Geschlechterdebatte

Was Frauen wollen und Männer wollen sollen

10. Oktober 2013, von Lucas Schoppe

Die von der  „Bild der Frau“ beim Allensbach-Institut in Auftrag gegebene Studie Der Mann 2013: Arbeits- und Lebenswelten – Wunsch und Wirklichkeit beginnt im Vorwort mit einem skurril wirkenden Kommentar zwischen Wunsch und Wirklichkeit:

Ampelweiblein-345g73hbd74t68hf

„Und damit sind wir bei der großen guten Botschaft der Männer-Studie: Sein Respekt vor Frauen wächst! Das freut uns, nicht zuletzt, weil auch Frauenzeitschriften einen nicht ganz kleinen Anteil an dieser Entwicklung haben.“

So seltsam dieser Kommentar über die männerrespektsteigernde Wirkung von Frauenzeitschriften wirkt, so typisch ist er für die gesamte Tendenz der Studie: Männer erscheinen diffus als erziehungs- und veränderungsbedürftig, während der Anteil von Frauen an der Interaktion der Geschlechter auf überraschende Weise beschrieben wird.

Das gilt ebenso für eine vergleichbare Studie, deren Ergebnisse kurz zuvor veröffentlicht worden waren: Die von der „Brigitte“ beim Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und dessen Präsidentin, Jutta Allmendinger, in Auftrag gegebene „Frauen auf dem Sprung“-Studie „Lebensentwürfe heute. Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen“. Beide Studien wurden weithin massenmedial kommentiert, auch wenn die Diskussionen auf dem Blog Alles Evolution jeweils deutlich ergiebiger und ausführlicher waren.

Es lohnt sich, einige Ergebnisse zu vergleichen. 

Muss a) mehr für Gleichberechtigung getan werden, oder b) haben Sie was gegen Frauen?

Den größten Nachhall hatte eine Frage in der Allensbach-Studie, die eigentlich leicht als Musterbeispiel für eine manipulative Befragung erkennbar ist:

Zum Thema Gleichberechtigung: Wie sehen Sie das: Sind Männer und Frauen in Deutschland weitgehend gleichberechtigt, oder sind Frauen gegenüber Männern noch nicht gleichberechtigt, muss noch mehr für die Gleichberechtigung von Frauen getan werden, oder geht die Gleichberechtigung inzwischen sogar zu weit, werden Männer manchmal gegenüber Frauen benachteiligt?" (S. 31)

Geschlechtsspezifische Ungerechtigkeiten können im Kosmos der Studie per Definition ausschließlich Frauen treffen. Wer daher ausdrücken will, dass auch Männer und Jungen Benachteiligungen erleben, kann das nur mit Hilfe einer logischen Verrenkung tun – indem er angibt, dass die Gleichberechtigung zu weit gegangen sei. Kurz: Wer Benachteiligungen von Männern und Jungen ablehnt, muss sich als Gegner der Gleichberechtigung präsentieren.

Die massenmedialen Kommentare waren erstaunlich kritik- und distanzlos. Anstatt die offenkundigen Mängel der Frage herauszustellen, wurden ihre Ergebnisse ungebrochen und gern auch empört vervielfältigt: „Allensbach-Studie: Männer haben genug von Gleichberechtigung" (Spiegel) – „Männer haben von Gleichberechtigung die Schnauze voll" (Focus) – „Jetzt reicht es mit der Gleichberechtigung" (Hamburger Abendblatt)  – „Den Männern reicht es mit der Gleichberechtigung" (Welt). Tatsächlich hatten nur 6% aller befragten Männer geantwortet, dass Männer manchmal benachteiligt seien (S. 31), aber auch lediglich 29% gefordert, dass für die Gleichberechtigung der Frau mehr getan werden müsste. (S. 32)

Interessanter sind zunächst ohnehin die Ergebnisse zur Verteilung der Arbeit – und zu Erwartungen der Frauen und Männer aneinander. Chefredakteurin und Verlagsleiterin machen gleich zu Beginn (S. 4) ihrem Ärger darüber Luft, dass Männer noch immer weniger im Haushalt täten als Frauen – natürlich ohne dabei zu erwähnen, dass Männer zugleich auch den Löwenanteil der Erwerbsarbeit erledigen. Insgesamt vermitteln die Kommentare der Ergebnisse den Eindruck, dass Frauen entschlossen in die neue Zeit zögen, mit dem Willen, auf den eigenen Füßen zu stehen und zugleich für die Familie zu sorgen – während Männer an ihrer althergebrachten Versorgerehe hängen würden.

