Podcast-Archiv

Prof. Gerhard Amendt: Der ritterliche Justizminister als galanter Retter schwacher Frauen

Auf einer Konferenz über Männergewalt hat in den 80er Jahren in Frankfurt am Main eine Psychoanalytikerin die strafrechtliche Utopie entworfen, der zufolge Frauen allein darüber entscheiden sollten, ob ihnen Gewalt angetan wurde oder nicht. Schließlich seien sie dafür Spezialisten – und niemand sonst. Irgendwo am Rande sollte ein Richter, vorzugsweise eine Richterin, das bestätigen. Rechtsförmigkeit wäre damit mehr oder weniger abgeschafft und durchs Rechthabenwollen von Frauen ersetzt. Auch Falschbeschuldigungen, etwa um Vorteile zu erlangen oder Demütigung auszuteilen, wären damit kein Delikt mehr: Letztlich würden alle Dinge und Ereignisse ausschließlich ins Ermessen der Frau gestellt.

Ganz so viel Freiheit auf Kosten der Demokratie hat der Bundesjustizminister Heiko Maas den Frauen mit dem unlängst geänderten §179 des Strafgesetzbuchs zum sexuellen Missbrauch nun aber doch nicht eingeräumt, obwohl er der Frankfurter Utopie weit entgegengekommen ist. Immerhin wird Frauen zugestanden, dass sie sich von ihrem Empfinden auch nach dem Sexualverkehr noch leiten lassen dürfen, um zu beurteilen, ob das nun Gewalt gewesen ist oder ob das Einverständliche im Rückblick doch nicht einvernehmlich war.

Prof. Gerhard Amendt: Der ritterliche Justizminister als galanter Retter schwacher Frauen

15.09.2016

Alexander Stevens: Sexuelle Belästigung - in Deutschland bisher nur während der Arbeitszeit verboten

Die Debatte um sexuelle Belästigung von Frauen ebbt nicht ab. Zuletzt bei den sog. „Sex- Mobs" in der Silvesternacht, aber auch im letzten Jahr, als selbsterklärte „Pick-Up- Artists" Jagd auf „sexhungrige" Frauen machten, die freilich durch die offensiv eingesetzten Fertigkeiten der „Abschlepp-Künstler" erst noch „überzeugt" werden mussten. Und vor zwei Jahren löste der FDP-Politiker Rainer Brüderle mit seiner Bemerkung, die Bluse einer Journalistin könne auch ein Dirndl gut ausfüllen, einen Aufschrei der Empörung aus.

Über die Berichterstattung der Massenmedien hinaus scheint das sexualisierte Verhalten der Männer von heute ein omnipräsentes Problem zu sein: Geht es nach einschlägigen Medienvertretern und Feministen-Gruppen, ist der Sexismus in deutschen Bars und Clubs, aber auch in Schulen sowie am Ausbildungs- und Arbeitsplatz ein allgegenwärtiges Dauerproblem.

Alexander Stevens: Sexuelle Belästigung - in Deutschland bisher nur während der Arbeitszeit verboten

27.02.2016

Brendan O‘Neill: Der neue Feminismus als Abkehr von der Aufklärung

Bei Promis, Politikern und an Universitäten ist der neue Feminismus der letzte Schrei. Dabei richtet sich diese Entwicklung gegen grundlegende aufklärerische Werte, wie dieser Beitrag zeigt. Der zeitgenössische Feminismus hat sich weit von seinen Wurzeln entfernt.

Der Aufstieg des Feminismus war eine der bemerkenswertesten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Keine andere Bewegung genießt so viel politische, kulturelle und mediale Zustimmung, wie es gegenwärtig der Feminismus tut.

Brendan O‘Neill: Der neue Feminismus als Abkehr von der Aufklärung

26.12.2015

Prof. Gerhard Amendt: Allen Frauen Gutes tun - der Mutter zuliebe?

Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen.

Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als Opferkollektiv überhaupt denken.

Prof. Gerhard Amendt: Allen Frauen Gutes tun - der Mutter zuliebe?

13.12.2015

Prof. Gerhard Amendt: Frauen morden nicht, sie töten nur ...oder: Männertöten als Wohlfühldelikt

In den letzten 30 Jahren waren politische Kühnheiten unter deklarierten Feministen nicht unüblich. Sie meinten, dass unschuldige Männer ruhig einmal zu Unrecht wegen einer Falschbehauptung bestraft werden könnten, weil das als generalpräventive Botschaft an das gewalttätig deklarierte Männerkollektiv gesehen werden könne.

Es wurde sogar gefordert, dass Strafgesetz zugunsten von Frauen zu ändern, da es bislang ohne Rücksicht auf das Geschlecht angewendet wird. So würden Frauen und Männer, die aus niederen Motiven töten, wie dem der Rache, gleichermaßen als Mörder verurteilt.

Prof. Gerhard Amendt: Frauen morden nicht, sie töten nur ...oder: Männertöten als Wohlfühldelikt

01.10.2015

Deborah Ryszka: Grüner Genderismus: "Eine für eine. Alle für eine!"

