spiele

20. Februar 2014, von Jens Berger

Nachdem die mit Mikrophonen bewaffneten kalten Krieger des deutschen Medienkorps bereits bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Sotschi einen gehörigen Teil ihres Pulvers verschossen hatten, drohte es schon langweilig im Kaukasus zu werden.

Olympia-hjzu4635 Wenn die Organisation funktioniert und es im Umfeld keine außergewöhnlichen Vorfälle gibt, so ist dies zwar schön für die Athleten und die Zuschauer, aber fürchterlich langweilig für die Medien. Da wirkte der Auftritt und die vorprogrammierte Inhaftierung zweier Aktivistinnen, die in den deutschen Medien als „Pussy Riot“ bezeichnet werden, wie ein medialer Befreiungsschlag.

 

Weiterlesen: „Pussy Riot“ rettet die Spiele

„Mehr Demokratie wagen!“

15. Dezember 2013, von Dr. Klaus Funken

Die Mitgliederbefragung der SPD zum Koalitionsvertrag hat sich für die Partei bezahlt gemacht. Und das gleich mehrfach.

SPD-Logo2867dkfin

Nach dem erneuten Wahldesaster bei der Bundestagswahl 2013 riss die Befragung die Partei aus der Lethargie heraus, in die sie unvermeidlich gefallen wäre. Eine aufrüttelnde Parteitagsrede wie nach dem Wahlschock 2009 reicht einfach nicht aus, um der gelähmten Partei neues Leben einzuhauchen.

 

Weiterlesen: „Mehr Demokratie wagen!“

Von Vorurteilen befreit: Medien in Deutschland zu Polens Rolle in der Europäischen Union

29. November 2013, von Peter Munkelt

Polens Weg in die EU

Vorrangiges Ziel der polnischen Außenpolitik seit 1989 war der Beitritt zur Europäischen Union. Neben historischen und ökonomischen Gründen spielten dabei auch sicherheitspolitische Überlegungen eine wichtige Rolle.

polen-8742zc9 2890nc30894

Schon am 19. September 1989 wurde ein „Abkommen über die handelspolitische und wirtschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen Polen und der Vorläuferorganisation der EU, der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG), unterzeichnet.

 

Weiterlesen: Von Vorurteilen befreit: Medien in Deutschland zu Polens Rolle in der Europäischen Union

„Schließlich wird in Warschau ein Stück Geschichte geschrieben ...“

26. November 2013, von Peter Munkelt

Das schreibt der Schriftsteller Günter Grass an Bundeskanzler Willy Brandt am 25. November 1970, kurz vor der Reise Brandts nach Warschau, um im Rahmen der neuen deutschen Ostpolitik den Deutsch-Polnischen Vertrag „über die Grundlagen der Normalisierung der Beziehungen“ zu unterzeichnen.

Willy Brandt Guenther Grass 74rx361tv78394z1238

In seinem Brief unterbreitet Grass ausführlich Vorschläge, wie dieses bedeutende Ereignis angemessen begleitet werden sollte. Zunächst verweist er auf den Unterschied zum Moskauer Vertrag vom August 1970.

 

Weiterlesen: „Schließlich wird in Warschau ein Stück Geschichte geschrieben...“

Sozialdemokratisches Trauma: Kölner Parteitag 1983

25. November 2013, von Dr. Klaus Funken

Am 19. November 2013 jährte sich zum dreißigsten Mal der Kölner Parteitag der SPD. Für die meisten ein vergessenes, für Sozialdemokraten ein verdrängtes Datum.

spd-nato-31286x94812379

Es war der Parteitag, der ganz im Zeichen des NATO-Doppelbeschlusses stand, jenes Beschlusses, der die Partei seit seinem Inkrafttreten im Dezember 1979 zu zerreißen drohte. Es war der Parteitag der Abrechnung mit dem ungeliebten Beschluss und der Tag der Abrechnung mit dem angeblichen „Erfinder“ des NATO-Doppelbeschlusses, Bundeskanzler Helmut Schmidt.

 

Weiterlesen: Sozialdemokratisches Trauma: Kölner Parteitag 1983

Der EU-Kommission wird alles zugetraut

13. November 2013, von Michael Klein

Was trauen Sie der EU-Kommission alles zu? So haben wir unsere Leser gefragt und fünf Maßnahmen zur Auswahl gestellt, fünf Maßnahmen, unter die wir eine geschmuggelt haben, die selbst den Bürokraten-Profis in Brüssel, denen doch ziemlich viele, sagen wir: seltsame Maßnahmen einfallen, (bislang) nicht eingefallen ist.

European-Commission-5478db827trvc47r6282

Die Aufgabe für unsere Leser und gleichzeitig ein Maß dafür, was der EU-Kommission alles zugetraut wird, war es, herauszufinden, welche der fünf Maßnahmen (bislang) nicht von der EU-Kommission in Angriff genommen wird.

