Geschlechterdebatte

Wir brauchen eine Geschlechterforschung, die diesen Namen auch verdient

Interview mit Prof. Dr. Markus Meier

23. Juli 2015

Markus Meier studierte Deutsch, Geschichte, Philosophie und Musik und promovierte 2008 an der Universität in Frankfurt am Main zum Thema „Musikunterricht als Koedukation?“. Er ist heute Professor für Ciencias de Educación an der Universidad Externado in Bogotá in Kolumbien.

Markus Meier 3565r76ugjEr befasst sich seit vielen Jahren mit dem Thema der „gleichen Behandlung von (biologisch) Ungleichen“ im Bildungswesen. Das Ergebnis seiner Studien hat er nun in einem Buch “Lernen und Geschlecht heute” veröffentlicht. Prof. Markus Meier gab Bruno Köhler von MANNdat ein Interview.

 

Polemischer antifeministischer Backlash, gruselige Verschwörungstheorien ...

... und andere sachliche Worte der Zeit für Kritik an den Gender Studies

22. Juli 2015, von Lucas Schoppe

In der Zeit hat die Kulturjournalistin und Deutschlandradio Kultur-Redakteurin Catherina Newmark gerade einen Text veröffentlicht, in dem sie Kritikern der Gender Studies vorwirft, ihre Kritik lediglich Aus Angst vor einem anderen Leben zu üben: aus Angst also vor einer Änderung bestehender Verhältnisse, aus Angst davor, dass Menschen anders leben könnten, als es gängigen Normen entspricht.

chromosomesDa der Kommentarbereich nur knappe Texte erlaubt, schreibe ich hier meinen Kommentar dazu.

 

Geschlecht und Schuld

11. Juli 2015, von Dr. Alexander Ulfig

Seit Jahrzehnten wird Männern die Schuld an der angeblichen Misere der Frauen gegeben. Männern Schuldgefühle einzureden und sie zwecks „Wiedergutmachung“ einzusetzen, hat sich als eine effiziente Strategie der Frauenpolitik erwiesen. Eigentlich gäbe es ohne die Schuld der Männer keine Frauenpolitik und keine Gender Studies.

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Doch ist es gerechtfertigt, den Männern eine Kollektivschuld für tatsächliche oder angebliche Diskriminierung von Frauen zuzuschreiben? Ist das kompensatorische Argument haltbar, dem zufolge heute lebende Männer für die – meist in der Vergangenheit liegende – Diskriminierung von Frauen Wiedergutmachung leisten und dabei ihre eigene Diskriminierung in Kauf nehmen müssen? Sollten wir das Konzept der Kollektivschuld aufrechterhalten oder Schuld nur Einzelpersonen (Individuen) zuschreiben?

 

Deutung statt Erklärung

02. Juli 2015, von Prof. Günter Buchholz

Die Frauenforschung, die zusätzlich aber irreführend als Geschlechterforschung bezeichnet wird, problematisiert das Frau-Sein. Denn es gibt eine Minderheit von Frauen, die ihr Frau-Sein nicht zu akzeptieren vermögen.

Geschlechter nhux1946Man könnte sie deswegen die Nicht-Frauen-Frauen nennen. Deren selbstbezogenes Unbehagen an der eigenen Existenz wird nun von ihnen selbst untersucht und gedeutet - aber nicht erklärt, und die Deutung wird dann auf die Gesellschaft projiziert. Die Basiskategorie dieses Verleugnungs-, Deutungs- und Projektionsprozesses heißt „gender“.

 

Offene Protestnote an Manuela Schwesig: Gegen ideologisierte Geschlechterpolitik!

21. Juni 2015, von der Redaktion

Auf Initiative des "Forums Soziale Inklusion" haben sieben geschlechterpolitische Plattformen und Bürgerinitiativen Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig in einer gemeinsamen, offenen Protestnote dazu aufgefordert, von ihrer einseitigen und ideologisierten Geschlechterpolitik abzurücken.

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Anstoß und Fokus ist die Zusammenstellung der Sachverständigenkommission zur Erarbeitung des Zweiten Gleichstellungberichts der Bundesregierung. Unterzeichnet wurde die Protestnote von Forum Soziale Inklusion e.V., AGENS e.V., Cuncti, der Frankfurter Erklärung, Gleichmaß e.V., MANNdat e.V. sowie Genderama

 

Menschenrechte in Beton

Zur Achtung der Menschenrechte in Deutschland. Update 2015

05. Juni 2015, von Lucas Schoppe

„Menschenrechte sind in der Bundesrepublik offenbar nur deklamatorischer Natur.“ Dieser Satz bezieht sich auf das deutsche Familienrecht und ist mehr als zwanzig Jahre alt. Er stammt aus dem Essay „Die Achtung der Menschenrechte in Deutschland – Anspruch und Wirklichkeit. Gedanken zum Jahr der Familie“, den Prof. Dr. Michael Reeken im Jahr 1994 in der Fachzeitschrift „Zentralblatt für Jugendrecht“ veröffentlicht hat.

Menschenrechte yxas1895Bei der Arbeit an dem Text über das seltsame Verhältnis des Deutschlandradios zu Menschenrechten habe ich den Text von Reeken noch einmal gelesen – und war abwechselnd verblüfft, belustigt und wütend, wie genau dieser alte Text auch heute noch die Situation im deutschen Familienrecht beschreibt.

