Geschlechterdebatte

Von wem geht hier wirklich Sexismus aus?

03. Oktober 2014, von Arne Hoffmann

Wenige Wochen vor dem Erscheinen von Anne Wizoreks Buch "Weil ein Aufschrei nicht reicht" erklärte die US-amerikanische Professorin für Geistes- und Medienwissenschaft Camille Paglia, Feminismus sei im Jahr 2014 nicht mehr als "ein Haufen gemeiner Mädchen auf Twitter".

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International sammeln die jungen "Women Against Feminism" immer mehr Anhängerinnen. Und wenige Tage vor dem Erscheinen des Buches erklärte die Schauspielerin Emma Watson vor den Vereinten Nationen, ihrer Wahrnehmung nach werde Feminismus heute mit Männerhass gleichgesetzt. Anne Wizoreks Buch ist als Anschauungsobjekt gut geeignet, das erklärt, wie es zu dieser Haltung gekommen ist.

 

Leonard Cohen, der Krieg, die Menschlichkeit und die Fahrräder auf dem Meeresgrund

01. Oktober 2014, von Bernhard Lassahn

Am Sonntag, dem 21. September wurde in einer Reihe von transkontinentalen Veranstaltungen (1)* der achtzigste Geburtstag von Leonard Cohen zelebriert. Er selber hat sich diesen Tag als Termin gesetzt, um wieder mit dem Rauchen anzufangen.

leaonard-cohen-65r7b6t87zo89 In dem Filmporträt ‚Beautiful Losers’ (ich weiß nicht, wie lange das schon zurückliegt) lobt er Weißwein und Zigaretten als „wundervolle Drogen“, er tut es in einem durchaus ernsthaften Ton, als hätte er alles durchprobiert und könnte nun nach vorurteilsfreier Prüfung Weißwein und Nikotin als Testsieger empfehlen.

 

Wozu ist Männerhass eigentlich gut? (Teil 1: Auslöschung der Rabenväter)

27. September 2014, von Lucas Schoppe

„Mir ist klar geworden, dass der Kampf für Frauenrechte allzu oft zu einem Synonym für Männerhass geworden ist. Wenn ich eines sicher weiß, dann, dass das ein Ende haben muss.“ ( I’ve realized that fighting for women’s rights has too often become synonymous with manhating.)

VaterSohn-klnj8765 Diese Sätze aus Emma Watsons viel diskutierter UN-Rede ist missverständlich. Im Zusammenhang wird klar, dass sich Watson keineswegs gegen Männerhass stellt – sondern gegen die Meinung, Feminismus habe etwas mit Männerhass zu tun.

 

Der feministische (Selbst-)Betrug der SPD

26. September 2014, von Hadmut Danisch

Ich war heute bei der Tagung „Gender-Ungleichheiten und ihre Folgen – Wie arbeiten und wirtschaften wir weiter?” des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) und der SPD-„nahen” Friedrich-Ebert-Stiftung (FES).

FrauTopPosition Sieht aus, als wäre der Feminismus primär gescheitert, in der Krise und in der Rettungsphase. (Ich war nur bis etwa 16.30 dort, zu mehr hat mir die Zeit heute nicht gereicht.)

 

Gendergaga

25. September 2014, von Birgit Kelle

Facebook bietet seinen deutschen Mitgliedern die Wahl aus 60 verschiedenen Geschlechtern. Die Abteilung „Dinge, die die Welt nicht braucht“ ist damit um ein Kapitel reicher.

Facebook-hikj7925 Immerhin, wir haben die USA endlich mal in einem Punkt überholt. Deutschland bekommt zwei Geschlechter mehr als die Amerikaner.

 

Bericht zum 3. Männerkongress (19-20 September 2014)

25. September 2014, von Tom Todd

Um das Ergebnis aus Sicht dieses Autors gleich vorwegzunehmen: Der Kongress war ohne Zweifel ein Erfolg – gemessen an dem Anspruch, fundierte und kritische wissenschaftliche Beiträge zu diversen Aspekten der seelischen Gesundheit von Jungen und Männern zusammenzutragen und einer interessieren (Fach-)Öffentlichkeit zu präsentieren.

men-shadowsAuch war in fast allen Vorträgen eine klare Bemängelung der nicht wirklich gendergerechten Praxis in der gesundheitlichen, politischen und betrieblichen Versorgung und Berücksichtigung von Männern und Jungen spürbar.

