Gesellschaft

Der Gedanke der Frauenemanzipation in der Geschichte

Von Stefan Sasse   23. April 2012
Zuerst veröffentlicht auf Spiegelfechter

Die Gleichberechtigung der Frau ist ein Thema, das heute – wie sonst nur das fließende Wasser und die Elektrizität – dazu dient, die Moderne von der Zeit davor zu trennen. Im populären Narrativ waren die Frauen Jahrhunderte, wenn nicht Jahrtausende, durch den Mann unterdrückt und errangen ihren Platz in der Welt erst im späten 19. und im Verlauf des 20. Jahrhunderts. Die Sichtweise der heutigen Zeit als einer erleuchteten und der Vergangenheit als einer düsteren, zurückgebliebenen aber ist anachronistisch und wenig aussagekräftig. Tatsächlich ist die Gleichberechtigung der Frau ein modernes Thema, aber vor allem deshalb, weil sie erst seit kurzer Zeit überhaupt eine Rolle spielt.

Ich will im Folgenden versuchen, diesen Gedanken etwas näher auszuführen. Es soll keineswegs versucht werden, Erfolge oder Zielsetzungen der Feminismus-Bewegung zu relativieren (meine zeitgenössischen Gedanken dazu finden sich hier), sondern einen Erklärungsversuch für einige Paradoxien des bestehenden, oben skizzierten Narrativs zu finden und die Emanzipationsbewegung in einen allgemeineren historischen Kontext zu rücken.

Das größte Problem der feministischen Geschichtssicht ist die Erhöhung der eigenen Leistung als Ausbruch aus einem uralten Schema. Die Idee, dass die Frau Jahrhunderte der Unterdrückung durch den Mann erlitt, ehe einige aufrechte Suffragetten und später Alice Schwarzer (als pars pro toto) diesen Zustand beendeten, ist absurd. Weder waren die früheren Frauen allesamt zu blind, dumm oder impotent, um ihren Zustand erkennen und ändern zu wollen, noch ist es vorstellbar, dass eine als untragbar empfundene Unterdrückung eines so großen Gesellschaftsteils über so lange Zeit Bestand hat. Es muss immer auch Profiteure auf der unterdrückten Seite geben, immer auch eine gewisse Grundpragmatik, oder der Aufstand ist unvermeidlich. Um dies an anderen Situationen aufzuzeigen: viele Diktatoren schaffen einen großen, vernetzten und privilegierten Militärapparat, auf den sie sich stützen. Niemals ist die Gesamtheit des Volkes gleich unterdrückt; eine solche Herrschaft wäre nicht aufrecht zu erhalten. Tatsächlich waren frühere Arrangements – und “früher” steht hier für die Zeit vor dem 19. Jahrhundert – hauptsächlich pragmatischer Natur und weniger Ausdruck einer patriarchalischen Allmacht.

Bedeutet das, dass Mann und Frau früher gleichberechtigt waren? Sicher nicht. Nur, eine allgegenwärtige Unterdrückung hat auch nicht stattgefunden. Sicherlich ist es richtig, dass in Rechtsfragen ein starkes Gefälle vom Mann zur Frau bestand. Die Verfügungsgewalt über das Eigentum, die Möglichkeit, Rechtsakte abzuschließen und die Vertretungsmöglichkeiten vor Gericht oder in eventuell vorhandenen politischen Repräsentationskörpern waren mit wenigen Ausnahmen männliche Domänen. Das Problem ist, dass ein überwältigender Großteil der Bevölkerung während des größten Teils der europäischen Geschichte vor allem zwei Dinge war: arm und weitgehend rechtlos. Das Problem mangelnder Rechte und Machtmittel war keinesfalls auf die Frau beschränkt. In einer mittelalterlichen Bauernfamilie kann die Frage einer “Gleichberechtigung” aus praktischen Gründen kaum aufkommen. Einer Gleichberechtigung zu was?