Auch bei jungen Männern ist kaum eine Bereitschaft zu erkennen, die für sie bequeme Aufgabenteilung zwischen den Geschlechtern im Haushalt zu verändern.“ (S. 46)

Wenn überhaupt einmal jemand anderem als den Männern Verantwortung für die dabei entstehenden Spannungen zugeteilt wird, dann nicht etwa Frauen – sondern den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. „Auch das Umfeld ist Schuld!“ (S. 69) Dass Erwartungen und Verhalten von Männern wie von Frauen in der Interaktion miteinander entstehen – dass also Frauen dabei eine ähnlich große Verantwortung wie Männer tragen: Das legen die Ergebnisse nahe, wird aber von ihren Kommentatorinnen beflissen übersehen.

Sowohl Männer als auch Frauen bevorzugen mit deutlicher Mehrheit ein Familienmodell, in dem der Mann Vollzeit, die Frau Teilzeit arbeitet (S. 56) – wenn Männer angesichts dieser Ausgangslage weniger als Frauen im Haushalt erledigen, ist also keineswegs durch männliche Bequemlichkeit zu erklären. Zugleich wird die weibliche Erfahrung der Lohndiskriminierung relativiert (S. 35), ohne dass dieser naheliegende Zusammenhang in der Studie selbst hergestellt würde: Wer in Teilzeit arbeitet, hat nun einmal schlechtere Aufstiegschancen als jemand auf einer vollen Stelle.

Dass Männer „viele Aufgaben im Haushalt und in der Familie übernehmen“, erwarten 66 % der Frauen, dass Männer „für den Unterhalt der Familie sorgen“, 60%. (S. 23) Dass Männer diese widersprüchliche Erwartung noch deutlicher wahrnehmen als Frauen, wird in den Kommentaren beiläufig abgetan:

So wähnen sich Männer häufiger mit Erwartungen konfrontiert, für den Unterhalt der Familie zu sorgen, beruflichen Erfolg anzustreben oder Durchsetzungsstärke zu zeigen, als sich das Frauen tatsächlich von Männern wünschen: Während Männer zu 71 Prozent davon ausgehen, man erwarte von ihnen, für den Unterhalt der Familie zu sorgen, erwarten das tatsächlich ‚nur‘ 60 Prozent der Frauen.“ (17)

Die Autorinnen präsentieren Männer eher als wahnhaft, als dass sie zumindest probehalber den naheliegenden Gedanken erwägen würden, dass Männer die Erwartungen von Frauen realistischer einschätzen könnten, als die Frauen sie in ihrer Selbstpräsentation darstellen.

An keiner Stelle werden die Auskünfte überprüft, die Frauen zu ihren Erwartungen an Männer geben – obwohl ja anzunehmen ist, dass viele von ihnen Versorgungserwartungen herunterspielen, weil sie ein Interesse daran haben, sich als selbstständige, moderne Frauen darzustellen, die von Männern unabhängig sind. Diese Kritiklosigkeit wird noch deutlicher in der Studie Allmendingers. 

Nehmen Sie a) die Bedürfnisse von Frauen ernst oder b) sind Sie larmoyant und zynisch?

Dass Männer zu über 70 Prozent den Eindruck haben, Frauen würden von ihnen die Rolle des Familienversorgers erwarten, bestätigt ein Detail in der Allmendinger-Studie, dass dort in den Kommentaren nicht eigens erwähnt wird: 72% aller befragten Frauen erwarten von ihrem Partner, dass er „viel Geld verdient“ (gegenüber 44,6 % der Männer, S. 59). Natürlich lassen sich die Ergebnisse zu zwei ganz ungleich strukturierten Gruppen nicht unmittelbar vergleichen, trotzdem macht dieser Bezug ein bezeichnendes Problem beider Studien deutlich: Bei beiden fehlen Kontrollfragen, mit denen überprüft werden könnte, ob die erteilten Auskünfte verlässlich sind oder ob Männer und Frauen jeweils ein Wunsch-Selbstbild präsentieren.