 

Für eine offene und sachliche Geschlechterdebatte. Gegen Diffamierungen.

Offener Brief an die Zeit-Redaktion

15. September 2014

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
wir reagieren mit diesem Brief auf einen Text, der am vergangenen Donnerstag in der Zeit veröffentlicht wurde und bei dem wir nicht verstehen, wie er in einer Zeitung mit einem Anspruch auf Seriosität erscheinen konnte.

BriefSchreiben-lksh7829 Es ist in unseren Augen ein menschenfeindlicher, hetzerischer Text, und er diskreditiert Menschen maßlos, deren politische Position von der Meinung der Autorinnen abweicht.

 

Wie uns die „Zeit“ wieder mal davonlief

13. September 2014, von Lucas Schoppe

Ich schaue ja immer gerne nach, wo Artikel des man tau-Blogs verlinkt worden sind. Als ich heute Abend nach Hause kam, fand ich in meinen Statistiken beispielsweise Besuche von der Seite der Zeit – dort hatte der Leser gran_torino77 einen Text von mir im Kommentarbereich verlinkt.

ZeitungBrei-kiol8615 Vielen Dank dafür! Am selben Tag wurde mir noch ein weiterer Link aus der Zeit angezeigt, aus deren mit Abstand umstrittensten Artikel des Tages: Vom Zorn abgehängter Männer.

 

Herrn Prantl´s Panik

07. September 2014, von Prof. Günter Buchholz

Der Erfolg der jungen Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in der sächsischen Landtagswahl hat Herrn Heribert Prantl erschreckt. In seiner Charakterisierung greift er Beobachtungen und Details auf, die ein vorläufiges Mosaik ohne klares Bild ergeben.

Panik-klnh7834 Prantl hält die AfD insgesamt für rückwärtsgewandt, bestreitet damit aber implizit, dass es ernsthafte Probleme geben könnte, die den Erfolg der AfD, teils zu Lasten anderer Parteien, erklären könnten. Er schreibt:

 

Evangelisches Männerbasteln (und andere Formen der Hate Speech)

22. 08. 2014, von Lucas Schoppe

„Macker sein klappt nicht auf Anhieb. Es gibt da so Übungen.“ Das steht auf der Titelseite einer Zeitschrift, die ich im Urlaub zufällig gelesen habe. 

Neben den Sätzen das Bild einer jungen Frau, die einen Mann darzustellen versucht und die sich zu diesem Zweck eine Mütze aufgesetzt hat und böse guckt.

 

Weitere Beiträge
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Vom Leid türkischer Männer

Auch männliche Migranten sind Opfer der Gesellschaft
30. Mai 2012, von Dr. Alexander Ulfig
Sie werden als Gewalttäter, Machos, Paschas oder Patriarchen bezeichnet, als Menschen, die lernunfähig sind, an ihren traditionellen Vorstellungen haften und sich in Deutschland nicht integrieren möchten. In der gegenwärtigen Integrationsdebatte werden sie als die Hauptverantwortlichen für die Integrationsprobleme...

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Die Antisexualisten und ihr Krieg gegen den Mann

16. Januar 2015, von Kevin Fuchs
In der westlichen Welt geht eine neue Mode um. Nach einer Jahrzehnte fortdauernden Hypersexualisierung unserer Kultur, der Pornographisierung einer ganzen Jugend und nach anrüchigen Aufklärungsköfferchen mit putzigen Plüschvaginas und Plüschpenissen für Grundschüler irritiert uns ein neuer Kanon, der sich so gar nicht dem uns Gewohnten fügen mag. Ich nenne es...

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Horst Arnold - ein bitterer Nachruf

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Exemplarische Abrechnung mit der Gleichstellungsideologie der letzten 10 Jahre
Der Gymnasiallehrer Horst Arnold musste für 5 Jahre hinter Gitter, weil seine Kollegin behauptet hatte, sie sei von ihm in der großen Pause im Biologievorbereitungsraum rektal vergewaltigt worden. Es stand Aussage gegen Aussage. Warum sollte sie so etwas behaupten?
Sicher ist...