Gearbeitet haben in solchen Familien ohnehin alle, ob Mann, Frau oder Kind. Etwas anderes war schlechterdings nicht vorstellbar. Um das eigene Überleben zu sichern, war man darauf angewiesen, die vorhandene Arbeit so effizient wie möglich aufzuteilen. Dieses Muster findet sich auch noch in den Arbeiterfamilien des Raubtierkapitalismus im 19. Jahrhundert: arbeiten müssen alle, auf die eine oder andere Weise. Die grundlegende Wahl eines Lebensstils, die dem Feminismus – wie noch zu zeigen sein wird – eigentlich zugrundeliegt, war schlicht nicht gegeben. Die Frage der Gleichberechtigung war deswegen auch so lange nicht auf der Agenda, weil eine grundlegende Vorstellung darüber, wie sie eigentlich aussehen sollte, überhaupt nicht vorhanden war. Politische Emanzipation hatten über lange Strecken weder Mann noch Frau (noch Mitte des 19. Jahrhunderts war die Bevölkerung in weiten Teilen Europas weitgehend rechtlos, und wo überhaupt gewählt werden konnte, handelte es sich praktisch ausschließlich um Zensuswahlrechte, die breite Bevölkerungskreise ausschlossen). Breite Bildung genossen weder er noch sie. Lediglich der Adel spielte hier in einer anderen Liga.

Es ist kein Zufall, dass die Rufe nach Gleichberechtigung ausgerechnet im 19. Jahrhundert begannen. Sie fallen zusammen mit der Entstehung des modernen Bürgertums. Erst im Bürgertum nämlich ist die eine, absolute Grundvoraussetzung für die Emanzipationsbewegung gegeben: die Rolle des Mannes als Alleinverdiener. Erst die wirtschaftliche Prosperität jener Epoche, die breiteren Bevölkerungskreisen die Möglichkeit gab, einen Teil der Familie von der Last des Broterwerbs zu befreien und das als Statussymbol initiierte, schuf diese Grundvoraussetzung. Ab dem Zeitpunkt, zu dem die Frau zuhause blieb und der Mann das Geld heranschaffte, veränderte sich die Gesellschaft grundlegend. Es ist daher auch nachvollziehbar, dass die Emanzipationsbewegung lange Zeit eine Angelegenheit der oberen Schichten blieb und in der Arbeiterschaft, wo die Situation der Frauen eigentlich am Schlechtesten war, keinen Zuspruch fand. Wer ohnehin für das Überleben schuften muss, der interessiert sich nicht für die Möglichkeit, eine Universität zu besuchen. Stattdessen steht die wirtschaftliche Sicherheit im Vordergrund (siehe hier).

Schichtinteressen sind einer der meistunterschätzten Faktoren in der Emanzipationsgeschichte. Das moderne Feminismusnarrativ hat es geschafft, sich als eine Bewegung aller Frauen, gleich welcher Schicht und Alters, auszugeben. Das ist heute so falsch wie damals, und nirgends wird dies deutlicher als an den frühen Suffragetten des ausgehenden 19. Jahrhunderts, die zwar mit Verve für ihr Recht zu wählen eintraten, sich aber andererseits den ganzen Tag von Kindermädchen und weiblichen Haushaltshilfen umsorgen ließen, ohne etwas dabei zu finden. Ihr Bildungserwerb und die Entstehung ihres politischen Bewusstseins war nur möglich, weil sie die materiellen Grundlagen dafür besaßen – genauso wie bei den Männern, deren politisches Bewusstsein ebenfalls, wenn auch zeitverschoben früher, mit materiellen Zugewinnen und steigender wirtschaftlicher Sicherheit und Prosperität entstand. Die Frauen stellen zu keiner Zeit einen monolithischen Block mit einheitlichen Interessen dar. Die Behauptung des Gegenteils durch den Feminismus beruht auf dem gleichen Denkfehler wie Marx’ Theorie, die Bourgeoisie und Proletariat einheitliche Klasseninteressen zusprach. Beide konnten nie verstehen, warum sich Teile der von ihnen imaginierten Klassen ihrer Utopie entzogen.

