Geschlechterdebatte

Videobeitrag: Allen Frauen Gutes tun, der Mutter zuliebe?

4. August 2016, von Prof. Gerhard Amendt (vorgetragen von Kevin Fuchs)

Kollektive Schuldgefühle gibt es nicht. Wer in der Debatte über die aktuellen wie historischen Arrangements von Männern und Frauen sich Gedanken über eine männliche Kollektivschuld macht, der sitzt im Boot der Feministen und Genderideologen. Er hat sich nämlich die Ideologie angeeignet, nach der alle Männer Täter seien und alle Frauen Opfer. Nur mit dieser Annahme lässt sich die Vorstellung einer Kollektivschuld von Männern gegenüber Frauen als Opferkollektiv überhaupt denken.

 

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+1 # Bolschewismus, Trotskismus, Stalinismus und der FeminismusUwe Gruenberg 2016-08-28 14:05
Sehr geehrter Herr Fuchs,

laut Wikimannia ist oder wird Prof. Dr. Gerhard Amendt in diesem Jahr 77 Jaher alt.

Sein Artikel aus dem Jahr 2009 auf der Webseite www.hagalil.com den Mehrteiligen Artikel "Frauen und NS: Feminismus und Antisemitismus" (www.hagalil.com/2009/10/frauenbewegung-1/) ist sicher absolute Spitze. Das kann man um so besser einschätzen, wenn man von dem Historiker und Alt-68ziger Götz Aly das Buch "Unser Kampf" kennt.

Wer heute aber immer noch hofft oder meint, der aktuelle Feminismus ist irgendwie in der Hauptsache etwas "Linke", will oder kann nicht verstehen, was man seit spätestens 2007/2008 mit dem Ausbrechen der Finanzkrise wissen kann:

Der aktuelle Kapitalismus hat wenig bis nichts mit der Marktwirtschaft zu tun. Er ist eher neoliberal. Die Vorträge von Prof. Bontrup, Prof. Flassbeck und/oder Ulrike Herrmann dürfte jedem Menschen, der über halbwegs grundlegende kaufmännische Kenntnisse verfügt (z. B. auch die 5 Konten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung), dass es in erster Linie um die Umverteilung von Unten nach oben geht (siehe z. B. auch Verdi TV -> "Wirtschaft & Finanzen" -> "Wie wird man reich?").

Zu diesem neoliberalen Kapitalismus gehört auch der neoliberale Feminismus, der höchstens noch scheinlinks ist - eher aber hochgradig reaktionär ("Vortrag von Frigga Haug im Kölner DGB-Haus
Der neue Feminismus ist neoliberal
Von Katrin Steiner" - www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=10692).

Wer offensichtlich nicht wirklich weiß, wie in Russland der Bolschewismus an die Macht gekommen ist sollte das folgende Buch des westdeutschen bürgerlichen Antifaschisten Sebastian Haffner lesen, dessen Wikimannia-Eintrag leider sehr einseitig gehalten ist, weil er halt auch mal etwas falsches ("Unfair zu Muttchen") geschrieben hatte:

Sebastian Haffner
"Der Teufelspakt. Fünfzig Jahre deutsch-russische Beziehungen Taschenbuch – 1968"

Zu finden:

https://www.amazon.de/Teufelspakt-F%C3%BCnfzig-Jahre-deutsch-russische-Beziehungen/dp/B002I8DPTU/ref=sr_1_fkmr1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1472382002&sr=1-1-fkmr1&keywords=Haffner%3A+Der+Teufelspakt+-+50+Jahre+dt.-russische+Beziehungen

oder

https://www.amazon.de/Teufelspakt-F%C3%BCnfzig-Jahre-deutsch-russische-Beziehungen/dp/B002I8DPTU/ref=sr_1_fkmr1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1472382002&sr=1-1-fkmr1&keywords=Haffner%3A+Der+Teufelspakt+-+50+Jahre+dt.-russische+Beziehungen


Das viel neuere Buch zu diesem Themas (soll auch von Haffner sein) vom schweizer Manesseverlag geht leider nicht von 1917 bis 1967 sondern nur bis zum Mai 1945:

"Der Teufelspakt. Die deutsch-russischen Beziehungen vom Ersten zum Zweiten Weltkrieg. Gebundene Ausgabe – 20. August 2002"

https://www.amazon.de/Teufelspakt-deutsch-russischen-Beziehungen-Zweiten-Weltkrieg/dp/3717540289/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1472384163&sr=1-1&keywords=Der+Teufelspakt

Auch Haffners Buch "Die sieben Totsünden des deutschen Reiches im ersten Weltkrieg", insbesondere auch Haffners Nachwort von 1964, ist sehr zu empfehlen, um den Bolschewismus/Stalinismus richtig einschätzen zu könne.

