Geschlechterdebatte

Wieso gelingt es nicht, die Prostitution angemessen zu regulieren?(1)

16. April 2016, von Prof. Monika Frommel

1) Muss der Staat Prostituierte vor sich selbst schützen?
Nun ist der Regierungsentwurf beschlossen. Federführend ist das Frauenministerium. Eine halbherzige Lösung lag bereits 2014 vor, die CDU wollte noch mehr Bevormundung. Nun könnten ausgerechnet die Länder im Bundesrat nicht mehr zustimmen, welche einmal eine Reform angestoßen hatten (etwa NRW). Auch der Juristinnenbund ist mittlerweile der Ansicht, dass kein Gesetz besser sei als ein schlechtes.

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Das Ziel einer Reform müsste eine möglichst effektive Kontrolle der Bordellbetreiber sein, entstanden ist stattdessen ein Entwurf, der das Gegenteil bewirkt: eine engmaschige und bürokratische Überwachung der Prostituierten. Die Bordellbetreiber hingegen haben wenig zu befürchten. Statt „Schutz" vor Übervorteilung sieht der mehrfach veränderte und nun kaum noch konsensfähige Entwurf Anmeldepflichten und eine Pflichtuntersuchungen für die individuell diesem Geschäft nachgehenden Personen vor (früher hieß das „Bockschein").

 

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Weiblicher Narzissmus, Männerhass und Frauenpolitik

09 April 2016, von Dr. Alexander Ulfig

Für den Narzissten zählen nur seine Gefühle, Wünsche und Interessen. Werden die Erwartungen, die er an andere Menschen stellt, nicht erfüllt, so fühlt er sich gekränkt. Er reagiert auf die anderen mit Wut und nicht selten mit Hass.

FrauSpiegel bngh6534 Übertragen auf das Verhältnis der Geschlechter heißt es: Erfüllen Männer nicht die Erwartungen von narzisstischen Frauen, Erwartungen, die oft dem traditionellen Rollenbild folgen, so fühlen sich diese Frauen gekränkt, was Wut und Hass gegenüber den Männern zur Folge hat. Häufig wird der Hass nicht nur gegenüber einzelnen Männern empfunden, sondern auch auf die Männer, d.h. auf alle Männer bzw. das Kollektiv der Männer übertragen. Diesen Mechanismus finden wir bei vielen feministisch orientierten Frauen, insbesondere bei Radikalfeministinnen, vor.

 

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Struktur-, Führungs- und Glaubwürdigkeitskrise im Bundesforum Männer

5. April 2016, von der Redaktion

Mehrere geschlechterpolitische Organisationen klagen in einem offenen Brief an den Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Deutschen Bundestages. Gegenstand der Beschwerde ist das "Bundesforum Männer".

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Obwohl das Bundesforum sich "formal als Interessenverband für Jungen, Männer und Väter bezeichnet, vermeidet er Stellungnahmen zu aktuell drängenden und auf Lösungen wartenden Problemen", heißt es in dem Brief. Zudem verweist das Schreiben auf "strafrechtlich relevante Aktivitäten des Vorstandsvorsitzenden des Bundesforums Männer" - Martin Rosowski. Wir veröffentlichen den Brief nachfolgend im Originaltext.

 

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Eine Quote für das Eigenlob

02, April 2016, von Sabine Beppler-Spahl

Die Unterstützer der Frauenquote feiern sich selbst. Der Emanzipation der Frau haben sie nicht geholfen. Die Quote verstößt gegen grundlegende Freiheitsrechte.

Frauenquote lksg6739 Endlich haben Deutschlands Frauen es geschafft. Die Herrschaft der Männer ist überwunden. Das zumindest war die Botschaft des vor einem halben Jahr verabschiedeten Quotengesetzes. Ab Januar müssen die ca. 100 börsennotierten und mitbestimmungspflichtigen Unternehmen für zu besetzende Aufsichtsratsposten eine 30–Prozent-Frauenquote einhalten. Weitere 3500 Firmen sollen eine flexible, „selbstverordnete Quote“ einführen, über deren Fortschritt ab September zu berichten ist.

 

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Keine Angst, die tun nichts!

07. März 2016, von Bernhard Lassahn

Was ist los mit den Schriftstellern in Deutschland? Haben sie sich inzwischen aus der Politik verabschiedet und ihren Beruf an den Nagel gehängt? Es sieht ganz danach aus. Manche hatten es schon geahnt: Schriftsteller! Ach, die nun wieder. Die haben doch sowieso nichts zu sagen. Schriftsteller ist auch kein richtiger Beruf.