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Rezension: Neues Buch Meilenstein bei der Debatte um häusliche Gewalt

24. November 2014, von Arne Hoffmann
"Auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt findet eine Revolution statt." Mit diesem Satz beginnt die Einleitung, die der in vielfacher Hinsicht renommierte Gewalt-Experte John Hamel und die Psychologie-Professorin Tonia L. Nicholls dem von ihnen herausgegebenen Fachbuch Familiäre Gewalt im Fokus. Fakten – Behandlungsmodelle – Prävention vorangestellt haben:
ohne...

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Häusliche Gewalt gegen Männer - ein feministisches Tabu

Wie das Magazin "Chrismon" Gewaltopfer verhöhnt (und zur Gewaltspirale beiträgt) Von Arne Hoffmann   5. April 2012
Über die letzten Jahrzehnte hinweg hat die Männerrechtsbewegung beharrlich immer wieder darauf aufmerksam gemacht, dass hunderten von internationalen Untersuchungen zufolge häusliche Gewalt zu mindestens dem gleichen Ausmaß von Frauen ausgeht wie von Männern. Die bisher von...

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Alle Jahre wieder....! Frauen sind genauso gewalttätig wie Männer

04. Dezember 2016, von Prof. Gerhard Amendt
Alle Jahre wieder kommt nicht nur das Christuskind, sondern in seinem Gefolge auch die Geschichte von den Frauen, denen in Ehe und Familie Gewalt angetan wird. Das Christuskind muss dazu herhalten, eine Weltsicht zu verbreiten, wonach Männer Gewalttäter seien und Frauen deren Opfer.
Gewalt in Ehen und Familien ist eine Realität, aber die Zahlen, deren...

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Boris Becker: Victim Blaming bei AMICA und taz

28. September 2013, von Arne Hoffmann
Vor wenigen Tagen outete sich Boris Becker als Opfer häuslicher Gewalt durch seine ehemalige Partnerin Barbara. Inzwischen hat unter anderem auch n-tv darüber berichtet:
"In meinem Erinnerungsprotokoll steht: Barbara vollkommen außer sich!", schreibt Boris Becker. "Sie brüllte mich an, sprang plötzlich auf und fing an, mich wie von Sinnen zu schlagen".
...

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AGENS-Positionen zum Problem der häuslichen Gewalt

Von Arne Hoffman, 12. Mai 2012
Wenn es um häusliche Gewalt gehe, sei die Dunkelziffer misshandelter Männer vermutlich weitaus höher, als es die Kriminalstatistiken hergeben, erklärte im Dezember 2008 die Nürnberger Kriminalhauptkommissarin Cora Miguletz. Man habe es hier mit einem extrem tabuisierten Thema zu tun. "Die Männer müssen jetzt das Gleiche tun, wie die Frauen vor 20 Jahren - sie...

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Das Unwort im Munde herumgedreht

23. Januar 2013, von Andreas Kraußer, zuerst erschienen bei MANNdat
Eine Jury um die Sprachwissenschaftlerin Nina Janich hat „Opfer-Abo“ zum Unwort des Jahres 2012 gekürt. Sowohl inhaltlich als auch im Hinblick auf das Auswahlverfahren hat sich die Jury damit der Lächerlichkeit preisgegeben. Dagegen gebührt Jörg und Miriam Kachelmann Dank, mit ihrer kreativen Wortschöpfung einen...

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Im Zweifel gegen die Eltern

20. April 2015, von Birgit Kelle
Manuela Schwesig will ein Recht der Kinder gegen das Erziehungsrecht der Eltern konstruieren. Ein Generalverdacht par excellence!
Sind Kinder keine Menschen? Das ist der erste von vielen Einwänden, der mir spontan einfiel, nachdem Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig einmal wieder die Verankerung von Kinderrechten in der Verfassung forderte. Unsere...

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Zur Entscheidung des Bundestags für ein neues Sexualstrafrecht 13. Juli 2016, von Lucas Schoppe
Das neue Sexualstrafrecht, das im Bundestag beschlossen wurde, hat wohl nicht nur eine rechtsstaatliche, sondern auch eine pädagogische Funktion – der WDR bezeichnet es gar als Signal an die Männerwelt. Die Debatte darüber zeigt: Welche Konsequenzen es haben wird, ist auch den Abgeordneten noch nicht ganz...