Der Fall des Medizinnobelpreisträgers Tim Hunt demonstriert abermals die unterschwellige Macht der Grünen GenderistINNEN (kurz: GGs). Sie, die doch als Vertreter und Verteidiger der Natur zu sehen sind, sagen aber mittlerweile unwissentlich ihrem geliebten Ziehkind „Natur" den Kampf an. Und ihre einst gestellten Forderungen wurden zu Ideologien.

Deborah Ryszka: Grüner Genderismus:

02.07.2015

Dr. Alexander Ulfig: Universelle Menschenrechte versus partikulare Sonderrechte

Menschenrechte schützen den Einzelnen und legen seine grundlegenden Freiheiten fest. Sie sollen für alle Menschen gelten. Doch bis heute mangelt es nicht an Versuchen, ihre Allgemeingültigkeit, ihre Universalität, zu untergraben und partikulare – nur für bestimmte Gruppen geltende – Sonderrechte zu etablieren.

Im ersten Schritt werde ich die Attribute (wesentliche Eigenschaften) der Menschenrechte erörtern, wobei ihre Universalität einen besonderen Fokus bilden wird.

Im zweiten Schritt möchte ich zeigen, dass der postmoderne Kulturrelativismus, der die Universalität der Menschenrechte ablehnt, unhaltbar ist.

Schließlich werde ich die universellen Menschenrechte von partikularen Sonderrechten abgrenzen. Als Bespiele für partikulare Sonderrechte werden mir dabei die islamischen „Menschenrechte“ und die sog „Frauenrechte“ dienen.

Dr. Alexander Ulfig: Universelle Menschenrechte versus partikulare Sonderrechte

02.06.2015

Gerd Riedmeier: 30 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention

Im Frühjahr 1985 unterschrieb die Bundesrepublik Deutschland das 7. Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Darin verpflichtet Artikel 5 des Protokolls die unterzeichnenden Staaten zur Durchsetzung der Gleichberechtigung der Ehegatten bezüglich ihrer Rechte und Pflichten in ihren Beziehungen zu ihren Kindern - während einer Ehe ebenso wie nach Auflösung der Ehe.

Seitdem sind 30 Jahre vergangen – ratifiziert wurde das Protokoll durch die Bundesrepublik nicht. Damit steht die BRD alleine in Europa, lediglich von 2 Ländern flankiert: den Niederlanden und der Türkei.

Gerd Riedmeier: 30 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention

11.05.2015

Birgit Kelle: Im Zweifel gegen die Eltern

Manuela Schwesig will ein Recht der Kinder gegen das Erziehungsrecht der Eltern konstruieren. Ein Generalverdacht par excellence!

Sind Kinder keine Menschen? Das ist der erste von vielen Einwänden, der mir spontan einfiel, nachdem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einmal wieder die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung forderte. Unsere Verfassung unterscheidet nämlich weder zwischen Alter noch Geschlecht eines Menschen in Artikel 1 Grundgesetz.

Birgit Kelle: Im Zweifel gegen die Eltern

19.04.2015

Deborah Ryszka: Biotopia - Versuch eines empathischen Zuganges

Ein wundervoller Bauernhof mit saftiger grüner Wiese, auf welcher die Tiere voller Ehrfurcht und Achtung vorsichtig und nachdenklich das Gras aus der Erde ziehen, um dieses zu verspeisen. Dazu ein strahlenblauer Himmel mit lachender Sonne. Genauso lachend und glücklich wie der Bauer und seine Tiere. Das ist Biotopia. Alles ist biologisch - frei nach dem Motto: „Wer Bio isst, nur der hat Mut. Denn Bio das tut allen gut."

Langsam fängt diese Art des extremen, dekonstruktiven und unkritischen Bio-Wahns an wirklich zu stören - trotz natürlich gewisser positiver Vorzüge. Die Bio-Hand streckt aber ihre Finger aus, um nach Menschen zu greifen und sie in ihre Klauen zu ziehen.

Deborah Ryszka: Biotopia - Versuch eines empathischen Zuganges

13.04.2015

Kevin Fuchs: Inklusion - Wunsch scheitert an Wirklichkeit

Die Inklusion behinderter Kinder in Regelschulen ist jüngst zum Gegenstand weitreichender schulpolitischer Maßnahmen geworden. Ohne grundlegende Änderungen im Schulsystem verfehlt sie allerdings ihr Ziel.

„Gleichberechtigung", „Chancengleichheit", „soziale Gerechtigkeit" - alles hübsche Begriffe. Doch so schön sie auch klingen, so verschlissen und inhaltsleer sind sie - Hochglanzwörter, denen man aus Erfahrung misstrauen darf. Von Politikern werden sie gerne zur eigenen Erhöhung missbraucht. Als moralisierende Universalvokabeln sind sie geeignet, missliebige Kritiker zum Schweigen zu bringen. Wer ist schon gegen „Gleichberechtigung", „Chancengleichheit" oder „soziale Gerechtigkeit"? Ein ebenso schmuckhafter Begriff ist die Wortschöpfung „Inklusion".

