Geschlechterdebatte

Viele Frauen wollen Quotilden sein!

30. Oktober 2014, von Prof. Günter Buchholz

Nicola Leibinger-Kammüller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Maschinenbauers Trumpf ist gegen die Frauenquote, wie sie von den beiden SPD-Bundesministern Manuela Schwesig und Heiko Maas mit Zustimmung von Bundeskanzler Angela Merkel (CDU) in einem Gesetzgebungsverfahren vorbereitet wird.

FrauTopPosition

Frau Leibinger-Kammüller meint, ebenso wie es die „Frankfurter Erklärung zur Gleichstellungspolitik“ formuliert, dass durch Frauenquoten Frauen diskriminiert würden, die es aus eigener Kraft nach oben geschafft haben.

„Wer will schon Quotilde sein?“ fragt sie völlig zu Recht, unterschätzt dabei m. E. aber massiv die diesbezügliche Hemmungslosigkeit ebenso neidischer wie ehrgeiziger mittelmäßiger Frauen.

In dem zweiten Artikel von Georg Meck über die Unternehmerin findet sich eine ausführlichere und sehr lesenswerte Begründung ihrer quotenkritischen Haltung.

Georg Meck gibt darin einen guten Einblick in das Milieu des Besitzbügertums, in dem es nicht um das geht, was im Angestelltenmilieu "Karriere" genannt wird, sondern darum, ein Unternehmen, also eine Institution, die zum Zweck der Kapitalverwertung geschaffen wurde, unter Wettbewerbsbedingungen zu erhalten, erfolgreich zu führen und weiter zu entwickeln. Die hierfür notwendige Handlungslogik ist von der Betriebswirtschaftslehre (Business Administrations) entwickelt worden.

Und in dieser geht es eben nicht um das im Grunde lächerliche und neidgetriebene Quotengerede als Teil des weiblichen Angestelltenbewusstseins.

Sie wollen doch sämtlich nichts anderes als nicht begründbare Sondervorteile (rechtliche Privilegien und ökonomische Subventionen) zu Lasten konkurrierender Männer!

Und dafür wird gelogen, dass sich die Balken der ganzen Republik biegen.

Es ist deshalb vollkommen folgerichtig, wenn Frau Leibinger-Kammüller von der Quotenpolitik nichts hält. Man kann ihr darin nur zustimmen. Wäre eine Frau wie sie nicht in der Lage, diesen Quotenschwindel zu durchschauen, dann müßte man sich um das Unternehmen Sorgen machen. Muß man aber nicht.

 

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