OscarWild nhbg6534 Nun ist es passiert. Der Berufsverband der Schriftsteller VS hat sich aufgelöst und in seine Bestandteile zerlegt. Nein. So kann man das nicht sagen. Der Verband hat sich umbenannt und sich von der Berufsbezeichnung „Schriftsteller“ verabschiedet.

 

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Gewalt gegen Jungen ist okay: Bitte spenden Sie jetzt!

Ein Brief an das Kinderhilfswerk Plan

28. Februar 2016, von Lucas Schoppe

Sehr geehrte Damen und Herren vom Kinderhilfswerk Plan,
Ich hatte zunächst lange nach der Pointe gesucht. „Gewalt gegen Mädchen“ steht auf Ihren Plakaten, das Wort Gewalt ist dick und rot durchgestrichen, und daneben sieht uns ein großes Mädchengesicht an. Eine aggressive Kampagne, mit Anzeigen und Beilagen in vielen Medien und Plakaten in mehreren Städten, oft gleich mit drei oder vier Plakaten nebeneinander, immer mit demselben Bild und Text.

PlanWerbung nhbg5612 Warum aber wird nur Gewalt gegen Mädchen kritisiert, nicht gegen Kinder? Ich bin seit vielen Jahren Lehrer und für Jungen und Mädchen natürlich gleichermaßen verantwortlich, und ich bin auch Vater eines Jungen. Warum sollte eine offenbar große Organisation sehr viel Geld ausgeben, um gegen die Gewalt gegen Mädchen zu protestieren, Jungen dabei aber ohne Angabe von Gründen auszulassen?

 

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„Neue“ Männer

27. Februar 2016, von Prof. Walter Hollstein

„Neue Männer braucht das Land“ – so sang es Ina Deter vor Jahren. Der Song hat sich gehalten, und die Forderung auch. Nun ist es nicht so, dass sich etwa nichts getan hätte. Der blosse Augenschein in unseren Städten zeigt, was vor dreissig oder vierzig Jahren noch unmöglich gewesen wäre: Männer, die Kommissionen machen, Väter, die Kinderwagen schieben, Männer in Pflegeberufen etc.

men shadowsDie empirische Sozialforschung belegt die Veränderungen. Das Berufsspektrum von Männern ist um einiges „weicher“ geworden, auch die Männer selber: Sie können inzwischen besser über ihre Gefühle sprechen, sie sind kommunikativer geworden, ehrlicher, aufrichtiger, authentischer.

 

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Die Remoralisierung des Strafrechts

 

26. Februar 2016, von Prof. Monika Frommel

Offenbar ist das 21. Jahrhundert eine Zeitenwende. War Strafrecht immer ein Unterfangen, das als repressiv und eher ungeeignet zur Konfliktlösung galt, soll es nun „Menschenrechte" schützen, und zwar nicht punktuell, sondern umfassend.

Justitia 3676453267 Strafrecht soll nicht mehr dem Schutz von Rechtsgütern dienen, es wird nicht mehr konzipiert als ultima ratio und soll auch nicht mehr fragmentarisch sein, sondern umfassend opferschützend. Gelegentlich wird auch von Menschenrechten gesprochen, die es strafrechtlich zu schützen gelte. Das ist ein neuer punitiver Ton. Menschenrechte sind doch bereits auf vielfältige Weise rechtlich geschützt.

 

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Auch Männer haben eine Seele!

Ein umfassendes Buch über die seelische Gesundheit von Männern und Jungen mit Lösungsvorschlägen

06. Februar 2016, von Prof. Matthias Franz und André Karger

Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Frühwarnsensoren für die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten spüren in der Vertraulichkeit ihrer Arbeit schon länger, dass auch Männer unter den Anforderungen des immer noch wirkmächtigen traditionellen männlichen Rollenbildes leiden - und dass sie beginnen, sich im Gespräch zu öffnen und sich in ihrer Bedürftigkeit zu zeigen.

Mann njhu6712Seit etwa zehn Jahren besteht auch in der Öffentlichkeit ein zunehmendes, wenn auch oft kontroverses Interesse an Männerthemen, an der Männerrolle und den mit ihr verbundenen Herausforderungen und Risiken.

 

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Ein Kämpfer für den rechten Glauben besucht ein Amt

Die offene Gesellschaft und ihre falschen Freunde: Ein Monolog für zwei Personen

23. Januar 2016, von Lucas Schoppe

Die Kampagne „ausnahmlos“ wurde von Feministinnen nach den vielfachen sexuellen Übergriffen in der Silvesternacht mit erheblicher medialer und politischer Unterstützung lanciert. Vereinzelt fragten Kommentatoren in sozialen Netzwerken auch danach, ob denn die Kampagne ausnahmslos allen Opfern, also auch männlichen Opfern helfen solle.

