Gesellschaft

Neues Buch: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“

„Die Religionsfreiheit Erwachsener endet an der Körpergrenze von Kindern“

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Zwei Jahre nach dem Kölner Urteil hat Prof. Matthias Franz ein neues Buch über die Beschneidung von Jungen geschrieben: „Die Beschneidung von Jungen: Ein trauriges Vermächtnis“ . Die Beschneidungsdebatte scheint noch lange kein Ende zu finden. Die Beschneidung sei in ihrer Tragweite unterschätzt worden.

 

Psychiatrie: Viele kleine Mollaths

Das Verbrechen an Gustl Mollath ist kein Einzelfall

4. Mai 2014, von Kevin Fuchs

Angenommen, Sie wären von einer zwanghaften Ahnung befallen. Nehmen wir an, in Ihrem Kopf tobte der wirre Glaube, ausländische Regierungen würden Ihre Telefonate belauschen. Diese hätten – so Ihre Vorstellung – sich in die Knotenpunkte aller Kommunikationsnetze eingehängt, wofür sie eigens konstruierte „Horchkugeln“ irgendwo in Bayern, aufgebaut hätten. Weiße, kugelförmige Polyeder, mit Drahtgeflechten umspannt, so würden Sie anderen diese ominösen Erscheinungen beschreiben.

Hätten Sie sich ein paar Jahrzehnte vor der heutigen Zeit mit dieser bizarr anmutenden Geschichte den falschen Leuten anvertraut, so wäre Ihnen womöglich ähnliches widerfahren wie Gustl Mollath. Womöglich hätte man Ihnen ein Medikament verabreicht, Sie zur Ruhe und zum Schweigen gebracht. Gustl Mollath ist auch so ein mutmaßlich Verrückter. Sein Wahn, der sich um Geldwäsche und Korruption drehte, erwies sich aber –ebenso wie die bayrischen Horchkugeln – als wahr.

 

Altersarmut: Die ewig getriebene Sau

29. April 2014, von Kevin Fuchs

Es raunt ein Quieken und Grunzen - eine Sau wird wieder und wieder durchs Dorf getrieben. So auch jüngst in einer Studie des Versorgungswerks Metallrente. Diese befasst sich mit dem Thema Rente und Altersarmut. Ihre Autoren lobpreisen Riester & Co. und tadeln jene, welche Riester und Co. keines Euros würdigen - die Vorsorgemuffel eben.

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Doch die Muffel zieren sich zu Recht. Die Renditen derzeitiger privater Rentenversicherungen sind bei 1,75 Prozent Garantiezins so niedrig, dass nach Abzug von Vertriebs-, Verwaltungs- und Risikokosten nicht mal mehr die Inflation ausgeglichen werden dürfte. An mancher Stelle wird gar schon von einem Garantiezins von 1,25 Prozent für 2015 gemunkelt.

 

Wider das Schubladendenken - Wikipedia revisited

28. März 2014, von Prof. Adorján Kovács

Mein Artikel zu den Aktivitäten der „Wikipedia-AufseherInnen“ hat gewisse Früchte getragen. Im Wikipedia-Artikel über Akif Pirinçci wurde der tendenziöse Eintrag zu seiner publizistischen Tätigkeit geändert.

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Na also, geht doch! Es brauchte zwar eine lange Diskussion, bis sich die Wikipedianer zu dieser Korrektur entschließen konnten, aber insgesamt macht die Diskussion einen recht guten Eindruck.

 

Im Billerland – Anmerkungen zu Maxim Billers Tirade in der „Zeit“

22. Februar 2014, von Prof. Adorján Kovács

Der Schriftsteller Maxim Biller, der zumindest mit seinem Roman Esra zweifelhaften Angedenkens etwas Leben in die deutsche Literaturszene gepustet hat, wütet dieser Tage in der „Zeit“ gegen die „unglaublich langweilige deutsche Gegenwartsliteratur“.

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Sie sei wie „der todkranke Patient, der aufgehört hat, zum Arzt zu gehen, aber allen erzählt, dass es ihm gut geht.“ Welche Pathogenese liegt dem nach Meinung Dr. Billers zugrunde? Zählen wir auf, bevor wir zusammenfassen:

 

Sterbehilfe nun für alle

14. Februar 2014, von Prof. Adorján Kovács

In Belgien ist jetzt die sogenannte „Sterbehilfe“ ohne Altersbegrenzung erlaubt. Auch minderjährigen Kindern kann auf ausdrücklichen und wiederholten Wunsch, mit Einverständnis der Eltern und nach Prüfung durch Sachverständige (Ärzte) im Falle einer tödlichen Erkrankung und von unerträglichem Leiden ein tödliches Mittel verabreicht werden.