Das hat seinen Grund auch in den Interpretationsroutinen der Aussagen von Männern und Frauen. Die Aussagen der Männer werden durch die Interpretinnen schlicht auf ihren Symptomcharakter abgeklopft: Zeigen sich die Männer als modern und aufgeschlossen, oder sind sie gegen allen Widerstand der gutwilligen Frauen traditionellen Rollenbildern verhaftet, möglicherweise gar mit einer Neigung zu „Larmoyanz oder Zynismus“ (die Allmendinger, zum Glück, nur bei wenigen Männern entdeckt, S. 45)?

Dabei gibt es keinen vernünftigen Grund, die Einschätzungen der Männer nicht ernst zu nehmen. Schon dadurch, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen eine Trennung für Männer wesentlich schmerzhafter und teurer machen als für Frauen, sind viele von ihnen schließlich in der Beziehung in hohem Maße erpressbar – es ist in ihrem eigenen Interesse, von den Erwartungen der Partnerin ein realistisches Bild zu haben.

Die Aussagen von Frauen sind für die Interpretinnen, ganz im Unterschied zu denen der Männer, jeweils schlicht wichtige Hinweise darauf, was in der Geschlechterpolitik noch erledigt werden muss, wo Frauen noch weitere Hinweise aus dem Weg geräumt werden müssen. Allmendinger verlangt beispielsweise, dass Betriebe von einer „Kultur der Anwesenheit“ gerade bei der beruflichen Karriere Abstand nehmen müssten (S. 52) – diese Kultur verbaue schließlich Karrierewege für Frauen.

Auch hier ist es für die Interpretin schlicht nicht von Belang, dass es für eine solche „Kultur“ plausible pragmatische Gründe geben könnte – es scheint, als sei es allein eine Frage guten Willens, die Bedingungen des Arbeitsmarktes den geäußerten Bedürfnissen der Frauen anzupassen. Was hier weiblichen Führungskräften selbstverständlich ermöglicht werden soll, würde allerdings so selbst Schülern nicht zugestanden: Was würde wohl einem Schüler geantwortet werden, der beständig die Schule schwänzt, das Problem aber nicht in seinem eigenen Verhalten, sondern in einer irrationalen schulischen „Kultur der Anwesenheit“ entdecken würde?

Fast absurd spitzt Allmendinger ihre Orientierung an den Bedürfnissen der befragten Frauen zu, wenn sie „im Sinne einer Humanisierung der Arbeit“ (S. 50) eine 32-Stunden-Woche fordert, ohne zu erwähnen, wie sie denn ausgerechnet auf 32 Stunden gekommen ist: 32 Stunden sind die durchschnittliche Wunsch-Arbeitszeit in den Selbstauskünften von Frauen (S. 38).

Sind Sie a) partnerschaftlich oder b) machen Sie Frauen keinen Platz?

Es sind Frauen, die auf Frauen schauen, und es sind Frauen, die Männer beurteilen“, kommentiert Arne Hoffmann die hier zitierten und andere Studien.  Mehr noch: Während die Bedürfnisse und Erwartungen von Frauen hier ganz selbstverständlich als Maßstab begriffen werden, an dem die politische Wirklichkeit – und natürlich das Verhalten der Männer – zu messen sei, wird zugleich ein Anteil der Frauen an der Interaktion zwischen den Geschlechtern überhaupt nicht wahrgenommen. MANNdat kommentiert:

Völlig unberücksichtigt bleibt die Frage, warum Frauen das Recht haben sollen, von Männern die Erfüllung ihrer Wünsche fordern zu dürfen, ohne sich verpflichtet zu fühlen, im gleichen Maße auf die Wünsche und Forderungen ihrer Männern einzugehen.

Wenn aber Allmendinger eine „partnerschaftliche“ Beziehung (S. 27, 35) zwischen den Geschlechtern fordert, dann meint sie dabei keineswegs eine Beziehung, in der sich beide auf ein Modell des Zusammenlebens geeinigt haben, mit dem sie beide leben können. Sie weiß immer schon vorher genau, wie eine Partnerschaft auszusehen hat: als ein Zusammenleben, bei dem Mann und Frau Haushalt und Kindessorge zu gleichen Teilen aufteilen. Kein Wort allerdings dazu, wie dies realisierbar sein sollte angesichts einer Erwerbssituation, bei der offenkundig ein großer Teil der Frauen selbst zwar etwas zum Familieneinkommen beitragen möchte, die Verantwortung für die finanzielle Reproduktion der Familie aber weiterhin selbstverständlich beim Mann sieht.

