Geschlechterdebatte

Feminismus - so funktioniert er in der schulischen Praxis

10. Mai 2013, von Dr. Andreas Kraußer

Aktuell erreichte uns der beeindruckende Erfahrungsbericht eines Abiturienten. Darin zeigt sich ein Mechanismus von perfektem, arbeitsteiligem Wirken von Feministinnen.

classroom-34567831

Mit öffentlich inszenierten Aufschreien zu Sexismus und anderen Nichtigkeiten binden Vulgärfeministinnen öffentliche Aufmerksamkeit, während Politfeministinnen, fest etabliert in den Institutionen, unbeachtet von einer breiten Öffentlichkeit Gehirnwäsche betreiben.

Hier der Bericht in leicht gekürzter Form …


[Ich] möchte ich euch für euren wirklich tollen und selbstlosen Einsatz für Männer danken … und euch eben von dieser Geschlechterbevorzugung berichten, die ich selbst am eigenen Leib erfahren habe. März 2013 nahm ich an den schriftlichen Abiturprüfungen in Hessen teil. Was mir am ersten Prüfungstag im Englisch-Leistungskurs sofort ins Auge stach, waren die Vorschläge, aus denen man jeweils einen wählen sollte.

A: Thema Abtreibung

B: Unterdrückte muslimische Frauen in England

C: Interview mit einer Politikerin die sich für die Frauenquote einsetzt

Nach der Prüfung fragte ich sowohl meine männlichen wie auch weiblichen Mitschüler, ob ihnen die Prüfung nicht ein wenig merkwürdig vorkam, selbst die weiblichen Mitschüler betitelten die Vorschläge als sehr, sehr “frauenfreundlich”. Von einer Lehrkraft bekam ich zu hören: “Dieses Jahr haben sie den Damen und Herren vom Kultusministerium Wiesbaden völlig ins Hirn geschissen!”

Zweiter Prüfungstag, Geschichte Leistungskurs. Hier ging es in einem Vorschlag darum, das FRAUENBILD zweier Epochen abzugleichen.

Dritter Prüfungstag, Mathematik Grundkurs, Teilgebiet Stochastik:
Hier sollte man rechnerisch belegen, dass Frauen bei der Jobsuche gegenüber dem Mann benachteiligt sind, wenn sie ein attraktives Bild in ihre Bewerbung einfügen.

Anmerkung: Falls es sich um die Studie handelt, über die der Spiegel hier berichtet hat, wurden die Abiturienten sogar genötigt, falsche Schlussfolgerungen rechnerisch zu belegen, denn die am meisten benachteiligte Gruppe in dieser Studie waren die durchschnittlich aussehenden Männer, die noch deutlich schlechter abschnitten als die attraktiven Frauen.

Vierter Prüfungstag, Deutsch Grundkurs.

A: Gedichtinterpretation über die Rheinnixe Loreley.

C: Textinterpretation über zwei Damen die unter Liebeskummer leiden.

Wie kann es sein dass meine Abiturnote davon abhängig ist, dass ich zum Ausdruck bringe, was für “niedere Tiere” wir Männer doch sind und was Frauen für “edle Wesen” sind, die uns doch in so ziemlich jedem Lebensbereich überlegen wären, wenn da bloß nicht die “patriarchalische Herrschaftsstruktur” wäre? Inwiefern hilft das unserer Gesellschaft? Und inwiefern soll dieser Geschlechterfaschismus denn noch mit unserem Grundgesetz konform sein? Entschuldigt meine saloppe Ausdrucksweise aber ich hab genug von diesem erbärmlichen Quatsch mit Soße!

Dieser Text wirft ein authentisches Schlaglicht auf den Gesinnungsdruck im Schulwesen unserer Tage. MANNdat ruft alle freiheitlich und demokratisch gesinnten Mitbürger auf, dagegen aufzustehen. “Wir brauchen keine Gedankenkontrolle im Klassenzimmer.” So texteten Pink Floyd 1979. Wenn man die obige Zuschrift des Gymnasiasten auf sich wirken lässt, dann muss man zu dem Schluss kommen, dass diese Forderung bis heute nichts von ihrer Aktualität verloren hat.

MANNdat hat zu dieser Angelegenheit beim Hessischen Kultusministerium nachgefragt und bislang noch keine Antwort erhalten. Wir werden ggf. weiter berichten.

Dieser Text ist zuerst erschienen bei MANNdat

 

Kommentar schreiben

Sicherheitscode
Aktualisieren

Weitere Beiträge
Geschlechterdebatte

„Lasst das mal den Papa machen“

Der „Stromberg“-Film ist sexistisch: Fragt sich nur, gegenüber wem 26. März 2014, von Johannes Meiners
Bernd Stromberg ist zurück: Noch ein Mal – als Kinofilm. Die Büro-Satire spielt im (vermeintlichen) Alltag europäischer Durchschnittsbürger, in diesem Falle Versicherungsangestellter in Nordrhein-Westfalen.
So viel vorweg: Ich teile die Ansicht des Schauspielers – und Hauptdarstellers –...

Geschlechterdebatte

Jungen bleiben die Stiefkinder deutscher Bildungspolitik

27. Dezember 2012, von Dr. Bruno Köhler, zuerst erschienen bei MANNdat
Zwölf Jahre nach der ersten PISA-Studie, die das geschlechterspezifische Bildungsgefälle zuungunsten der Jungen aufgezeigt hat, hat MANNdat nachgefragt, was die Bildungsministerien heute im Bereich Jungenleseförderung machen.
Es geht hierbei mehr als nur um die Frage nach dem Engagement der politisch Verantwortlichen für...