Der Grund dafür liegt schlicht darin, dass die Gesellschaft komplexer aufgebaut ist, als die Vordenker dieser Bewegungen (die sich teilweise verblüffend ähneln) es wahrhaben wollten. Dem Geschlecht der Frau anzugehören, allein schafft noch keine riesige Zugehörigkeit, genausowenig wie Arbeiter zu sein, jemanden sofort für andere Arbeiter einnimmt. Eine Frau der gebildeten Oberschicht wird zu einem männlichen Mitglied dieser Schicht stärkere Bindungen empfunden haben als zu einer ungebildeten, ungelernten Fabrikarbeiterin, und der eine Arbeiter kann engere Geistesverwandtschaft mit einem liberalen Unternehmer erkennen als zu einem streng katholischen, das Zentrum wählenden Kollegen. Die Ignoranz gegenüber solchen komplizierteren Bindungen, die teilweise das “Klasseninteresse” deutlich überlagern und in den Hintergrund drängen (um in der marxistischen Terminologie zu bleiben) ist bis heute ein ungelöstes Paradox in den linken und feministischen Ideologien, das deren Vertreter oftmals ratlos zurücklässt. Vielleicht ist es gerade diese Geistesverwandtschaft, die dafür sorgte, dass sich die Emanzipationsbewegung auf Seiten der politischen Linken findet.

Der wirtschaftliche Aufschwung und das rasante Wachstum der Mittelschicht besonders im 20. Jahrhundert bedingt praktisch den Aufstieg des Feminismus. Veränderungen innerhalb der Gesellschaft finden stets zeitversetzt statt; niemals passiert alles gleichzeitig, einem abgestimmten Organismus ähnlich. Daher wurde die rechtliche Benachteiligung von immer mehr Frauen im Verlauf des 19. und 20. Jahrhunderts als drückender empfunden. Daher gab es Schritte, sie abzuschaffen, und genau daher gibt es auch Männer, die sich diesem Ziel verschrieben (in Deutschland etwa setzte sich die Sozialdemokratie von Beginn an für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein). Das Statussymbol der Ehefrau, die nicht arbeiten MUSS, weil der Mann erfolgreich genug ist, seine Familie alleine zu versorgen, war zu seiner Zeit ein gigantischer Fortschritt und nicht, wie es das Emanzipationsnarrativ heute sieht, das finstere Mittelalter der Frauenrechte. Für die damalige Zeit gewannen Frauen durch dieses Arrangement massiv an Sicherheit. Sie mussten nicht mehr ihre Gesundheit ruinieren, um auf dem Feld oder in der Fabrik zu schuften, und sie mussten keine Gebärmaschinen mehr sein, um die Altersversorgung sicherzustellen. Stattdessen konnten sie erstmals selbst an Kultur und Bildung teilhaben, wie die Männer ein oder zwei Generationen vor ihnen. Erst auf Grundlage dieser Entwicklung war es überhaupt möglich – und notwendig – die Gleichberechtigung auf eine neue Stufe zu treiben.

Die Richtigkeit dieses Sachverhalts erkennt man heute beispielsweise überall dort, wo die Frau arbeiten MUSS. Der anhaltende Niedergang besonders der unteren, gefährdeten Mittelschicht und die Ausweitung des Niedriglohnsektors seit den 1980er Jahren hat den Zweiverdienerhaushalt zur Regel gemacht. Wo beide Seiten gezwungen sind, zu arbeiten, ist wiederum wenig Raum für Rechte. Die Emanzipationsbewegung findet ihre stärksten Anhänger nicht zufällig in der gebildeten Mittelschicht, besonders im akademischen Umfeld. Hier sind die Vorteile am sichtbarsten, am greifbarsten und am wichtigsten. Entsprechend ist die Emanzipationsbewegung hier auch am erfolgreichsten. Es ist dem Feminismus nie gelungen, eine Brücke zu den unteren Gesellschaftsschichten zu schlagen, und er hat es selten ernsthaft versucht. Das Unverständnis etwa Alice Schwarzers gegenüber einer Ikone wie Verona Feldbusch, das Unverständnis von Feministinnen gegenüber den Tussi-Stilen und anderen Trends sozial eher niedrig stehender Schichten legt darüber beredtes Zeugnis ab.