 

Weiterlesen: Der EU-Kommission wird alles zugetraut

Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten

07. November 2013, von Prof. Gerhard Amendt

Der Rücktritt der ehemaligen Zeit-Journalistin Susanne Gaschke vom Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Kiel ist nicht nur bemerkenswert wegen seiner mit Entsetzen angereicherten Emotionalität, sondern besonders wegen der mitgelieferten Begründung.

WinsSturm-lkji8751

Sie sagte laut und vernehmlich, dass sie es nicht mehr aushalte,  dass ihre „Qualifikation bezweifelt“ werde, die Stadt zu führen. Darüber hinaus machte sie „Testosteron gesteuerte Machos in den Medien und den Parteien“ als Strippenzieher aus, die ihr unerträgliches Leid zufügten.

 

Weiterlesen: Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten

Was Guy Fawkes Day mit der EU-Bürokratie zu tun hat

06. November 2013, von Michael Klein

Gestern war Bonfire-Night im Vereinigten Königreich, Guy Fawkes Day. Guy Fawkes war einer von 13 Verschwörern, katholischen Verschwörern, die im Jahre 1605 geplant haben, das House of Lords in die Luft zu sprengen und alle, die sich am 5. November darin befinden, vor allem King James I, um ihn durch seine neunjährige Tochter ersetzen zu können und dieselbe als katholische Königin zu installieren.

guy-fawkes-76tiv 68tb87zio

Die katholischen Verschwörer waren nämlich frustriert darüber, dass sich James I als Oberhaupt der anglikanischen Kirche recht intolerant gegenüber den Katholiken in seinem Land erwiesen hat.

 

Weiterlesen: Was Guy Fawkes Day mit der EU-Bürokratie zu tun hat

Neue EU-„Studie“: Der frei flottierende Wahnsinn

09.{jcomments off} Oktober 2013, von Michael Klein

Man mag das Wort “Studie” gar nicht mehr in den Mund nehmen bzw. die Buchstaben auf der Tastatur so aneinanderreihen, dass dabei “Studie” herauskommt.

Wahnsinn-xvyb6839

Seit sich Institutionen, Ministerien, die EU, die Gewerkschaften, Parteien und sonstige Organisationen, denen nichts an Wissenschaft, aber viel an Gefälligkeitsstudien liegt, der “Studien” bemächtigt haben, und immer neue “Studien” veröffentlichen, in denen anscheinend wissenschaftlich akkurat ein bestimmtes Thema aufgearbeitet wurde, hat für uns “Studie” einen negativen Beigeschmack.

 

Weiterlesen: Neue EU-„Studie“: Der frei flottierende Wahnsinn

Dummheit 2.0: Die Piraten haben es voll verkackt

23. September 2013, von Hadmut Danisch

Das war kein Elfmeter, den sie verschossen haben. Die Piraten standen 3 Meter vor dem Tor, kein Torwart, keine Gegenmannschaft, viel Zeit – und trotzdem haben sie das Tor nicht getroffen.

SchiffSchlagseite-lnhg6724

Ich habe in meinem Blog schon mehrfach prophezeit, dass die Piraten als Mehrheitsbeschaffer in die Regierung kommen könnten, wenn sie es über die 5-Prozent-Hürde schaffen. Eigentlich hatte ich vermutet, dass es für Schwarz-Gelb zu knapp wird, jetzt ist die FDP ganz draußen und für die CDU reicht es so nicht.

 

Weiterlesen: Dummheit 2.0: Die Piraten haben es voll verkackt

Wie glaubwürdig sind die Grünen?

20. September 2013, von Torsten Herwig

Am 22. September ist Bundestagswahl und die GRÜNEN bangen um ihre Stimmen. Zu Recht, wenn man die Pädophilieskandale der letzten Zeit und „die grüne Unfähigkeit, sich zu schämen" in Betracht zieht. Gerade wurde bekannt, dass offenbar auch Jürgen Trittin persönlich in die Pädophilieaffäre der Grünen verstrickt ist.

Ein Blick zurück

Erinnern Sie sich noch an den 12. Dezember 2012? An diesem Tag hat der Deutsche Bundestag offiziell Geschlechterapartheid zulasten wehrloser Knaben beschlossen, indem er religiöse Genitalverstümmelung kleiner Jungen absegnete, offiziell benannt als Gesetz „über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes".

Ein Blick auf die Abstimmungsergebnisse wirft Fragen auf. Wieso die Grünen wählen?

 

Weiterlesen: Wie glaubwürdig sind die Grünen?

Die politische Linke und der Feminismus

Interview mit Professor Günter Buchholz

14. September 2013, von Dr. Alexander Ulfig

guenter buchholz

Alexander Ulfig: Herr Professor Buchholz, Sie verstehen sich selbst als Linken. Was heißt für Sie links?

Günter Buchholz: In der bürgerlichen Gesellschaft steht politisch links, wer innerhalb der objektiven gesellschaftlichen und ökonomischen Herrschaftsverhältnisse für eine wirtschaftliche, soziale, rechtliche und politische Besserstellung der Beherrschten eintritt und wer diese Praxis mit der Perspektive einer geschichtlichen Emanzipation der Beherrschten verbindet.

 

Weiterlesen: Die politische Linke und der Feminismus