Geschlechterdebatte

Mit innerparteilicher Demokratie gegen Lobby- und Klientelpolitik

18. Dezember 2014, von Dr. Alexander Ulfig


Der postmoderne Relativismus zeichnet sich durch die Ablehnung von festen Grundsätzen aus. Er durchdringt alle Bereiche unserer Gesellschaft. In der Politik führt er zu Verstößen gegen fundamentale Prinzipien der Demokratie und öffnet Tür und Tor der Lobby- und Klientelpolitik. Nur durch die Stärkung von festen Grundsätzen in der Politik, insbesondere der innerparteilichen Demokratie, kann dieser Entwicklung Einhalt geboten werden.

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Für die Postmoderne gibt es keine festen Grundsätze, Maßstäbe und Standards. Theorien sind für sie „Diskurse“, die nebeneinander gleichwertig und gleichberechtigt bestehen. Es gibt keine objektive Realität, alles ist konstruiert und besteht nur relativ zu sozio-kulturellem und historischem Kontext.

 

Ein offener Brief an alle Männer, Väter und Jungs zu Weihnachten

15. Dezember 2014, von Tom Todd

Liebe Männer, Väter und Jungs,
gerade in der Weihnachtszeit, in der die Familie, die Liebe und gefühlsbetont der Zusammenhalt der Menschheit hochgehalten werden, schwappen die Wogen der Enttäuschung und Verbitterung verstärkt an die Oberfläche.

Weihnachten-lkin8637 Gerade jetzt vielleicht verhärten sich noch mehr die Gefühle und Meinungen, die uns Männern dazu verleiten, hart ins Gericht mit unseren weiblichen Mitmenschen zu gehen. Was gibt es nicht schon alles über Genderwahn, Radikalfeminismus, Männerhass und Jungendiskriminierung zu lesen (von Quotenpolitik über ADHS, PAS, Frühsexualisierung bis hin zu Beschneidung).

 

Hallo, kleine Pinguine

11. Dezember 2014, von Prof. Walter Hollstein

Im amerikanischen Nebraska ist man unlängst auf die Idee verfallen, die Schulkinder nicht mehr länger als Buben und Mädchen anzusprechen. Sie werden hinfort als nette Hasen, liebe Katzen, quirlige Goldfische oder eben kleine Pinguine angeredet.

Pinguine-njhu8756 Hintergrund ist die nicht gerade neue Erkenntnisse, dass es neben Frauen und Männern auch solche Menschen gibt, die sich weder als das eine noch als das andere fühlen.

 

Das marktkonforme Geschlecht

04. Dezember 2014, von Heinz Sauren

Gender-Mainstreaming ist Leitkultur – und steht damit vor allem für das produktivitätsoptimierte, uninorme Geschlecht.

Geschlechter-nhux1946 Im Grunde lässt sich nicht vieles zum Zeitgeist sagen, zumindest nicht viel gutes. Das, was sich hinter dem verharmlosenden Ausdruck des Mainstream versteckt, ist die Simplifizierung der Moralvorstellung einer führenden Elite auf die kognitive Auffassungsgabe bildungsferner Gesellschaftsschichten. Denn nur wenn auch diese angesprochen und mitgenommen werden, erfüllt der Mainstream den Anspruch der Mehrheitsmeinung, des vorwiegenden Gedankenstroms einer Gesellschaft.

 

Buchvorstellung: „Verwundbar sind wir und ungestüm. Erzählungen aus der unsichtbaren Welt der Männer"

02. Dezember 2014, von Arne Hoffmann

Vor einigen Wochen zitierte die Wochenzeitung "Die Zeit" den verstorbenen Väterrechtler Dietmar Nikolai Webel mit der Einschätzung, es entstehe seit einiger Zeit eine ähnlich starke Welle von Literatur über die Benachteiligungen von Männern, wie es sie in den siebziger Jahren zum Frauenthema gegeben hatte – und so wie damals fast nur in kleinsten Verlagen abseits des Mainstreams oder sogar im Eigenverlag herausgegeben.

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Allerdings begrenzt sich diese neue Literatur – wenn man einmal von den Werken Wolfgang Gogolins absieht – bislang auf Sachliteratur, erzählerische Texte gibt es hier kaum.

 

Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Frauenquote?

01. Dezember 2014, von Prof. Günter Buchholz

Die Frauenquote ist schwach legitimiert, und das merken auch Feministinnen. Sie wiederholen fortwährend Standardformeln, die bei oberflächlicher Kenntnisnahme plausibel wirken mögen, hauptsächlich, wie in der Werbung, durch häufige Wiederholung auf allen medialen Kanälen, aber sie halten einer kritischen Überprüfung nicht stand. Also wird diese Kritik ausgeblendet.

FrauGlobus-csde4635 Ein für mich überraschendes, aber eher schlecht durchdachtes Argument ist nun die Behauptung, dass die Frauenquote etwas zur Lösung der sogenannten „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ beizutragen in der Lage wäre.