Lesen Sie hierzu von Günter Buchholz:
Feministische Dichotomie – Männer versus Frauen

Es gibt kaum emanzipatorische Programme für Niedriglohn- und Facharbeiterjobs, selbst heute nicht. Die Emanzipatonsakteure fordern eine Frauenquote für Vorstände; politische Forderungen für Arbeiterinnen, alleinerziehende Mütter oder Hartz-IV-Empfängerinnen sind seine Sache nicht. Er ist heute mehr denn je eine Klassenveranstaltung. Es ist die große Lebenslüge des Feminismus, mit dem Anspruch für alle Frauen sprechen zu wollen, diesen Sachverhalt zu verdrängen. Es geht ihm inzwischen um die Sicherung von Privilegien für seine Klientel, und das heißt gut bis sehr gut verdiendende Frauen mit breiter Bildung. Ihren Erfolg zu sichern und auszubauen, ist das Ziel des Feminismus. Eine Emanzipationsbewegung für die unteren Schichten ist er nicht. Diese haben seit dem Ende des Sozialismus keine mehr.

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Weitere Beiträge
Geschlechterdebatte

Genderdebatte - Diversity für die Privilegierten

29. März 2015, von Kevin Fuchs
Gender-Mainstreaming fördert nicht die Vielfalt, sondern trägt durch Einebnung bestehender Unterschiede zur Gleichförmigkeit bei. Dabei setzen privilegierte Gruppen ihre Interessen durch, während die wirklich Benachteiligten kaum Gehör finden.
Auf den ersten Blick scheinen die Begriffe Freiheit und Führung unvereinbar - eine Täuschung, wie sich bei näherem Hinsehen...

Geschlechterdebatte

Warum Feminismus nicht links ist (und die Männerrechtsbewegung nicht rechts)

15. Mai 2013, von Lucas Schoppe
„Links=feministisch?“ So ist auf Genderama ein Gastbeitrag des ehemaligen SPD- und Linken-Mitglieds Sven Janssen betitelt.
Janssen geht davon aus, dass eine Männerrechtsbewegung nur erfolgreich sein könne, wenn sie an der „Wurzel des Problems“ ansetze – dass nämlich feministische Positionen nicht einfach Ergebnisse „von intellektuellen Verirrungen“ wären, sondern deshalb...

Geschlechterdebatte

Immer neue Entmutigungen für junge Männer

10. Juli 2012, von Lars Bielefeldt
Chancen bedeuten nicht Ergebnisse. Ergebnisgleichheit ist die Feindin der Chancengleichheit und Gleichberechtigung bedeutet nicht Gleichstellung!
Wie von Bettina Weiguny am 02. Juni 2012 vollkommen zutreffend konstatiert, steuert unsere Gesellschaft auf „Lauter verlorene Männer“ zu. Die ‚weibliche Brille‘, die uns im Rahmen unserer Sozialisation, die sich am...

Geschlechterdebatte

Die neue Lüge: Das Gender Unpaid Gap

25. Mai 2015, von Michael Klein
Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung hat man die Zeichen der Zeit erkannt: Die Lüge mit dem Gender Pay Gap, sie fällt nur noch bei den Allereinfältigsten auf fruchtbaren Boden.
Bei der Mehrheit der Bevölkerung hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen, dass wer weniger arbeitet, mehr Teilzeit arbeitet, weniger Überstunden macht, weniger Berufserfahrung hat und...

Geschlechterdebatte

Frauenpolitik und Karrierismus

Oder: Wie die Linken auf ihre Ideale verzichten 16. August 2015, von Dr. Alexander Ulfig
Früher haben große Teile der Linken Karriere abgelehnt. Sie wurde als Ausdruck der Entfremdung angesehen und galt als Inbegriff von Geldgier, hierarchischen Strukturen, Konkurrenz und Ellenbogenmentalität, kurz: als Inbegriff des falschen Lebens.
Seit geraumer Zeit beobachten wir eine Rehabilitierung des...

