Geschlechterdebatte

Nihilismus, Postmoderne und skrupellose Machtpolitik

15. Februar 2015, von Dr. Alexander Ulfig


Der Nihilismus als der Prozess der Auflösung von fundamentalen und allgemeingültigen Werten prägt unsere Kultur und Gesellschaft. Wie kaum ein anderer hat der Philosoph Friedrich Nietzsche das Aufkommen des Nihilismus verkündet. Die Postmoderne, eine einflussreiche Strömung der Gegenwart, knüpft an Nietzsches Überlegungen an und radikalisiert sie in vielerlei Hinsicht. Doch eine auf der Auflösung von Werten beruhende Haltung hat unweigerlich skrupellose Machtpolitik zur Folge.

Im ersten Schritt werde ich Nietzsches Gedanken zum europäischen Nihilismus schildern, im zweiten Schritt möchte ich die nihilistisch-relativistische Position Michel Foucaults, des einflussreichsten postmodernen Denkers, erläutern. Schließlich werde ich anhand der Durchsetzung der Frauenquote die Auswirkungen des Nihilismus auf die Politik darstellen.

 

Keine weitere Stigmatisierung von Männern als alleinigen Tätern

Petition an den Intendaten des Deutschlandradios Willi Steul und die Redakteurin Dörte Hinrichs

10. Februar 2015

Wir fordern Sie auf, eine Sendung zu häuslicher Gewalt zu planen und durchzuführen, die die einseitige Darstellung vom 6.2.2015 korrigiert, Männer wie Frauen an der Diskussion beteiligt und auf einer fundierten journalistischen Recherche basiert.

violence Ihre Sendung "Häusliche Gewalt: Wenn Schläge den Alltag bestimmen" vom 6.2.2015 in der Sendereihe "Lebenszeit" (in der Mediathek hier) hat eindrucksvoll das Thema häusliche Gewalt angesprochen. Sie haben aber dabei leider nur noch die gängige einseitige Betrachtung des Themas verfestigt.

 

Warum eine Frauenquote für Top-Positionen niemandem nützt – vor allem nicht den qualifizierten Frauen

09. Februar 2015, von Christine Bauer-Jelinek


Die vielzitierte „Gläserne Decke“, die besagt, dass Frauen auf ihrem Karriereweg (von Männern) behindert würden, ist ein Mythos – auch wenn deutlich weniger Frauen in Top-Positionen zu finden sind. Die Vorstellung von benachteiligten und unterdrückten Frauen einerseits und bestens verdienenden Männern, denen ein „roter Teppich“ für ihren Aufstieg an die Spitze gelegt wird, hält einer objektiven Betrachtung nicht stand: Gleichberechtigung und Chancengleichheit sind längst erreicht.

Frauenteam-njhu8234 Gleichberechtigung heißt, dass es Rechte gibt, die man wahrnehmen kann oder auch nicht. Sonst wäre ja auch das Scheidungsrecht erst dann erfüllt, wenn alle geschieden wären oder wenn Trennungen genau zur Hälfte von Männern und Frauen beantragt würden.

 

Linkes Selbstverständnis als Anspruch und Irrtum

02. Februar 2015, von Prof. Günter Buchholz

Alban Werner, ein Mitglied der Partei der LINKEN, hat in den Blättern für deutsche und internationale Politik einen lesenswerten Artikel über die „Alternative für Deutschland“ (AfD) veröffentlicht, in dem er sich, auch wenn es ihm, wie manche Formulierungen erkennen lassen, schwer gefallen und nicht immer gelungen ist, doch erkennbar um eine gewisse Sachlichkeit und Differenzierung bemüht hat.

Faeusterot-vcxd4325 Angesichts des trüben Zustandes der öffentlichen politischen Diskurse in diesem Land ist das bereits ein Lob. Mein Interesse an diesem Text richtet sich jedoch nicht auf die AfD und auch nicht auf die Frage, wie die diesbezüglichen Einschätzungen von Alban Werner zu beurteilen sind. Darüber mögen sich die Leser seines Artikels selbst Gedanken machen. Mich interessiert hier allein, was dieser Text über das heutige linke Selbstverständnis aussagt.

 

Feministische Verteilungspolitik: ein Karrieregarantiegesetz nur für Elitefrauen

26. Januar 2015, von Prof. Günter Buchholz

Im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) wird von PD Dr. Elke Holst der Bereich Gender Studies vertreten. Von ihr und Dr. Anja Kirsch (FU Berlin) ist im DIW - Wochenbericht (Berlin, Nr. 82.2015, 4) eine empirische Untersuchung unter dem Titel „Weiterhin kaum Frauen in den Vorständen großer Unternehmen – auch Aufsichtsräte bleiben Männerdomänen“ erschienen.