Wer heute also irgend wie von Feminismus und/oder Gendermainstreaming eher mehr als weniger unverkürzt mit Bolschismus reflektiert, hat eher gar nichts verstanden.

Ein Ehemann hat, wenn er Kinder hat und abhängig beschäftigt war, eine Erwerbsobligenheit gegenüber seinen Kindern und möglichweise auch gegenüber seiner Ehefrau, wenn sie sich nur um den Haushalt kümmert. Spätestens nach der Scheidung hat selbst ein Mann aus einer Hartz-IV-Familie eine erhöhte Erwerbsobligenheit mindestens gegenüber seinen leiblichen minderjährigen Kindern. Es muss also arbeiten gehen und seine Arbeitskraft verkaufen. Da schlägt jedes Unternehmerherz höher, denn dieser Unternehmer, der den abhängig Beschäftigten ausbeuten darf, tut auch noch was "Gutes" für das Kindeswohl.

Wer heute nicht verstanden hat, dass die damalige deutsche Reichsleitung des deutschen Kaiserreiches die bolschewistische Revolution gewollt und finanziert hat, und auch warum, der ist auf dem Stand der Adenauerdemagogie der fünfziger Jahre stehen geblieben. Adenauer hat hervorragend verstanden mit den Verbrechen des Bolschwismus die Naziverbrechen zu relativieren. Nur Stalin hatte alles versucht einen Krieg mit Deutschland unbedingt zu verweiden - ja in der Zeit der weimarer Republik waren Deutschland und die Sowjetunion sogar Freunde, die sogar streng geheime gemeinsame militärische Rüstungsanstrengungen auf dem Gebiet der Sowjetunion durchgeführt hatten. Es waren die konservativsten, um nicht zu sagen reaktionärsten, preußischen Generale, die diese deutsch-sowjetische Freundschaft aufgebaut und gepflegt hatten. Die Anfänge der deutschen Panzer- und Luftwaffe des 3. Reiches gehen auf diese deutsch-sowjetischen hochgeheimen Rüstungsobjekt zurück.

Wer also heute als Deutscher in Bezug auf den Feminismus/Gendermainstre aming irgend wie eine Verknüpfung zum Bolschewismus herstellt, will oder kann nicht verstehen, dass das das reichste Prozent oder die reichsten 0,5 % in Deutschland die absoluten Hauptprofiteure des Feminismus sind. Frauen sind ja auch wähler.

So ähnlich macht es übrigens die US-Regierung in ihrer Außenpolitik:

Sie tut ständig so, als ob sie völlig selbstlos Kriege für "Demokratie und Menschenrechte" führen würde.

Dumm gelaufen.

Heute glaubt niemand mehr, der die extreme Staatsverschuldung der USA und das extreme Außenhandesdefizit der USA kennt, dass die USA selbstlos für "Demokratie und Menschenrechte" Krieg führen. Wahrscheinlich braucht deshalb demnächst die USA eine Frau als Präsident. "Frauen sind ja absolut selbstlos und friedfertig".

Antifeminismus und die Ächtung von Frauen, die ungerechtfertigte Vorteile haben wollen oder Familien zerstören, ist völlig in Ordnung. Nur der heutige Feminismus ist nicht wirklich links, auch wenn das die Linkspartei denkt und hofft, insbesondere die dortigen Frauen. Der heutige Feminismus ist neoliberal und dient in Wirklichkeit in der Hauptsache den reichsten 0,5 % unserer Gesellschaftsordnung. Die Scheidungsindustrie ist dagegen vernachlässigbar. Es würde schon reichen wenn man rechtsbeugende Richter, also Justizverbrecher, zur Verantwortung ziehen könnte. Da das aber nicht wirklich klappt, ist auch klar, dass Deutschland auch heute immmer noch nicht ein Rechtsstaat sein kann. Aber das gilt eben auch für das deutsche Kaiserreich und das 3. Reich. Es gibt da keine wirklichen Unterschiede. Der nationalsozialistische Mütterkult hat eher mehr als weniger überlebt. Nur wirklich links ist der eben nicht, auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht.

MfG
Uwe Gruenberg
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0 # Offensichtlich ist das Echo eher sehr begrenztUwe Gruenberg 2016-08-28 14:55
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