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Das beruht wohl auf einem Missverständnis. Die Initiatorinnen zielen mit ihrer Kampagne auf die sexuellen Übergriffe ausnahmslos aller Männer und stellen sexuelle Gewalt wie die von Köln als ein allgemeines Phänomen dar. Dass Jungen und Männer auch als Opfer sexueller Gewalt, dass möglicherweise gar Frauen als Täterinnen Thema werden, ist offensichtlich nicht beabsichtigt.

 

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Geschlecht und Neid

09. Januar 2016, von Dr. Alexander Ulfig

Neid tritt nicht nur im Verhältnis eines Individuums zu einem anderen Individuum auf. Er hat darüber hinaus gesellschaftliche Dimensionen und äußert sich auf unterschiedlichen Politikfeldern. Neid ist eine Grundlage des Feminismus und der feministisch geprägten Frauenpolitik.

MannFrau nhbg6574Doch was ist Neid? Kann ein spezifischer Neid von Frauen auf Männer festgestellt werden? Wie manifestiert sich Neid in der gegenwärtigen Frauenpolitik? Und wie kann Neid überwunden werden?

 

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Geschlechterdebatte

Feminismus: die Zeiten ändern sich....

3. März 2015, von Prof. Gerhard Amendt
Bevor man sich erstaunt über das Schweigen der Männer gibt, sollte man sich einmal Gedanken über die Selbstverständlichkeit machen, wie deren Tod hingenommen und stillschweigend totgeschwiegen wird.
Wohingegen das Unbehagen von Frauen im Kleinen wie im Großen – wie bei kriegsbedingten Vergewaltigungen - zum Gesellschaftsskandal stets aufgerüstet wird. Wobei...

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Im Zweifel gegen die Eltern

20. April 2015, von Birgit Kelle
Manuela Schwesig will ein Recht der Kinder gegen das Erziehungsrecht der Eltern konstruieren. Ein Generalverdacht par excellence!
Sind Kinder keine Menschen? Das ist der erste von vielen Einwänden, der mir spontan einfiel, nachdem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einmal wieder die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung forderte. Unsere...

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Bericht zum 3. Männerkongress (19-20 September 2014)

25. September 2014, von Tom Todd
Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren.
Auch war in fast allen Vorträgen...

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Sexuelle Belästigung: In Deutschland bisher nur während der Arbeitszeit verboten

Über die (noch) fast grenzenlose Freiheit von Grapschern und sexuellen Anmachen in Deutschland 21. Februar 2016, von Dr. Alexander Stevens
Die Debatte um sexuelle Belästigung von Frauen ebbt nicht ab. Zuletzt bei den sog. „Sex- Mobs" in der Silvesternacht, aber auch im letzten Jahr, als selbsterklärte „Pick-Up- Artists" Jagd auf „sexhungrige" Frauen machten, die freilich durch die offensiv...

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Jörg Kachelmann: „Sind Menschenrechte nicht unteilbar?“

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Jörg & Miriam Kachelmanns "Recht und Gerechtigkeit" und das mediale Echo Ich hatte in meinen Blogs immer wieder über das Gerichtsverfahren gegen Jörg Kachelmann berichtet, aber besonders eilig damit, mir sein Buch darüber zu besorgen, hatte ich es offen gesagt nicht. Das lag an vielen Gründen: Durch die intensive mediale Berichterstattung hatte ich den...

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Wenn einsame Wölfe ausrasten: Buben, junge Männer und der Amoklauf

19. Dezember 2012, von Prof. Walter Hollstein, zuerst erschienen in der Aargauer Zeitung
Kommentatoren erklären die Schrecklichkeit des Schulmassakers von Newtown hauptsächlich mit zwei Gründen: die leichte Zugänglichkeit von Waffen in den USA und die Schiessübungen der Mutter Lanza mit ihrem Sohn. Doch solche Interpretationen bleiben an der Oberfläche.
Erfurt, Nickle Mines, Emsdetten, Tuusula und...

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Juristen haben von Sexualstrafrecht keine Ahnung – Polizisten noch weniger!

31. Januar 2016, von Dr. Alexander Stevens
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In einem am vergangenen Sonntag...

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Wozu männliche Monstren und friedliche Frauen gut sind - Margarete Mitscherlichs „Die friedfertige Frau“

10. Juni 2014, von Lucas Schoppe
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Wie man böse Kerle zu netten Jungs umbaut - Progressive Mädchenpädagogik und die „Nice Guys Engine“

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Der folgende Text ist ein Beitrag zur Blogparade des Monats Februar, die Geschlechterrollen zum Thema hat. Alle Ähnlichkeiten zu einer Satire sind unbeabsichtigt und ungewollt, aber unglücklicherweise unvermeidbar.
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