FrauTopPosition Die vorangestellte Zusammenfassung lautet:

 

Die Antisexualisten und ihr Krieg gegen den Mann

16. Januar 2015, von Kevin Fuchs


In der westlichen Welt geht eine neue Mode um. Nach einer Jahrzehnte fortdauernden Hypersexualisierung unserer Kultur, der Pornographisierung einer ganzen Jugend und nach anrüchigen Aufklärungsköfferchen mit putzigen Plüschvaginas und Plüschpenissen für Grundschüler irritiert uns ein neuer Kanon, der sich so gar nicht dem uns Gewohnten fügen mag. Ich nenne es eine Bewegung von Antisexualisten, die uns nunmehr – im Speziellen den Männern – jede sexuelle Regung verbieten will.

Es begann mit dem Dirndl-Gate des FDP-Politikers Rainer Brüderle und einem darauf folgenden teilglobalen Aufschrei, der jedwedes männliches Balzgehabe – oder zumindest als solches Verstandenes – zur Pathologie erklärte. In jüngerer Zeit durchschwemmten „virale“ Videos die sozialen Medien, in welchen Männer in ihren natürlichen Lebensräumen wie possierliche Tierchen observiert und ob ihrer mutmaßlich widernatürlichen Gelüste vorgeführt wurden.

 

Männerstreik – Interview mit Helen Smith: Warum immer mehr Männer sich der Gesellschaft verweigern

7. Januar 2015, von Kevin Fuchs

Seit nunmehr einigen Jahren lässt sich in den westlichen Ländern ein neues, zusehends kontrovers diskutiertes Phänomen beobachten: die sogenannte „Männerrechtsbewegung".

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Träger und Motivation derselben ist ein offenbar geschlechtsspezifisches Gefälle zu Lasten von Männern in Bereichen wie der Kinderobsorge, Scheidungen, Gesundheitsversorgung und schließlich ein nach Ansicht besagter Männerrechtler überbordendes feministisches Establishment.

 

Nur schön und sexy?

02. Januar 2015, von Prof. Walter Hollstein

Ist die Emanzipation der Mädchen am Ende? Driften sie von der „Überholspur“ zurück in den „Boxenstopp“? Das signalisiert – auch in dieser bildhaft blöden Sprache - die Studie „Mädchen in der Schweiz“. Urheberin ist das „Institut Gender & Diversity“ der Fachhochschule Ostschweiz, verantwortlich dessen Leiterin Gabriella Schmid.

Folgt man der Untersuchung, dann werden die Frauenbilder der Mädchen heute verstärkt von den Medien geprägt. Frauenfiguren würden dabei hauptsächlich in den Bereichen Haushalt, Familien und Schönheit dargestellt.

 

Was ist denn nun eigentlich ein „Masku“?

01. Januar 2015, von Lucas Schoppe

Zugegeben – ich weiß nicht so recht, was „Männerrechte“ eigentlich sind. Der Begriff ist in meinen Augen ebenso fragwürdig wie der Begriff „Frauenrechte“.

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Rechte gelten schließlich allgemein, nicht nur für bestimmte Gruppen – sonst sind es keine Rechte, sondern Vorrechte. Als beispielweise Christian Schmidt vor einigen Wochen über „Einschränkungen von Männerrechten“ schrieb, ging es eigentlich nicht um solche Sonderrechte – sondern darum, dass die allgemeinen Rechte bestimmter Menschen eingeschränkt werden, bloß weil diese Menschen biologisch männlich sind.

 

Die Frauenquote verstößt gegen Menschenrechte

01. Januar 2015, von Dr. Alexander Ulfig

Der Menschenrechtsaktivist Aaron Rhodes äußert Bedenken gegen die gesetzliche Frauenquote, die in der Debatte zur Frauenquote bis dato kaum Beachtung fanden.

Menschenrechte-aubg6234 Aaron Rhodes ist ein bekannter Menschenrechtsaktivist. Er ist Mitbegründer von Freedom Rights Project, einer Initiative, die sich mit der Menschenrechtsproblematik im internationalen Recht beschäftigt. Rhodes engagiert sich weltweit für die Einhaltung von Menschenrechten.

 

Mit innerparteilicher Demokratie gegen Lobby- und Klientelpolitik

18. Dezember 2014, von Dr. Alexander Ulfig


Der postmoderne Relativismus zeichnet sich durch die Ablehnung von festen Grundsätzen aus. Er durchdringt alle Bereiche unserer Gesellschaft. In der Politik führt er zu Verstößen gegen fundamentale Prinzipien der Demokratie und öffnet Tür und Tor der Lobby- und Klientelpolitik. Nur durch die Stärkung von festen Grundsätzen in der Politik, insbesondere der innerparteilichen Demokratie, kann dieser Entwicklung Einhalt geboten werden.