Kevin Fuchs: Inklusion - Wunsch scheitert an Wirklichkeit

05.04.2015

Kevin Fuchs: Genderdebatte - Diversity für die Privilegierten

Gender-Mainstreaming fördert nicht die Vielfalt, sondern trägt durch Einebnung bestehender Unterschiede zur Gleichförmigkeit bei. Dabei setzen privilegierte Gruppen ihre Interessen durch, während die wirklich Benachteiligten kaum Gehör finden.

Auf den ersten Blick scheinen die Begriffe Freiheit und Führung unvereinbar - eine Täuschung, wie sich bei näherem Hinsehen zeigt. Denn in Wahrheit bilden sie ein Paar, zwei widerstreitende Pole, die sich wechselseitig bedingen. Freiheit und Führung sind vorderhand entgegenwirkende Paradigmen, die in jeder Form selbstregulierender Systeme, ob ökonomischer, politischer oder sozialer Natur, wirken.

Kevin Fuchs: Genderdebatte - Diversity für die Privilegierten

29.03.2015

Deborah Ryszka: Gruppenbehaftetes Denken - Furchtsymptom unserer digitalen Gegenwart?

Um sich als ganzheitliches, vollkommenes Individuum zu verstehen, braucht der Mensch andere Menschen - er ist ein soziales Wesen. Sogar wenn er in den tiefsten Ecken des Teutoburger Waldes ein Einsiedlerleben führt, kommuniziert er: in Gedanken mit sich selbst oder mit den ihn umgebenden Tieren, oder aber Bäumen.

Und dieser kommunikative Akt stellt eine Form der sozialen Interaktion dar. Deswegen bezeichnete bereits Aristoteles den Menschen als zoon politikon und Èmile Durkheim diesen als homo duplex, um auf die doppelseitige Natur des menschlichen Wesens einzugehen: einerseits als unabhängiges Individuum, andererseits als „abhängiges" Element der Gemeinschaft.

Deborah Ryszka: Gruppenbehaftetes Denken - Furchtsymptom unserer digitalen Gegenwart?

14.03.2015

Dr. Alexander Ulfig: Mit innerparteilicher Demokratie gegen Lobby- und Klientelpolitik

Der postmoderne Relativismus zeichnet sich durch die Ablehnung von festen Grundsätzen aus. Er durchdringt alle Bereiche unserer Gesellschaft. In der Politik führt er zu Verstößen gegen fundamentale Prinzipien der Demokratie und öffnet Tür und Tor der Lobby- und Klientelpolitik. Nur durch die Stärkung von festen Grundsätzen in der Politik, insbesondere der innerparteilichen Demokratie, kann dieser Entwicklung Einhalt geboten werden.

Dr. Alexander Ulfig: Mit innerparteilicher Demokratie gegen Lobby- und Klientelpolitik

01.03.2015

Dr. Alexander Ulfig: Nihilismus, Postmoderne und skrupellose Machtpolitik

Der Nihilismus als der Prozess der Auflösung von fundamentalen und allgemeingültigen Werten prägt unsere Kultur und Gesellschaft. Wie kaum ein anderer hat der Philosoph Friedrich Nietzsche das Aufkommen des Nihilismus verkündet. Die Postmoderne, eine einflussreiche Strömung der Gegenwart, knüpft an Nietzsches Überlegungen an und radikalisiert sie in vielerlei Hinsicht. Doch eine auf der Auflösung von Werten beruhende Haltung hat unweigerlich skrupellose Machtpolitik zur Folge.

Dr. Alexander Ulfig: Nihilismus, Postmoderne und skrupellose Machtpolitik

01.03.2015

Kevin Fuchs: Die Antisexualisten und ihr Krieg gegen den Mann

In der westlichen Welt geht eine neue Mode um. Nach einer Jahrzehnte fortdauernden Hypersexualisierung unserer Kultur, der Pornographisierung einer ganzen Jugend und nach anrüchigen Aufklärungsköfferchen mit putzigen Plüschvaginas und Plüschpenissen für Grundschüler irritiert uns ein neuer Kanon, der sich so gar nicht dem uns Gewohnten fügen mag. Ich nenne es eine Bewegung von Antisexualisten, die uns nunmehr – im Speziellen den Männern – jede sexuelle Regung verbieten will.

Kevin Fuchs: Die Antisexualisten und ihr Krieg gegen den Mann

01.03.2015

Christine Bauer-Jelinek: Warum eine Frauenquote für Top-Positionen niemandem nützt - vor allem nicht den qualifizierten Frauen

12.2.2015, von Christine Bauer-Jelinek.

Die vielzitierte „Gläserne Decke“, die besagt, dass Frauen auf ihrem Karriereweg (von Männern) behindert würden, ist ein Mythos – auch wenn deutlich weniger Frauen in Top-Positionen zu finden sind. Die Vorstellung von benachteiligten und unterdrückten Frauen einerseits und bestens verdienenden Männern, denen ein „roter Teppich“ für ihren Aufstieg an die Spitze gelegt wird, hält einer objektiven Betrachtung nicht stand: Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind längst erreicht.

Christine Bauer-Jelinek: Warum eine Frauenquote für Top-Positionen niemandem nützt - vor allem nicht den qualifizierten Frauen

01.03.2015