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Alle Bedingungen müssen erfüllt sein. Die Befürworter argumentieren sicher wahrheitsgemäß, dass solche Kinder durch jahrelanges Leiden so frühzeitig gereift seien, dass sie die Tragweite ihrer unumkehrbaren Entscheidung begreifen würden. Sie verstünden, „dass sie keine Zukunft haben“.

 

Offener Brief: Jörg Kachelmann liest ARD die Leviten

13. Februar 2014, von Jörg Kachelmann

Der bekannte Meteorologe Jörg Kachelmann wurde von der ARD-Talksendung "Nachtcafé" zur Teilnahme an einer Sendung zum Thema "Gesellschaftsspiel Klatsch" eingeladen.

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Darauf reagiert er nun mit einer Antwort, die sich gewaschen hat und die er dankenswerterweise auch Genderama zur Dokumentation zur Verfügung gestellt hat. (Der Brief ist auch auf Jörg Kachelmanns Facebookseite zu finden.)

 

Aufgehen in einer Tätigkeit - das Flow-Erlebnis

06. Februar 2014, von Dr. Alexander Ulfig

Der Zustand des Aufgehens in einer Tätigkeit wird von Psychologen als Flow bezeichnet. Er wird auch als Bestandteil eines erfüllten und glücklichen Lebens angesehen.

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Ein Schachspieler berichtet: „Wenn das Spiel mich packt, höre ich sozusagen nichts mehr … es gibt nur das Spiel als Gegenstand meines Denkens.“ „Ich bin mir meiner Selbst und meiner Probleme weniger bewusst … es gibt Phasen, in denen ich nichts anderes als Spielpositionen sehe.“

 

Toleranz und ihr verzerrtes Spiegelbild

EU-Experten für logische Widersprüche und Totalitarismus empfehlen Intoleranz zur Förderung von Toleranz!

21. Januar 2014, von Dr. habil. Heike Diefenbach

Vor allem in der Blogosphäre spricht es sich so langsam herum: Die EU hat sich einen Entwurf für ein Statut zur Förderung von Toleranz zu eigen gemacht, das - so kann man dem Statut entnehmen - von einer Reihe von Experten verfasst wurde und das zur Umsetzung in den einzelnen Mitgliedsstaaten der EU vorgesehen ist.

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Wofür die Verfasser des Entwurfs Experten sind oder sein sollen, bleibt ihr Geheimnis bzw. das der EU, aber sie gehören dem European Council on Tolerance and Reconciliation (ECTR), also dem Europäischen Rat für Toleranz und Versöhnung, an.

 

Der Apfel und seine Feinde

16. Januar 2014, von Bernhard Lassahn

An einer Stelle fällt Vladimir Nabokov in seinem wunderbaren Buch ‚Erinnerung, sprich' aus der Rolle und wendet sich direkt an den Leser, als müsste er dringend etwas klären: Es ist nicht so, dass er gegen den Kommunismus ist, weil der seine Familie um ihr Vermögen gebracht hat, es ist die unmenschliche Gleichmacherei, die ihm so verhasst ist.

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Wie sieht es hier und heute damit aus? Die moderne Gleichmacherei ist allgegenwärtig und umfassend: Eine Kopie ist nicht mehr vom Original zu unterscheiden, Politiker differenzieren nicht zwischen „Gleichstellung" und „Gleichberechtigung".

 

Armutsdebatte: Der Fisch stinkt vom Kopf her

12. Januar 2014, von Kai Rogusch

Die Vermögen konzentrieren sich und zugleich frönt das Bürgertum selbstgefälliger Zukunftsferne. Die oberen Etagen der Gesellschaft müssen wieder mehr investieren. Denn ohne Investitionen in die Realwirtschaft sinken die Lebenschancen aller.

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Machen wir uns nichts vor: Obwohl die offiziellen Arbeitslosenzahlen in den letzten Jahren deutlich gesunken sind und die Konjunktur im Vergleich mit so manchem Euro-Krisenstaat vergleichsweise gut läuft, verfestigt sich in Deutschland die Ungleichheit der Lebenschancen.