Geschlechterdebatte

AUFRUF an von der Quote betroffene Männer und Frauen

16. Mai 2013, von Eckhard Kuhla

Zum Hintergrund: Die Frauenquote ist inzwischen ein genial aufbereitetes Produkt der Medien, initiiert durch eine kleine Lobby-Gruppe von Frauen, konkreter: eine Gruppe der Radikalfeministinnen. Diese Lobby-Gruppe vermittelt fälschlicherweise den Eindruck, dass sie für “die” Frauen spricht, in realiter arbeitet sie nur für den eigenen Macht-Erhalt und -Gewinn. Dafür hat sich die Frauenquote als ein probates Mittel erwiesen.

agens-342534674rtdg

Die Frauenlobby wurde in den letzten 10 Jahren mit 3-stelligen Millionen-Beträgen gefördert. Mit diesen Fördergeldern installierte sie ihre Infrastruktur, bestehend aus Hunderten von „Frauenbeauftragten“ (später „Gleichstellungsbeauftragten“).

Ihr Hauptziel war es, die Frauenquote in der öffentlichen Verwaltung einzuführen. Das ist ihr mit einer Top-Down-Strategie bundesweit – auf Basis des Bundesgleichstellungsgesetzes – gelungen: Der Frauenanteil liegt in weiten Bereichen des öffentlichen Dienstes bei über 30%. Diese „Erfolgsstory“ blieb allerdings in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Die Gleichstellungsinfrastruktur in der Bundesverwaltung war eine notwendige Voraussetzung, die letzte Bastion der Gleichstellung zu nehmen: die gesetzliche Frauenquote für die Privatwirtschaft, der „Königsweg“ der Frauenlobby. Das Feld ist bestellt. Wiederum von der Öffentlichkeit kaum bemerkt, haben die Großfirmen in den letzten 1 – 2 Jahren sogenannte „Diversity“-Verantwortliche auf Vorstandsebene installiert. Sie übernehmen im Grunde genommen die Aufgaben einer „Frauenbeauftragten“ des Unternehmens. Sie bereiten mit internen Lehrgängen die Top-Down-Einführung der Frauenquote im Unternehmen vor - mit Unterstützung der Betriebsräte. So werden bereits in einigen Fällen in der firmeninternen Führungskräfteplanung Spitzenplätze für die internen oder externen Quotenfrauen („Seiteneinsteigerinnen“) freigehalten und ohne innerbetriebliche Meinungsfindung von oben verfügt – wie im öffentlichen Dienst. Dieses undemokratische Vorgehen könnte sich zur Achillesferse der Frauenlobby auswirken:

Ein Aufbegehren der Betroffenen war abzusehen. Männer des Daimlerkonzerns machten mit ihren kritischen Kommentaren gegenüber ihrer Unternehmensführung den Anfang. Sie werden nicht die letzten sein. Besonders dann, wenn die Sanktionen der gesetzlichen Frauenquote bei Nicht-Einführung der Quote (Reduzierung der Boni, Wegfall der Börsenzulassung etc.) bekannt werden.

AGENS wird sich zunehmend mit den psycho-sozialen und gesellschaftlichen Folgen der Frauenquote befassen. Für Männer oder Frauen, die von Quotenfrauen übergangen werden, wird ihre eigene Karriereplanung immer schwieriger. Daraus folgende Frusterlebnisse können ihre Leistungsbereitschaft beeinträchtigen und in die innere Emigration führen. Diese Phänomene wurden bisher ebenso wenig wie die Auswirkungen auf das Betriebsklima thematisiert. Wir machen den Anfang.

AGENS wird als ersten Schritt den Kontakt mit den bereits jetzt schon Betroffenen suchen. Wir bieten ihnen (Männern UND Frauen) mit unserem Aufruf eine Plattform mit der notwendigen Vernetzung. Rufen Sie uns an (Tel Nr. unterhalb des Aufrufs) oder schreiben Sie uns eine Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Ihre Informationen/Kurzberichte werden wir anonym behandeln, sammeln und auswerten und dann daraus eine Kampagne, zusammen mit den einschlägigen Verbänden, starten.

Der Beitrag erschien zuerst auf Agens.

 

Weitere Beiträge
Geschlechterdebatte

Viele Frauen wollen Quotilden sein!

30. Oktober 2014, von Prof. Günter Buchholz
Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauers Trumpf ist gegen die Frauenquote, wie sie von den beiden SPD-Bundesministern Manuela Schwesig und Heiko Maas mit Zustimmung von Bundeskanzler Angela Merkel (CDU) in einem Gesetzgebungsverfahren vorbereitet wird.
Frau Leibinger-Kammüller meint, ebenso wie es die...

Geschlechterdebatte

Feminismus - so funktioniert er in der schulischen Praxis

10. Mai 2013, von Dr. Andreas Kraußer
Aktuell erreichte uns der beeindruckende Erfahrungsbericht eines Abiturienten. Darin zeigt sich ein Mechanismus von perfektem, arbeitsteiligem Wirken von Feministinnen.
Mit öffentlich inszenierten Aufschreien zu Sexismus und anderen Nichtigkeiten binden Vulgärfeministinnen öffentliche Aufmerksamkeit, während Politfeministinnen, fest etabliert in den...

