Geschlechterdebatte

Genderdebatte: Der neue Feminismus als Abkehr von der Aufklärung

26. Dezember 2015, von Brendan O'Neill


Bei Promis, Politikern und an Universitäten ist der neue Feminismus der letzte Schrei. Dabei richtet sich diese Entwicklung gegen grundlegende aufklärerische Werte, wie der folgende Beitrag zeigt. Der zeitgenössische Feminismus hat sich weit von seinen Wurzeln entfernt.

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Der Aufstieg des Feminismus war eine der bemerkenswertesten Entwicklungen des 21. Jahrhunderts. Keine andere Bewegung genießt so viel politische, kulturelle und mediale Zustimmung, wie es gegenwärtig der Feminismus tut. Das führte sogar so weit, dass der britische Premierminister David Cameron unter Beschuss geriet, als er sich weigerte, in einem T-Shirt mit der Aufschrift „So sieht ein Feminist aus“ zu posieren. Der neue Feminismus scheint derart fest verwurzelt, dass allein der Umstand, kein Feminist zu sein, einen in Bedrängnis bringen kann.

 

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Männer als Zeugungsverweigerer und Empathieverlierer?

Plädoyer für ein neues Arrangement der Geschlechter

16. Dezember 2015, von Eckhard Kuhla

In jüngster Zeit häufen sich die Texte über den Mann. Es folgt eine Betrachtung im Kontext Mann und Frau. 

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Fangen wir mit den Jungens an: ich sehe vor mir Stefan inmitten des Stuhlkreises einer Grundschulklasse. Er muss sich für eine Rauferei auf dem Schulhof rechtfertigen und entschuldigen. Ein Grund für die Lehrkraft, den Jungen in der Mitte zu belehren - im Beisein seiner Mitschüler. Eine solche Demütigung kratzt an seiner Identität. Überhaupt erfahren Jungens in der Schule mittlerweile geringere Empathie, obwohl sie diese mehr als Mädchen benötigen. Mangelnde Empathie reduziert die Leistungsbereitschaft der Jungen. Dann wären Jungens keine Bildungsverlierer, sondern „Empathieverlierer".

 

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Angriffsziel „Gender Studies“ verfehlt!

Der Biologe Axel Meyer kommt in „Adams Apfel und Evas Erbe“ über die Grenzen seines Faches nicht hinaus

01. November 2015, von Dr. Alexander Ulfig

Kritik an der Gender-Ideologie und ihren politischen Auswüchsen kam bis dato zum größten Teil aus der Feder von Publizisten, Menschenrechtsaktivisten und vereinzelt von Sozial- und Geisteswissenschaftlern. Umso erfreulicher ist es, dass sich mittlerweile auch Naturwissenschaftler, vor allem Biologen, trauen, die Gender-Ideologie zu kritisieren.

AnatomieMannFRau klnj8767Den Anfang machte Ulrich Kutschera, Professor für Evolutionsbiologie an der Universität Kassel. In einer Radio-Sendung konfrontierte er gesicherte, auf Tatsachen basierende Erkenntnisse aus der Biologie mit nicht auf Tatsachen und empirischer Überprüfung, sondern auf ideologischen und politischen Annahmen beruhenden Vorstellungen der Gender Studies. Zusammenfassend bezeichnet er die Gender Studies als „Unfug, Religion, feministische Sekte“.

 

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Geschlecht und Schuld

31. Oktober 2015, von Dr. Alexander Ulfig

Seit Jahrzehnten wird Männern die Schuld an der angeblichen Misere der Frauen gegeben. Männern Schuldgefühle einzureden und sie zwecks „Wiedergutmachung“ einzusetzen, hat sich als eine effiziente Strategie der Frauenpolitik erwiesen. Eigentlich gäbe es ohne die Schuld der Männer keine Frauenpolitik 

 

Die Marktlogik der Gender Studies

30. Oktober 2015, von Lucas Schoppe

Als vor einem Monat schon wieder ein Text zur Verteidigung der Gender Studies in einer überregionalen Zeitung erschien, hatte ich keine Lust mehr. Die Vielfalt zum Schweigen bringen heißt dieser Text, verfasst von der Gender-Forscherin Franziska Schutzbach, erschienen in der Schweizer Wochenzeitung.

Geschlechter nhux1946 Dass es Kritikern der Gender Studies irgendwie bloß um eine „Verunsicherung“ angesichts der „Vielfalt“ heutiger Lebensentwürfe ginge, ist mittlerweile so variantenarm, häufig und einfältig wiederholt worden, dass es sich kaum lohnt, darüber noch einmal zu schreiben.