 

Quoten-Kunst-Kanon

01. Dezember 2014, von Prof. Adorján Kovács

Es gibt immer noch Bereiche, in denen Männer und Frauen nicht zu gleichen Teilen repräsentiert sind. Dazu gehören die Müllabfuhr und die Stahlgießerei. Auch in den Bergwerken und beim Militär kann es noch vorkommen, dass man auf mehr Männer als Frauen stößt.

FraueKlavier-nhvj7534 Das macht den Genderideologen aber nichts aus, denn diese Jobs sind viel zu anstrengend und schlecht bezahlt, als dass da eine Frauenquote gefordert werden sollte. Anders sieht es bei den Rosinen aus, die in Form von Vorstandsposten aus dem Kuchen der Berufe herausgepickt werden.

 

Petition zur Förderung von Jungen - Das Potential von Jungen begreifen

Petition an Manuela Schwesig

30. November 2014, von Dr. Bruno Köhler, Dr. Alexander Ulfig und Kevin Fuchs

Liebe Unterstützer/innen,
wir bedanken uns recht herzlich für eure Unterstützung zur Jungenförderpetition im Bildungsbereich.

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Eine ehrliche und effektive geschlechterspezifische Bildungsförderung muss beide Geschlechter und damit auch Jungen im Blick haben, denn auch Jungen sind Kinder und was aus Kindern wird, dafür sind wir Erwachsene verantwortlich. 785 Menschen haben unsere Petition mit ihrer Unterschrift unterstützt, die wir nun mitsamt Unterstützerliste beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages einreichen.

 

Der radikale Biologismus des Gender-Mainstreamings

25. November 2014, von Prof. Günter Buchholz

Bei der Frauenquotenpolitik geht es darum, ein Mittel zu finden, um sich auf dem Arbeitsmarkt und in den Personalhierarchien privater Unternehmungen und öffentlicher Organisationen in der subjektiv als übermächtig erlebten Konkurrenz gegenüber Männern Sondervorteile zu verschaffen.

AnatomieMannFRau-klnj8767 In der Durchsetzung dieser Interessen gibt es bis hin zum offenen Verfassungsbruch kaum Hemmungen. Allerdings muss der feministischen Rechtfertigungsrhetorik, die hierfür entwickelt worden ist („Geschlechtergerechtigkeit“ usw.), Respekt gezollt werden.

 

Rezension: Neues Buch Meilenstein bei der Debatte um häusliche Gewalt

24. November 2014, von Arne Hoffmann

"Auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt findet eine Revolution statt." Mit diesem Satz beginnt die Einleitung, die der in vielfacher Hinsicht renommierte Gewalt-Experte John Hamel und die Psychologie-Professorin Tonia L. Nicholls dem von ihnen herausgegebenen Fachbuch Familiäre Gewalt im Fokus. Fakten – Behandlungsmodelle – Prävention vorangestellt haben:

violence ohne Frage ein Meilenstein in der Fachliteratur über dieses Thema. Das Buch ist 744 Seiten stark (eine E-Book-Version ist in Planung) und umfasst über zwei Dutzend Beiträge von Experten im Bereich der häuslichen Gewalt.

 

Den Geschlechterkampf beenden!

Anmerkungen zum Internationalen Männertag am 19. November 2014

19. November 2014, von Prof. Günter Buchholz

„Denn die einen sind im Dunkeln und die andern sind im Licht und man siehet die im Lichte die im Dunkeln sieht man nicht.“ - Bertolt Brecht, Dreigroschenoper -

Leiharbeiter-hgcs6729 Die mediale Öffentlichkeit widmet heute der Lage des weiblichen Geschlechts jede denkbare Aufmerksamkeit, während zugleich die Lage des männlichen Geschlechts unbeachtet bleibt. Das weibliche Geschlecht ist im Lichte, und das männliche Geschlecht bleibt im Dunkeln.

 

Weitere Beiträge
Geschlechterdebatte

Vom Leid türkischer Männer

Auch männliche Migranten sind Opfer der Gesellschaft
30. Mai 2012, von Dr. Alexander Ulfig
Sie werden als Gewalttäter, Machos, Paschas oder Patriarchen bezeichnet, als Menschen, die lernunfähig sind, an ihren traditionellen Vorstellungen haften und sich in Deutschland nicht integrieren möchten. In der gegenwärtigen Integrationsdebatte werden sie als die Hauptverantwortlichen für die Integrationsprobleme...

Geschlechterdebatte

Die Antisexualisten und ihr Krieg gegen den Mann

16. Januar 2015, von Kevin Fuchs
In der westlichen Welt geht eine neue Mode um. Nach einer Jahrzehnte fortdauernden Hypersexualisierung unserer Kultur, der Pornographisierung einer ganzen Jugend und nach anrüchigen Aufklärungsköfferchen mit putzigen Plüschvaginas und Plüschpenissen für Grundschüler irritiert uns ein neuer Kanon, der sich so gar nicht dem uns Gewohnten fügen mag. Ich nenne es...