Geschlechterdebatte

NovoArgumente: Dossier „Genderdebatte“

23. August 2013
Staatliche Gleichstellungspolitik wird zunehmend zu einem Problem für Frauen und Männer. Nicht Emanzipation, sondern Regulierung, Volkserziehung und Gleichmacherei stehen im Vordergrund.
Inwieweit müssen Frauen wirklich vor Übergriffen durch das andere Geschlecht geschützt werden? Warum ist es politisch und moralisch geboten Frauen im Beruf zu bevorzugen? Und wieso haben es...

Geschlechterdebatte

Der ritterliche Justizminister als galanter Retter schwacher Frauen

15. September 2016, von Prof. Gerhard Amendt
Podcast:
Auf einer Konferenz über Männergewalt hat in den 80er Jahren in Frankfurt am Main eine Psychoanalytikerin die strafrechtliche Utopie entworfen, der zufolge Frauen allein darüber entscheiden sollten, ob ihnen Gewalt angetan wurde oder nicht. Schließlich seien sie dafür Spezialisten – und niemand sonst.
Irgendwo am Rande sollte ein Richter,...

Geschlechterdebatte

Rezension: Neues Buch Meilenstein bei der Debatte um häusliche Gewalt

24. November 2014, von Arne Hoffmann
"Auf dem Gebiet der häuslichen Gewalt findet eine Revolution statt." Mit diesem Satz beginnt die Einleitung, die der in vielfacher Hinsicht renommierte Gewalt-Experte John Hamel und die Psychologie-Professorin Tonia L. Nicholls dem von ihnen herausgegebenen Fachbuch Familiäre Gewalt im Fokus. Fakten – Behandlungsmodelle – Prävention vorangestellt haben:
ohne...

Geschlechterdebatte

Männerstreik – Interview mit Helen Smith: Warum immer mehr Männer sich der Gesellschaft verweigern

7. Januar 2015, von Kevin Fuchs
Seit nunmehr einigen Jahren lässt sich in den westlichen Ländern ein neues, zusehends kontrovers diskutiertes Phänomen beobachten: die sogenannte „Männerrechtsbewegung".
Träger und Motivation derselben ist ein offenbar geschlechtsspezifisches Gefälle zu Lasten von Männern in Bereichen wie der Kinderobsorge, Scheidungen, Gesundheitsversorgung und schließlich ein...

Geschlechterdebatte

Gleichberechtigt „schwarzern“

04. Februar 2014, von Birgit Kelle
Endlich macht sich die Gleichberechtigung auch bei der Steuerhinterziehung bemerkbar! Danke Alice! Wieder eine Männerdomäne erobert.
Diesmal das Schwarzgeld. Und ja, es tut mir auch wirklich leid, dass der Name von Alice Schwarzer so wunderbar einlädt zu ganz neuen Wortschöpfungen im Zusammenhang mit dem Vorbeischaffen von Steuergeldern am Fiskus.
...

Geschlechterdebatte

Empörungstheater

29. September 2013, von Lucas Schoppe
„Frauen würden sich ihrer Obdachlosigkeit schämen und verstecken, sagt Renate Kaufmann. ‚Männer hingegen feiern ihr Schicksal quasi mit einem Doppelliter in der Öffentlichkeit‘, überspitzt die Bezirksvorsteherin von Mariahilf (SP) die Tatsache, dass obdachlose Frauen viel weniger sichtbar sind."
Das wurde aber auch Zeit: Während oberflächlich argumentierende...

Geschlechterdebatte

Facebook: Nazi-Mist ist okay, Feminismus-Kritik muss weg

06. Juni 2013, von Lucas Schoppe
Vor ein paar Monaten habe ich zum ersten (und letzten) Mal ein Bild bei Facebook gemeldet. Das Bild vom 4.1. zeigt eine Dose Nüsse, beschriftet ist sie mit den Worten „Buchenwald’s Beste“, darunter steht „Cash-Jews“ (also etwa: Geldjuden), neben den Schriftzug „Nur echt mit dem Stern“ ist ein Judenstern gezeichnet, unten prangt ein Hakenkreuz mit dem Satz...

Geschlechterdebatte

Denkfehler

12. März 2014, von Prof. Günter Buchholz
Die taz will „eine taz-Volontariatsstelle für eine Frau mit Migrationsgeschichte“ besetzen. „Es gibt keine Altersbeschränkungen und spezifische Berufsabschlüsse sind nicht zwingend. Soziales Engagement, Lebenserfahrung sowie Interesse am Qualitätsjournalismus werden vorausgesetzt.“
Dagegen hat nun ein Mann vor dem Arbeitsgericht geklagt, wie die taz...

Geschlechterdebatte

Neid und Missgunst – der schwankende Unterbau der Gender Studies

06. Mai 2016, von Prof. Gerhard Amendt
Was ist unerfreulicher? Beneidet zu werden oder selber ein Neider zu sein? Da Neid ein heftiges Gefühl ist, kann es die Seele des Neiders auffressen und dem Beneideten den Spaß am Gegenstand des Neids vergällen. Aber Neid gehört zum Leben dazu und es lohnt sich, diesen nicht nur zu benennen, sondern auch zu fragen, welche Bedeutung er in Gesellschaften...