Geschlechterdebatte

Italienischer Entzug

24. Mai 2014, von Dr. Klaus Funken
Mal Hand aufs Herz  - wer nimmt nach 20 Jahren Berlusconismus die italienische Demokratie noch ernst? Die Italiener wohl am allerwenigsten.
Da dürfte es auch kaum jemand mehr im Land aufregen, wenn der neue „starke“ Mann im Quirinalspalast, Matteo Renzi, seit Februar im Amt, das Wahlrecht für einen „guten Zweck“ eben mal so zurechtbiegt.
...

Politik

Piratinnen – ein Frontbericht

23. Juni 2012, von Hadmut Danisch, zuerst erschienen in Hadmut Danischs Blog
Aus der deutschen Blogosphäre erreichte die Cuncti-Redaktion soeben folgende Meldung:
Ich hatte neulich gebloggt, dass ich der Piratenpartei beigetreten bin, allerdings erst mal probeweise für ein Jahr. Und dass ich darüber berichten wolle, im Guten wie im Schlechten. Hier nun ein Bericht über schlechte Erfahrungen.
Ich war vorhin...

Geschlechterdebatte

Das Unrecht der „gerechten“ Sprache

18. Juli 2013, von Bernhard Lassahn
Harald Martenstein hat einen deftigen Beitrag über die Ungerechtigkeit von Schimpfwörtern verfasst, der mich bereichert hat. Einige der Kraftausdrücke kannte ich noch nicht. Ich muss aber auch meinerseits über Martenstein schimpfen, vielleicht muss ich ihn sogar einen „Arschkriecher“ nennen, ich bin nicht sicher.
Solche Ausdrücke sind nicht meine Spezialität. Ich...

Geschlechterdebatte

Ein historisches Datum

Interview mit Klaus Funken anlässlich der Verabschiedung des Quotengesetzes am 6. März 2015 15. März 2015
Alexander Ulfig: Am 6. März, zwei Tage vor dem Internationalen Frauentag am 8. März, hat der Deutsche Bundestag das Quotengesetz, das „Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst“, wie es...

Geschlechterdebatte

Geschlecht und Neid

09. Januar 2016, von Dr. Alexander Ulfig
Neid tritt nicht nur im Verhältnis eines Individuums zu einem anderen Individuum auf. Er hat darüber hinaus gesellschaftliche Dimensionen und äußert sich auf unterschiedlichen Politikfeldern. Neid ist eine Grundlage des Feminismus und der feministisch geprägten Frauenpolitik.
Doch was ist Neid? Kann ein spezifischer Neid von Frauen auf Männer festgestellt...

Geschlechterdebatte

Vom praktischen Wert der Männertränen (Wozu ist Männerhass eigentlich gut? Teil 2)

05. Oktober 2014, von Lucas Schoppe
Möglicherweise klingt es übertrieben, über Männerhass zu schreiben – anstatt über Wut, über Ressentiments, über Vorurteile, also über irgend etwas weniger Dramatisches und Plakatives.
Es ist nicht übertrieben. Und natürlich wollte ich diesen Text auch mit vielen Belegen dafür versehen. Ich habe dann aber so viele gefunden, dass sie den Umfang gesprengt hätten...

Geschlechterdebatte

Der radikale Biologismus des Gender-Mainstreamings

25. November 2014, von Prof. Günter Buchholz
Bei der Frauenquotenpolitik geht es darum, ein Mittel zu finden, um sich auf dem Arbeitsmarkt und in den Personalhierarchien privater Unternehmungen und öffentlicher Organisationen in der subjektiv als übermächtig erlebten Konkurrenz gegenüber Männern Sondervorteile zu verschaffen.
In der Durchsetzung dieser Interessen gibt es bis hin zum offenen...

Gesellschaft

Die Diskriminierung von Jungen im Gesundheitssystem

Zur Zukunft der Gleichstellungspolitik
26. Juni 2012, von Dr. Alexander Ulfig
Der Medizinjournalist Lajos Schöne hat in dem Artikel „Die Gesundheit von Jungen wird vernachlässigt“ auf die Benachteiligungen von Jungen im bundesrepublikanischen Gesundheitssystem hingewiesen.
Jungen sind häufiger krank als Mädchen. Chronische Krankheiten treten bei Jungen doppelt so oft auf wie bei Mädchen. Jungen...

Geschlechterdebatte

Lebenssituation junger Männer

21. 07. 2014, von Johannes Meiners
Das Lebensgefühl vieler junger Männer ist geprägt von einer tiefen Verunsicherung.
Paradox sind sowohl die Erwartungen an „männliches“ Verhalten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen als auch die Ausübung der „männlichen“ Rolle, deren genuine Existenz oft bestritten, dann ihre peinlich genaue Einhaltung jedoch neuerlich eingefordert wird.
...

Geschlechterdebatte

Family Tenure statt "Kaskadenmodell" - Sexistische Nebenwirkungen universitärer Frauenförderung

6. Januar 2013, von Prof. Stefan Hirschauer, zuerst erschienen in Forschung & Lehre
Warum führen viele weibliche Studierende nicht automatisch zu vielen Professorinnen? Wenn die Gründe dafür vor allem im Privatleben liegen, die Maßnahmen zur Frauenförderung aber auf universitäre Verfahren zielen, dann haben sie nur schwache, dafür aber schädliche Wirkungen.
An Universitäten herrscht seit langem...