 

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Allen Frauen Gutes tun - der Mutter zuliebe?

17. Oktober 2015, von Prof. Gerhard Amendt


Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen.

Mutter Sohn 07564326 Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als Opferkollektiv überhaupt denken.

 

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Frauen morden nicht – sie töten nur ...oder: Männertöten als Wohlfühldelikt

1. Oktober 2015, von Prof. Gerhard Amendt, aus Anlass der geplanten Strafrechtsreform


In den letzten 30 Jahren waren politische Kühnheiten unter deklarierten Feministen nicht unüblich. Sie meinten, dass unschuldige Männer ruhig einmal zu Unrecht wegen einer Falschbehauptung bestraft werden könnten, weil das als generalpräventive Botschaft an das gewalttätig deklarierte Männerkollektiv gesehen werden könne.

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Es wurde sogar gefordert, das Strafgesetz zugunsten von Frauen zu ändern, da es bislang ohne Rücksicht auf das Geschlecht angewendet wird. So würden Frauen und Männer, die aus niederen Motiven töten, wie dem der Rache, gleichermaßen als Mörder verurteilt. Genau gegen diese Gleichheit vor dem Gesetz haben sich bereits in der Vergangenheit Feministen gestellt. Frauen, so das Argument, die Männer töten, hätten nämlich oft besondere Gründe, die aus ihrer eigenen psychischen Bedrohung herrührten. Diese sei beim Strafmaß und er Einordnung des Delikts zu bedenken. Die Berücksichtigung besonderer Tatumstände und das Recht auf Notwehr im Rahmen geltenden Rechts seien deshalb nicht ausreichend.

 

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Vereinte Nationen und Google arbeiten an einem feministischen Internet

26. September 2015, von Arne Hoffmann

Neues vom Frauen unterdrückenden Patriarchat meldet die Washington Post. Die Zeitung spricht von einer "radikalen, gefährlichen Zukunft":

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On Thursday, the organization’s Broadband Commission for Digital Development released a damning "world-wide wake-up call" on what it calls "cyber VAWG," or violence against women and girls. The report concludes that online harassment is "a problem of pandemic proportion" — which, nbd, we’ve all heard before.

 

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Marcel Helbig und die Aggressionen gegen Jungen

18. September 2015, von Lucas Schoppe

In ihrem Buch Das faule Geschlecht beschrieb die Journalistin und Grünen-Politikerin Claudia Pinl 1994 Strategien, die von arbeitsscheuen Männern entwickelt worden seien, um Frauen für sich schuften zu lassen. Pinl hatte damit so viel Erfolg, dass sie noch zwei Bücher zum selben Thema folgen lassen konnte (Männer können putzen. Strategien gegen die Tricks des faulen Geschlechts und Männer lassen arbeiten. 20 faule Tricks, auf die Frauen am Arbeitsplatz hereinfallen).

Kindweint jkaf3529Dass Pinl damit ohne Scheu das rassistische Klischee vom angeblich „faulen Neger“ einfach auf Geschlechterverhältnisse übertrug, fiel schon 1994 auf, ohne dass das für die Autorin Konsequenzen gehabt hätte. Ganz in diesem Sinn zitierte Prof. Dr. Michael Reeken sie in diesem Jahr  im „Zentralblatt für Jugendrecht“ und beschrieb, wie sie in der Diskussionssendung Talk im Turm

 

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Männer in den Medien: Drei Forderungen an Journalisten, die ihre Verantwortung ernst nehmen

9. September 2015, von Arne Hoffmann

Der Deutsche Genderkongress 2015 macht auf die dringende Notwendigkeit einer konstruktiven Männerpolitik in unserer Gesellschaft aufmerksam. Hierfür ist eine faire, nicht-sexistische Behandlung von Männern in unseren Medien unabdingbar. Die folgenden Absätze erklären, in welchen drei Bereichen verantwortungsbewusste Journalisten besonders gefordert sind.

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1. Berichten Sie über männliche Opfer ebenso intensiv wie über weibliche.

Wenn in Medienbeiträgen immer wieder von "unschuldigen Frauen und Kindern" unter den Opfern die Rede ist, führt die Menschenrechtsaktivistin Dr. Charli Carpenter in ihrem gleichnamigen Buch aus, dann trägt das dazu bei, dass männliche Opfer als weniger tragisch erscheinen oder gleich vollständig unsichtbar gemacht werden. Zu ähnlichen Ergebnissen führen die Analysen des Professors für Politikwissenschaft Adam Jones.

