Geschlechterdebatte

Videobeitrag: Allen Frauen Gutes tun, der Mutter zuliebe?

4. August 2016, von Prof. Gerhard Amendt (vorgetragen von Kevin Fuchs)

Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen. Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als Opferkollektiv überhaupt denken.

 

Sind „Gender Studies“ Wissenschaft?

28. Juni 2016, von Prof. Günter Buchholz

Die „Gender Studies“ haben sich seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts als Fortführung der „Frauenforschung“ der 70er Jahre entwickelt. Sie kreisen um den zentralen Begriff des „sozialen Geschlechts“, aber dieser Begriff wird weder biologisch im allgemeinen, noch sexualwissen-schaftlich im besonderen noch soziologisch im Sinne der Rollentheorie gefaßt.

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Das ist ein erstaunlicher Befund, weil das Nächstliegende und das eigentlich zu Erwartende hier gerade nicht der Fall ist.

 

Manuela Schwesigs Blockflöten: Männerpolitik, nein danke!

Interview mit Gerd Riedmeier (Vorsitzender Forum Soziale Inklusion) 

23. Juni 2016, von Arne Hoffmann

Vernachlässigt Familienministerin Manuela Schwesig bei ihrer Politik die Männer? Diese Vorwürfe wurden in den letzten Jahren lauter. Zwar ist der Ministerin auch ein Bundesforum Männer unterstellt, aber dieses, urteilen Kritiker, ist männerpolitisch nahezu untätig.

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Wie Medien von der Frankfurter Allgemeinen bis zur Berliner "taz" berichteten, haben mehrere geschlechterpolitische Initiativen gegen den Vorsitzenden dieses Bundesforums Strafanzeige gestellt. Cuncti interviewt dazu Gerd Riedmeier, den Vorsitzenden eines dieser Verbände.

 

Unser täglich Einheitsbrei gib uns heute

19. Juni 2016, von Gunnar Kunz

Liebe Journalisten,

in aller Regel nehme ich von anderen Menschen zunächst das Beste an, bis mir das Gegenteil bewiesen wird. Aber ihr macht es einem wirklich nicht leicht.

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Ich kann mir gerade eben noch vorstellen, dass das Weglassen der einen oder anderen relevanten Information aus Unwissenheit geschieht. Etwa in einem Artikel über männliche Unterhaltspreller nicht darauf hinzuweisen, dass von den unterhaltspflichtigen Frauen sechsmal so viele ihrer Verpflichtung nicht nachkommen. Oder darüber zu schwadronieren, Armut sei weiblich, und dabei die neunzig Prozent Obdachlosen zu ignorieren, die nun mal männlich sind.

 

Feministische Zensur in der Filmbranche

04. Juni 2016, von Dr. Alexander Ulfig

Vor drei Jahren berichtete ich über die Schwierigkeiten, mit denen der polnische Regisseur Krzysztof Zanussi bei der Realisierung seines feminismuskritischen Films "Fremder Körper" (poln. "Obce Cialo", engl. "Foreign Body") kämpfen musste.

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Zanussi konnte seine Filme im kommunistischen Polen trotz zensuralen Drucks realisieren. Doch was die Kommunisten nicht vollbrachten, wäre beinahe einer feministischen Lobby gelungen. Sie verhinderte zeitlang die Finanzierung des oben genannten Films. Doch schließlich wurde der Film nach langen Querelen produziert und im Jahre 2014 in mehreren Ländern gezeigt.

 

Envy and Malevolence - the Shaky Foundation of Gender Studies

May 21, 2016, by Professor Gerhard Amendt (formerly of the Institute for Gender and Generation Research, Bremen University, IGG)

Which is less pleasant: being envied or envying yourself? Envy is an intense feeling, it can consume one's soul and destroy the envied person's enjoyment of the object in question. However, envy is also part of life and it is worth to not only point it out but to furthermore investigate, which significance it can obtain in societies. That is, in its positive sense as well, as to allow envy to become a progressive force.

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In this essay, I want to show one example in which way envy can be dynamic by turning it into ambition, fantasy and persistence. Through the example of gender studies, on the other hand, we are going to explore the paralysing potential of envy. It can befall individual people or entire groups and then pushes them into an isolated envious fixation. In this case, nagging envy leads to a hostile self-centredness, which alienates the individual and the collective alike from society.

 

On women quotas and other undeserved comforts

May 7, 2016, by Professor Gerhard Amendt [i], formerly Institute for Gender and Generational Research, Bremen University (IGG)

The quota system is superficially portrayed as a debate about fairness. It is presumed that women are discriminated against by men. The evidence for this presumption of unequal treatment is women's apparent underrepresentation in the labour market. The quota system is being advocated at a time of an increasing scarcity of qualified employees due to demographic shifts, and women are thus, and by all means, to be integrated into employment.

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Today, coercion seems to be the choice for politicians as suitably qualified women are increasingly reluctant to enter the job market on a long-term basis. Without doubt, these women have higher entry requirements than the 'simple housewives' in the 1950s, in times of a great economic backlog. [ii]

 

Neid und Missgunst – der schwankende Unterbau der Gender Studies

06. Mai 2016, von Prof. Gerhard Amendt

Was ist unerfreulicher? Beneidet zu werden oder selber ein Neider zu sein? Da Neid ein heftiges Gefühl ist, kann es die Seele des Neiders auffressen und dem Beneideten den Spaß am Gegenstand des Neids vergällen. Aber Neid gehört zum Leben dazu und es lohnt sich, diesen nicht nur zu benennen, sondern auch zu fragen, welche Bedeutung er in Gesellschaften annehmen kann. Und zwar auch im guten Sinne, sodass aus dem Neid eine vorwärtstreibende Kraft wird.