Geschlechterdebatte

Management - Quotenregelung: Quotenfrauen - Männerfrust?

28. Juni 2014, von Ralf E. Geiling
Frauen und Männer sollten auch in der Arbeitswelt gleiche Chancen haben. Dazu werden nun auf politischer Ebene weitere Weichen gestellt: Der Fahrplan heißt ‚Quotenregelung'. Geraten ‚Männerdomänen' dadurch in Gefahr oder ist das alles nur politisch motiviertes Gerede? Wir haben den Disput zur Frage ‚Qualifikation statt Quote' unter die Lupe genommen.
Zunehmend...

Geschlechterdebatte

Entweder Gleichberechtigung - oder Gleichstellung!

12. Dezember 2012, von Prof. Günter Buchholz
Der Begriff der Gleichberechtigung wurde bereits 1949 ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland  geschrieben. Er gehört zum unveränderlichen Kernbestand der Grundrechtsnormen, und er lautet:
Art 3 GG
(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
(2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der...

Geschlechterdebatte

Gleichberechtigung durch Bevorzugung? Das Professorinnenprogramm ist ein eklatanter Bruch mit dem Grundgesetz

10. Januar 2013, von Michael Klein, zuerst erschienen auf Sciencefiles.org
Eckhard Kuhla, erster Vorsitzender von Agens e.V., kommt das Verdienst zu, im European auf das Professorinnenprogramm aufmerksam gemacht zu haben, das seit 2007 und “fast unbemerkt von der Öffentlichkeit” vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Kultusministerien der Ländern konspirativ betrieben wird. 
Ziel...

Geschlechterdebatte

Ein offener Brief an alle Männer, Väter und Jungs zu Weihnachten

15. Dezember 2014, von Tom Todd
Liebe Männer, Väter und Jungs,gerade in der Weihnachtszeit, in der die Familie, die Liebe und gefühlsbetont der Zusammenhalt der Menschheit hochgehalten werden, schwappen die Wogen der Enttäuschung und Verbitterung verstärkt an die Oberfläche.
Gerade jetzt vielleicht verhärten sich noch mehr die Gefühle und Meinungen, die uns Männern dazu verleiten, hart ins...

Geschlechterdebatte

Warum ich keine Feministin bin

20. August 2016, von Ella Whelan
Frauen werden dafür verurteilt, dass sie sich nicht zum Feminismus bekennen. Das ist totalitär.
Indem sie sich öffentlich vom Feminismus distanzierten, sorgten mehrere weibliche Prominente für erheblichen Unmut in feministischen Zirkeln. Es begann mit Hollywood-Schauspielerin Susan Sarandon, die der britischen Wochenzeitung Observer vor einigen Jahren...

Geschlechterdebatte

Von der Frauenemanzipation zur Frauenprivilegierung

22. Mai 2012, von Prof. Günter Buchholz
Warum die Gleichstellungspolitik keine linke, sondern eine rechte Politik ist
Gleichheit meint in logischer Hinsicht immer die Gleichheit des Verschiedenen, denn sonst würde es sich um Identität handeln. Nur was verschieden ist, kann gleich sein. Gleichheit meint weder Identität noch enthält sie den Impuls, Ungleiches gleich machen zu wollen, sondern sie...

Geschlechterdebatte

Die Gleichstellungslüge

6. März 2015, von Birgit Kelle
Wenn es um strukturelle Diskriminierungen geht, sind immer nur Frauen gemeint. Wo kämen wir denn hin, wenn man die Benachteiligung von Männern anerkennen würde?
Wo Gleichstellung drauf steht, ist Frau drin. Das alte Mantra der alleinigen Benachteiligung der Frau muss mit allen Mitteln verteidigt werden. Gerade hat man bei der Novellierung des...