 

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Rundfunkrat entscheidet: "Hart-aber-fair"-Sendung muss in den Giftschrank

21. August 2015, von Arne Hoffmann

Es war die vielleicht einzige Sendung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, bei der Feminismus und Gender nicht als Nationalheiligtümer dargestellt wurden, die man auf keinen Fall kritisch in Frage stellen darf: die "Hart-aber-"Fair"-Talkrunde am 2. März dieses Jahres mit dem Titel "Nieder mit den Ampelmännchen – Deutschland im Gleichheitswahn?"

Zensur jkth6924 Viele Zuschauer wagten daraufhin die Hoffnung, dass mit dieser Sendung die Gleichschaltung unserer Leitmedien bei diesem Thema endlich einmal durchbrochen war. Bei einem Talk in gemischter Runde statt nur unter Gleichgesinnten und Mikrofon-Hinhaltern sahen sowohl die von den Leitmedien ansonsten gefeierte Feministin Anne Wizorek als auch der Grünen-Chef Anton Hofreiter alt aus, und das, was sie zum Thema Gender von sich gaben, entpuppte sich vor Millionen von Zuschauern als heiße Luft.

 

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Feminismus: die Zeiten ändern sich....

3. März 2015, von Prof. Gerhard Amendt
Bevor man sich erstaunt über das Schweigen der Männer gibt, sollte man sich einmal Gedanken über die Selbstverständlichkeit machen, wie deren Tod hingenommen und stillschweigend totgeschwiegen wird.
Wohingegen das Unbehagen von Frauen im Kleinen wie im Großen – wie bei kriegsbedingten Vergewaltigungen - zum Gesellschaftsskandal stets aufgerüstet wird. Wobei...

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Im Zweifel gegen die Eltern

20. April 2015, von Birgit Kelle
Manuela Schwesig will ein Recht der Kinder gegen das Erziehungsrecht der Eltern konstruieren. Ein Generalverdacht par excellence!
Sind Kinder keine Menschen? Das ist der erste von vielen Einwänden, der mir spontan einfiel, nachdem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einmal wieder die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung forderte. Unsere...

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Bericht zum 3. Männerkongress (19-20 September 2014)

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Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren.
Auch war in fast allen Vorträgen...

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Sexuelle Belästigung: In Deutschland bisher nur während der Arbeitszeit verboten

Über die (noch) fast grenzenlose Freiheit von Grapschern und sexuellen Anmachen in Deutschland 21. Februar 2016, von Dr. Alexander Stevens
Die Debatte um sexuelle Belästigung von Frauen ebbt nicht ab. Zuletzt bei den sog. „Sex- Mobs" in der Silvesternacht, aber auch im letzten Jahr, als selbsterklärte „Pick-Up- Artists" Jagd auf „sexhungrige" Frauen machten, die freilich durch die offensiv...

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Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

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Jörg & Miriam Kachelmanns "Recht und Gerechtigkeit" und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den...

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Auch Männer haben eine Seele!

Ein umfassendes Buch über die seelische Gesundheit von Männern und Jungen mit Lösungsvorschlägen 06. Februar 2016, von Prof. Matthias Franz und André Karger
Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Frühwarnsensoren für die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten spüren in der Vertraulichkeit...

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Wenn einsame Wölfe ausrasten: Buben, junge Männer und der Amoklauf

19. Dezember 2012, von Prof. Walter Hollstein, zuerst erschienen in der Aargauer Zeitung
Kommentatoren erklären die Schrecklichkeit des Schulmassakers von Newtown hauptsächlich mit zwei Gründen: die leichte Zugänglichkeit von Waffen in den USA und die Schiessübungen der Mutter Lanza mit ihrem Sohn. Doch solche Interpretationen bleiben an der Oberfläche.
Erfurt, Nickle Mines, Emsdetten, Tuusula und...

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Juristen haben von Sexualstrafrecht keine Ahnung – Polizisten noch weniger!

31. Januar 2016, von Dr. Alexander Stevens
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Wozu männliche Monstren und friedliche Frauen gut sind - Margarete Mitscherlichs „Die friedfertige Frau“

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Angenommen, eine psychisch kranke Frau würde in den USA vier Frauen und zwei Männer erschießen –
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Plädoyer für eine zivile Debatte - ein offener Brief an den SWR

An den Rundfunkrat des SWR sowie an Herrn Peter Boudgoust (Intendant des SWR) und Herrn Gerold Hug (Hörfunkdirektor des SWR) 01. März 2015
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Wie man böse Kerle zu netten Jungs umbaut - Progressive Mädchenpädagogik und die „Nice Guys Engine“

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