Kein Wort auch dazu, dass ein solches Modell voraussetzen würde, Ungerechtigkeiten gegenüber Männern im Sorgerecht zu beenden. Im Ergebnis werden Männer und eine weitgehend durch Männer finanzierte Geschlechterpolitik dafür verantwortlich gemacht, Frauen immer gleich zwei Plätze freizuhalten – die etablierte weibliche Herrschaftsposition in Familie und Kindessorge zu bewahren und zugleich in dazu passendes berufliches Umfeld bereitzustellen, das auf Wunsch genutzt werden kann.

Frauen werden dabei in einer so vernichtenden Weise präsentiert, dass es rätselhaft ist, warum sich eigentlich außer Birgit Kelle keine Frau daran stört – als Wesen, von denen es schlicht nicht erwartet werden könnte, ihren eigenen Anteil an der sozialen Interaktion wahrzunehmen. Für Männer ist die daraus entstehende Situation absurd: In der Partnerschaft sind sie weiterhin in aller Regel mit Versorgungserwartungen konfrontiert und darin erpressbar – und zugleich müssen sie sich mit einer öffentlichen Rhetorik der Gleichberechtigung arrangieren, die Verantwortung von Frauen klein redet und nicht einmal die Möglichkeit männlicher Benachteiligungen einräumt.

Offenbar reagieren viele Männer auf diese Spaltung zwischen den realen Erwartungen in der Partnerschaft und öffentlicher Rhetorik mit stillschweigenden Rückzügen – beispielsweise, indem sie ihren Kinderwunsch zurückstellen und dadurch in der Partnerschaft weniger erpressbar werden. Ausgerechnet das ermutigendste Ergebnis der Studien aber wurde in der Rezeption am meisten skandalisiert: dass nämlich ein Großteil der Männer eine Gleichberechtigungspolitik ablehnt, die ihre eigenen Bedürfnisse missachtet und männliche Benachteiligungen programmatisch übersieht – und dass also viele Männer bereit sind, sich nicht mehr nur stillschweigend zurückzuziehen, sondern auch offensiv mit einer absurden Geschlechterpolitik auseinanderzusetzen.

Der Artikel erschien zuerst auf man tau.

 

Weitere Beiträge
Politik

Der unbegabte Jürgen Trittin

22. November 2012, von Dr. Heike Diefenbach und Michael Klein, zuerst erschienen auf ScienceFiles.org
Die folgende Sequenz aus der Plenardebatte vom Freitag im Deutschen Bundestag hat mir Andreas Rheinhardt zugeschickt, dem ich hiermit ausdrücklich meine Bewunderung dafür ausdrücke, dass er sich offensichtlich durch die Protokolle von Plenarsitzungen liest – eine schlimmere Form der geistigen...

Politik

Dummheit 2.0: Die Piraten haben es voll verkackt

23. September 2013, von Hadmut Danisch
Das war kein Elfmeter, den sie verschossen haben. Die Piraten standen 3 Meter vor dem Tor, kein Torwart, keine Gegenmannschaft, viel Zeit – und trotzdem haben sie das Tor nicht getroffen.
Ich habe in meinem Blog schon mehrfach prophezeit, dass die Piraten als Mehrheitsbeschaffer in die Regierung kommen könnten, wenn sie es über die 5-Prozent-Hürde schaffen....

Geschlechterdebatte

Wie uns die „Zeit“ wieder mal davonlief

13. September 2014, von Lucas Schoppe
Ich schaue ja immer gerne nach, wo Artikel des man tau-Blogs verlinkt worden sind. Als ich heute Abend nach Hause kam, fand ich in meinen Statistiken beispielsweise Besuche von der Seite der Zeit – dort hatte der Leser gran_torino77 einen Text von mir im Kommentarbereich verlinkt.
Vielen Dank dafür! Am selben Tag wurde mir noch ein weiterer Link aus der...

Geschlechterdebatte

Management - Quotenregelung: Quotenfrauen - Männerfrust?

28. Juni 2014, von Ralf E. Geiling
Frauen und Männer sollten auch in der Arbeitswelt gleiche Chancen haben. Dazu werden nun auf politischer Ebene weitere Weichen gestellt: Der Fahrplan heißt ‚Quotenregelung'. Geraten ‚Männerdomänen' dadurch in Gefahr oder ist das alles nur politisch motiviertes Gerede? Wir haben den Disput zur Frage ‚Qualifikation statt Quote' unter die Lupe genommen.
Zunehmend...