Gesellschaft

Horst Arnold - ein bitterer Nachruf

12. Juli 2012, von Dietmar Nikolai Webel
Exemplarische Abrechnung mit der Gleichstellungsideologie der letzten 10 Jahre
Der Gymnasiallehrer Horst Arnold musste für 5 Jahre hinter Gitter, weil seine Kollegin behauptet hatte, sie sei von ihm in der großen Pause im Biologievorbereitungsraum rektal vergewaltigt worden. Es stand Aussage gegen Aussage. Warum sollte sie so etwas behaupten?
Sicher ist...

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Rezension: Neues Buch Meilenstein bei der Debatte um häusliche Gewalt

24. November 2014, von Arne Hoffmann
"Auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt findet eine Revolution statt." Mit diesem Satz beginnt die Einleitung, die der in vielfacher Hinsicht renommierte Gewalt-Experte John Hamel und die Psychologie-Professorin Tonia L. Nicholls dem von ihnen herausgegebenen Fachbuch Familiäre Gewalt im Fokus. Fakten – Behandlungsmodelle – Prävention vorangestellt haben:
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Geschlechterdebatte

Häusliche Gewalt gegen Männer - ein feministisches Tabu

Wie das Magazin "Chrismon" Gewaltopfer verhöhnt (und zur Gewaltspirale beiträgt) Von Arne Hoffmann   5. April 2012
Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Männerrechtsbewegung beharrlich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass hunderten von internationalen Untersuchungen zufolge häusliche Gewalt zu mindestens dem gleichen Ausmaß von Frauen ausgeht wie von Männern. Die bisher von...

Geschlechterdebatte

Alle Jahre wieder....! Frauen sind genauso gewalttätig wie Männer

04. Dezember 2016, von Prof. Gerhard Amendt
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern in seinem Gefolge auch die Geschichte von den Frauen, denen in Ehe und Familie Gewalt angetan wird. Das Christuskind muss dazu herhalten, eine Weltsicht zu verbreiten, wonach Männer Gewalttäter seien und Frauen deren Opfer.
Gewalt in Ehen und Familien ist eine Realität, aber die Zahlen, deren...

Gesellschaft

Boris Becker: Victim Blaming bei AMICA und taz

28. September 2013, von Arne Hoffmann
Vor wenigen Tagen outete sich Boris Becker als Opfer häuslicher Gewalt durch seine ehemalige Partnerin Barbara. Inzwischen hat unter anderem auch n-tv darüber berichtet:
"In meinem Erinnerungsprotokoll steht: Barbara vollkommen außer sich!", schreibt Boris Becker. "Sie brüllte mich an, sprang plötzlich auf und fing an, mich wie von Sinnen zu schlagen".
...

Gesellschaft

AGENS-Positionen zum Problem der häuslichen Gewalt

Von Arne Hoffman, 12. Mai 2012
Wenn es um häusliche Gewalt gehe, sei die Dunkelziffer misshandelter Männer vermutlich weitaus höher, als es die Kriminalstatistiken hergeben, erklärte im Dezember 2008 die Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Cora Miguletz. Man habe es hier mit einem extrem tabuisierten Thema zu tun. "Die Männer müssen jetzt das Gleiche tun, wie die Frauen vor 20 Jahren - sie...

Gesellschaft

Das Unwort im Munde herumgedreht

23. Januar 2013, von Andreas Kraußer, zuerst erschienen bei MANNdat
Eine Jury um die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich hat „Opfer-Abo“ zum Unwort des Jahres 2012 gekürt. Sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf das Auswahlverfahren hat sich die Jury damit der Lächerlichkeit preisgegeben. Dagegen gebührt Jörg und Miriam Kachelmann Dank, mit ihrer kreativen Wortschöpfung einen...

Gesellschaft

Im Zweifel gegen die Eltern

20. April 2015, von Birgit Kelle
Manuela Schwesig will ein Recht der Kinder gegen das Erziehungsrecht der Eltern konstruieren. Ein Generalverdacht par excellence!
Sind Kinder keine Menschen? Das ist der erste von vielen Einwänden, der mir spontan einfiel, nachdem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einmal wieder die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung forderte. Unsere...

Gesellschaft

Das Strafrecht als Erzieher

Zur Entscheidung des Bundestags für ein neues Sexualstrafrecht 13. Juli 2016, von Lucas Schoppe
Das neue Sexualstrafrecht, das im Bundestag beschlossen wurde, hat wohl nicht nur eine rechtsstaatliche, sondern auch eine pädagogische Funktion – der WDR bezeichnet es gar als Signal an die Männerwelt. Die Debatte darüber zeigt: Welche Konsequenzen es haben wird, ist auch den Abgeordneten noch nicht ganz...