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An einem Ereignis soll skizziert werden, wie Neid förderlich sein kann, wenn er in Strebsamkeit, Phantasie und Durchhaltevermögen verwandelt wird. Am Beispiel der Gender Studies hingegen soll das lähmende Potential von Neid untersucht werden. Es breitet sich dann aus, wenn es Personen oder ganze Gruppen befällt und diese in eine isolierende Neidfixierung abdrängt. Dann führt nagender Neid zu feindseliger Selbstbezogenheit, die sowohl den einzelnen als auch die kollektiven Neider erfasst und sie der Gesellschaft entfremdet.

 

Geschlechterdebatte: „Ein wesentlicher Teil der Natur von Jungen wird nicht akzeptiert"

5. Mai 2016, von Kevin Fuchs

Während allenthalben von der Benachteiligung von Frauen gesprochen wird, kommt das Thema der Benachteiligung von Jungen in den Schulen zu kurz, meint Pädagogik-Professor Wolfgang Tischner. Heute gelten Mädchen als „Standardmodell des guten Schülers."

Interview mit Professor Wolfgang Tischner

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Cuncti: Herr Professor Tischner, soweit ich Simone de Beauvoir und ihr Buch "Das andere Geschlecht" in Erinnerung habe, widmete sie sich in nicht unweiten Teilen auch den nüchternen biologischen und physiologischen Gegebenheiten der Geschlechter. Mir blieb der Eindruck, dass de Beauvoir die Bedeutung kultureller Einflüsse zwar hervorhob, aber jene der Biologie keineswegs leugnete. Wieviel Natur und wieviel Kultur macht unser Geschlecht denn nun aus?

 

Der Pöbler und die Menschenrechte

1. Mai 2016, von Lúcas Schoppe

Die Süddeutsche Zeitung lieferte jüngst unter der Rubrik "Recherche" ein Dossier zum Themenkomplex "Gleichberechtigung der Geschlechter". Auffallend war die Einseitigkeit, mit der hier ausschließlich lobend feministische Positionen vorgezeigt wurden. Sodann mühte sich die Süddeutsche Zeitung ausgleichenderweise mit einem Beitrag zum Thema "Maskulismus" - ein Versuch, der nach Ansicht unseres Autors Lucas Schoppe gründlich misslang.

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Ein offener Brief

Sehr geehrter Herr Hurtz,

unter dem Titel Pöbeln für die Männlichkeit schreiben Sie in der Süddeutschen Zeitung über Menschen, die spezifische Nachteile von Männern und Jungen ansprechen. Da ich das auch öfter einmal mache, da ich aber auch davon überzeugt bin, weder zu pöbeln, noch allein für Männlichkeit einzutreten – und da es zudem bei der Süddeutschen Zeitung keine Möglichkeit der Gegenrede gibt – antworte ich Ihnen einfach einmal in einem Brief.

 

Wieso gelingt es nicht, die Prostitution angemessen zu regulieren?(1)

16. April 2016, von Prof. Monika Frommel

1) Muss der Staat Prostituierte vor sich selbst schützen?
Nun ist der Regierungsentwurf beschlossen. Federführend ist das Frauenministerium. Eine halbherzige Lösung lag bereits 2014 vor, die CDU wollte noch mehr Bevormundung. Nun könnten ausgerechnet die Länder im Bundesrat nicht mehr zustimmen, welche einmal eine Reform angestoßen hatten (etwa NRW). Auch der Juristinnenbund ist mittlerweile der Ansicht, dass kein Gesetz besser sei als ein schlechtes.

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Das Ziel einer Reform müsste eine möglichst effektive Kontrolle der Bordellbetreiber sein, entstanden ist stattdessen ein Entwurf, der das Gegenteil bewirkt: eine engmaschige und bürokratische Überwachung der Prostituierten. Die Bordellbetreiber hingegen haben wenig zu befürchten. Statt „Schutz" vor Übervorteilung sieht der mehrfach veränderte und nun kaum noch konsensfähige Entwurf Anmeldepflichten und eine Pflichtuntersuchungen für die individuell diesem Geschäft nachgehenden Personen vor (früher hieß das „Bockschein").

 

Weiblicher Narzissmus, Männerhass und Frauenpolitik

09 April 2016, von Dr. Alexander Ulfig

Für den Narzissten zählen nur seine Gefühle, Wünsche und Interessen. Werden die Erwartungen, die er an andere Menschen stellt, nicht erfüllt, so fühlt er sich gekränkt. Er reagiert auf die anderen mit Wut und nicht selten mit Hass.

FrauSpiegel bngh6534 Übertragen auf das Verhältnis der Geschlechter heißt es: Erfüllen Männer nicht die Erwartungen von narzisstischen Frauen, Erwartungen, die oft dem traditionellen Rollenbild folgen, so fühlen sich diese Frauen gekränkt, was Wut und Hass gegenüber den Männern zur Folge hat. Häufig wird der Hass nicht nur gegenüber einzelnen Männern empfunden, sondern auch auf die Männer, d.h. auf alle Männer bzw. das Kollektiv der Männer übertragen. Diesen Mechanismus finden wir bei vielen feministisch orientierten Frauen, insbesondere bei Radikalfeministinnen, vor.