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Für die Postmoderne gibt es keine festen Grundsätze, Maßstäbe und Standards. Theorien sind für sie „Diskurse“, die nebeneinander gleichwertig und gleichberechtigt bestehen. Es gibt keine objektive Realität, alles ist konstruiert und besteht nur relativ zu sozio-kulturellem und historischem Kontext.

 

Ein offener Brief an alle Männer, Väter und Jungs zu Weihnachten

15. Dezember 2014, von Tom Todd

Liebe Männer, Väter und Jungs,
gerade in der Weihnachtszeit, in der die Familie, die Liebe und gefühlsbetont der Zusammenhalt der Menschheit hochgehalten werden, schwappen die Wogen der Enttäuschung und Verbitterung verstärkt an die Oberfläche.

Weihnachten-lkin8637 Gerade jetzt vielleicht verhärten sich noch mehr die Gefühle und Meinungen, die uns Männern dazu verleiten, hart ins Gericht mit unseren weiblichen Mitmenschen zu gehen. Was gibt es nicht schon alles über Genderwahn, Radikalfeminismus, Männerhass und Jungendiskriminierung zu lesen (von Quotenpolitik über ADHS, PAS, Frühsexualisierung bis hin zu Beschneidung).

 

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Feminismus: die Zeiten ändern sich....

3. März 2015, von Prof. Gerhard Amendt
Bevor man sich erstaunt über das Schweigen der Männer gibt, sollte man sich einmal Gedanken über die Selbstverständlichkeit machen, wie deren Tod hingenommen und stillschweigend totgeschwiegen wird.
Wohingegen das Unbehagen von Frauen im Kleinen wie im Großen – wie bei kriegsbedingten Vergewaltigungen - zum Gesellschaftsskandal stets aufgerüstet wird. Wobei...

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Juristen haben von Sexualstrafrecht keine Ahnung – Polizisten noch weniger!

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In einem am vergangenen Sonntag...

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Gegen die Homophobie von Ilse Lenz und Hinrich Rosenbrock

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Burkhard Oelemann: „Die Lynchaufrufe sind ein logisches Produkt jahrzehntelanger Dämonisierung“

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Das folgende Interview mit dem Anti-Gewalt-Berater und -Pädagogen Burkhard Oelemann hatte ich bereits geführt, bevor das Thema häusliche Gewalt durch seine skandalöse Behandlung durch die Zeitschrift Chrismon noch einmal besonders aktuell wurde. Deshalb habe ich Burkhard Oelemann nicht eigens dazu befragt (er fand meine Analyse der Chrismon-Artikel allerdings "sehr, sehr...

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Die Diskriminierung des Mannes

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Über die negativen Auswirkungen des Feminismus
Fast jede Form des sozialen Wandels kann zu Konflikten führen. Denn Wandel löst komplexe Alltäglichkeiten auf, die sich innerhalb von Kulturen, sozialen Schichten, Ethnien und im Arrangement der Geschlechter als Selbstverständlichkeiten etabliert haben. Solchen Wandel wollte auch die Frauenbewegung bewirken. Sie...

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Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

19. Oktober 2012, von Arne Hoffmann
Jörg & Miriam Kachelmanns "Recht und Gerechtigkeit" und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den...

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Sexuelle Belästigung: In Deutschland bisher nur während der Arbeitszeit verboten

Über die (noch) fast grenzenlose Freiheit von Grapschern und sexuellen Anmachen in Deutschland 21. Februar 2016, von Dr. Alexander Stevens
Die Debatte um sexuelle Belästigung von Frauen ebbt nicht ab. Zuletzt bei den sog. „Sex- Mobs" in der Silvesternacht, aber auch im letzten Jahr, als selbsterklärte „Pick-Up- Artists" Jagd auf „sexhungrige" Frauen machten, die freilich durch die offensiv...

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Jugendgewalt: Agenda-Setting und manipulative Berichterstattung in Schweizer Medien

6. Mai 2015, von Arne Hoffmann
Warum bleiben männliche Opfer von Gewalt in der Partnerschaft oft noch immer unsichtbar? Schauen wir uns mal die Berichterstattung über eine aktuell vorliegende Untersuchung an.
Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich, hat dieser Tage eine aktuelle Studie veröffentlicht, die die Hochschule auf ihrer Website unter der Überschrift Gewalt...

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Der Brüsseler Anschlag und der Islamofaschismus

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