 

Was hat das Deutschlandradio eigentlich gegen Menschenrechte?

31. Mai 2015, von Lucas Schoppe

Die Situation deutscher Mütter ist – von der breiten Öffentlichkeit wie üblich unbemerkt – unerträglich geworden. „Unverheiratete Mütter und ihre Kinder geraten (…) in eine noch nie da gewesene Situation des Ausgeliefertseins an den Kindesvater.“

VaterKind vcxd3546 Durch gesetzlichen Zwang sieht sich die unschuldige Mutter der Willkür eines missgünstigen Vaters ausgesetzt, der sich zwar – wir kennen diese Gesellen ja – selbst nicht um das Kind kümmern möchte, ihre Sorge um das Kind aber vergnüglich und nach Kräften torpediert.

 

Gleichstellung für Retrofetischisten

25. Mai 2015, von Kevin Fuchs

Moderne, zeitgenössische Gleichstellung ist alles andere als progressiv. Sie ist - ganz im Gegenteil - rückwärts gewandt und rückwärts gedacht.

Tradierte Rollenbilder und geschlechtsspezifische Stereotypen werden eben gerade nicht - wie gerne behauptet - kritisch hinterfragt und dekonstruiert, sondern unterschwellig reinkarniert und fortgetragen.Die Gründe hierfür sind in der individuellen Motivation derjenigen zu finden, die in diesen Bereichen tätig sind. Sie sind es, die unbewusst ein erstaunlich unmodernes, dichotomes Männer- und Frauenbild in ihrer Gleichstellungsarbeit reproduzieren.

 

Die neue Lüge: Das Gender Unpaid Gap

25. Mai 2015, von Michael Klein

Bei der Friedrich-Ebert-Stiftung hat man die Zeichen der Zeit erkannt: Die Lüge mit dem Gender Pay Gap, sie fällt nur noch bei den Allereinfältigsten auf fruchtbaren Boden.

Bei der Mehrheit der Bevölkerung hat sich zwischenzeitlich herumgesprochen, dass wer weniger arbeitet, mehr Teilzeit arbeitet, weniger Überstunden macht, weniger Berufserfahrung hat und häufiger fehlt, auch weniger verdient. Frauen arbeiten im Aggregat weniger als Männer, arbeiten häufiger Teilzeit als Männer, sie machen weniger Überstunden als Männer, haben weniger Berufserfahren und fehlen häufiger. Deshalb ist ihr Lohn im Aggregat geringer als der von Männern.

 

Gleichstellung: 30 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention

11. Mai 2015, von Gerd Riedmeier


Im Frühjahr 1985 unterschrieb die Bundesrepublik Deutschland das 7. Zusatzprotokoll der Europäischen Menschenrechtskonvention. Darin verpflichtet Artikel 5 des Protokolls die unterzeichnenden Staaten zur Durchsetzung der Gleichberechtigung der Ehegatten bezüglich ihrer Rechte und Pflichten in ihren Beziehungen zu ihren Kindern - während einer Ehe ebenso wie nach Auflösung der Ehe.

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Seitdem sind 30 Jahre vergangen - ratifiziert wurde das Protokoll durch die Bundesrepublik nicht. Damit steht die BRD alleine in Europa, lediglich von 2 Ländern flankiert: den Niederlanden und der Türkei. Seitdem trugen 8 Bundesministerinnen - durchgehend von Christ- und Sozialdemokraten gestellt - die Verantwortung im zuständigen Familienministerium. Die Frage stellt sich, weshalb die Ratifizierung unterlassen wurde und immer noch wird. 

 

Geschlechterpolitik und Männer – passt das zusammen?

07. Mai 2015, von Johannes Meiners

Anfang März 2015 stellte der Club of Vienna (CoV), die Denkfabrik der Stadt Wien, eine neue Studie vor. Sie befasst sich mit dem Geschlechterverhältnis. An der Entwicklung von Teil I, der sich mit der Teilhabe von Männern und Frauen am Geschlechterdiskurs sowie der Geschichte von Feminismus und Maskulismus (Männerrechtsbewegung) beschäftigt, wirkte ich intensiv mit.

Gleichberechtigung hkzu6739Die neue Studie soll (auch) als wissenschaftliche, systematische und unvoreingenommene Erörterung der „männlichen“ Seite des Geschlechterverhältnisses dienen und ein Nachschlagewerk sein. Seit längerem reüssiert „Gender“ im öffentlichen Raum. Versatzstücke werden institutionell implementiert – nicht unproblematisch.

 

Jugendgewalt: Agenda-Setting und manipulative Berichterstattung in Schweizer Medien

6. Mai 2015, von Arne Hoffmann

Warum bleiben männliche Opfer von Gewalt in der Partnerschaft oft noch immer unsichtbar? Schauen wir uns mal die Berichterstattung über eine aktuell vorliegende Untersuchung an.

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Die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich, kurz ETH Zürich, hat dieser Tage eine aktuelle Studie veröffentlicht, die die Hochschule auf ihrer Website unter der Überschrift Gewalt unter Jugendlichen sinkt vorstellt. Speziell über Gewalt in Paarbeziehungen heißt es dort:

 

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