Geschlechterdebatte

Lebenssituation junger Männer

21. 07. 2014, von Johannes Meiners
Das Lebensgefühl vieler junger Männer ist geprägt von einer tiefen Verunsicherung.
Paradox sind sowohl die Erwartungen an „männliches“ Verhalten in den unterschiedlichsten Lebensbereichen als auch die Ausübung der „männlichen“ Rolle, deren genuine Existenz oft bestritten, dann ihre peinlich genaue Einhaltung jedoch neuerlich eingefordert wird.
...

Geschlechterdebatte

Empörungstheater

29. September 2013, von Lucas Schoppe
„Frauen würden sich ihrer Obdachlosigkeit schämen und verstecken, sagt Renate Kaufmann. ‚Männer hingegen feiern ihr Schicksal quasi mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit‘, überspitzt die Bezirksvorsteherin von Mariahilf (SP) die Tatsache, dass obdachlose Frauen viel weniger sichtbar sind."
Das wurde aber auch Zeit: Während oberflächlich argumentierende...

Geschlechterdebatte

Gleichberechtigung durch Bevorzugung? Das Professorinnenprogramm ist ein eklatanter Bruch mit dem Grundgesetz

10. Januar 2013, von Michael Klein, zuerst erschienen auf Sciencefiles.org
Eckhard Kuhla, erster Vorsitzender von Agens e.V., kommt das Verdienst zu, im European auf das Professorinnenprogramm aufmerksam gemacht zu haben, das seit 2007 und “fast unbemerkt von der Öffentlichkeit” vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Kultusministerien der Ländern konspirativ betrieben wird. 
Ziel...

Geschlechterdebatte

Feministische Zensur in der Filmbranche

04. Juni 2016, von Dr. Alexander Ulfig
Vor drei Jahren berichtete ich über die Schwierigkeiten, mit denen der polnische Regisseur Krzysztof Zanussi bei der Realisierung seines feminismuskritischen Films "Fremder Körper" (poln. "Obce Cialo", engl. "Foreign Body") kämpfen musste.
Zanussi konnte seine Filme im kommunistischen Polen trotz zensuralen Drucks realisieren. Doch was die Kommunisten nicht...

Geschlechterdebatte

Was sich in einem Test so alles spiegelt

27. August 2012, von Wolfgang Hattinger, in anderer Fassung zuerst erschienen bei DerStandard
An der Medizin-Uni Wien wurde in diesem Jahr (2012) erstmals der Aufnahmetest zum Medizinstudium (ESM-Test) "genderspezifisch" ausgewertet. Man argumentierte diese "Notwendigkeit" damit, dass in den vergangenen Jahren stets mehr Männer prozentual besser abschnitten als Frauen.
Anders als bei dem...

Geschlechterdebatte

Auch Männer haben eine Seele!

Ein umfassendes Buch über die seelische Gesundheit von Männern und Jungen mit Lösungsvorschlägen 06. Februar 2016, von Prof. Matthias Franz und André Karger
Psychotherapeutische Praxen und Kliniken sind so etwas wie gesellschaftliche Frühwarnsensoren für die Haarrisse zwischen individuellem Leid und kollektiven Normierungsprozessen. Therapeutinnen und Therapeuten spüren in der Vertraulichkeit...

Geschlechterdebatte

Gleichberechtigt „schwarzern“

04. Februar 2014, von Birgit Kelle
Endlich macht sich die Gleichberechtigung auch bei der Steuerhinterziehung bemerkbar! Danke Alice! Wieder eine Männerdomäne erobert.
Diesmal das Schwarzgeld. Und ja, es tut mir auch wirklich leid, dass der Name von Alice Schwarzer so wunderbar einlädt zu ganz neuen Wortschöpfungen im Zusammenhang mit dem Vorbeischaffen von Steuergeldern am Fiskus.
...

Geschlechterdebatte

Anspruch und Wirklichkeit in der Familien- und Geschlechterpolitik

02. Dezember 2013, von Prof. Günter Buchholz
Interviewfrage an Karl Lagerfeld: „Wie halten Sie es mit Familie?“ Antwort: „Nein! Nein! Man kann nicht alles haben!“
Auf dem Feld der Familien- und Geschlechterpolitik gibt es eine mehr oder minder stark radikalisierte Minderheit von Frauen, die sich als selbst ernannte Avantgarde begreift und die tatsächlich - ohne erkennbare kritische...