Und warum sich der Sozialkonstruktivismus sehr gut dafür eignet, Lobby- und Klientelpolitik zu betreiben

22. März 2014, von Dr. Alexander Ulfig

Der Begriff „soziale Konstruktion“ spielt eine Schlüsselrolle in den Gender Studies. Die Vorstellung, dass das soziokulturelle Geschlecht (Gender) eine soziale Konstruktion sei, wird dort als eine Selbstverständlichkeit betrachtet.

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Sie bildet das Fundament, auf dem Gender Studies aufgebaut werden, obgleich der Begriff der sozialen Konstruktion dort nicht genauer bestimmt wird.

 

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25. November 2014, von Prof. Günter Buchholz

Bei der Frauenquotenpolitik geht es darum, ein Mittel zu finden, um sich auf dem Arbeitsmarkt und in den Personalhierarchien privater Unternehmungen und öffentlicher Organisationen in der subjektiv als übermächtig erlebten Konkurrenz gegenüber Männern Sondervorteile zu verschaffen.

AnatomieMannFRau-klnj8767 In der Durchsetzung dieser Interessen gibt es bis hin zum offenen Verfassungsbruch kaum Hemmungen. Allerdings muss der feministischen Rechtfertigungsrhetorik, die hierfür entwickelt worden ist („Geschlechtergerechtigkeit“ usw.), Respekt gezollt werden.

 

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15. Juni 2013, von Hadmut Danisch

Ich bin gerade auf der Jahreskonferenz des Journalistenverbandes "Netzwerk Recherche". Es ist erstaunlich, mit welcher Intensität hier für ProQuote getrommelt wird. Und mit welchen Methoden der Desinformation.

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Die erste Veranstaltung dazu war – schon wieder – eine “Podiumsdiskussion”. Ich hasse Podiumsdiskussionen, da kommt nämlich nie was bei heraus.

 

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21. Juli 2013, von Monika Ebeling

Die Hauszeitung “Vorwärts”  der deutschen Sozialdemokratie liegt vor wenigen Tagen wieder in meinem Briefkasten. Wie immer blättere ich etwas lustlos drin herum und suche nach Beiträgen, die mich interessieren könnten.

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Ich lese vom Stolz eines Genossen, in der SPD zu sein, davon, dass Vielfalt der Partei gut tut und dass die SPD eine Politik machen will, in der kein Kind zurückgelassen werden soll.

 

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27. Januar 2014, von Dr. Bruno Köhler

Die Beseitigung der Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes am Arbeitsplatz war eine der Hauptforderungen der Frauenpolitik vor 30 Jahren. Jetzt setzt die gleiche Frauenpolitik durch, dass die Benachteiligung aufgrund des Geschlechtes in immer mehr Bereichen gesetzlich festgelegt wird: Per Frauenquote.

Dabei wird es nicht nur Dax-Unternehmen treffen, sondern weitgehende negative Veränderungen auf unsere Gesellschaft und Rechtsbewusstsein bewirken. Die gesetzliche Frauenquote in der Wirtschaft wird kommen. So will es die große Koalition. Das ist keine Überraschung. Wir hatten das schon im Februar 2011 Jahren im Beitrag „Frauenquote – oder: Von der Lust zu diskriminieren“ vorhergesehen. Bei Landes- und Bundesbehörden, selbst bei der Bundeswehr, gibt es die Frauenquote ja schon lange. Die Komödie, die die CDU in dieser Frage gespielt hat, war durchschaubar.

 

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01. Januar 2015, von Dr. Alexander Ulfig

Der Menschenrechtsaktivist Aaron Rhodes äußert Bedenken gegen die gesetzliche Frauenquote, die in der Debatte zur Frauenquote bis dato kaum Beachtung fanden.

Menschenrechte-aubg6234 Aaron Rhodes ist ein bekannter Menschenrechtsaktivist. Er ist Mitbegründer von Freedom Rights Project, einer Initiative, die sich mit der Menschenrechtsproblematik im internationalen Recht beschäftigt. Rhodes engagiert sich weltweit für die Einhaltung von Menschenrechten.

 

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02. Januar 2014, der Autor, der anonym bleiben möchte, ist Personalleiter eines weltweit tätigen Unternehmens.

Der Koalitionsvertrag hat uns Personalleitern – neben vielen anderen regelungsintensiven Segnungen – ein noch zu erstellendes Regelwerk „Gesetzliche Frauenquote“ beschert, das, so scheint mir, die Leistungskriterien für Einstellung und Beförderung gleichsam auf dem Verwaltungswege abschafft.

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„Ein Praxisbericht“? Der folgende Bericht soll aufzeigen, dass auch ohne Gesetz die Quote in vielfältiger Art und Weise bereits eingeführt wurde, und deswegen die gesetzliche Frauenquote nur noch kontraproduktiv wirken kann.

 

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Von Michael Klein   12. April 2012
zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Politiker sprechen gerne von der Wissensgesellschaft, vom lebenslangen Lernen und davon, dass die moderne Welt so komplex ist. Fast als hätten manche von Ihnen Michael E. Porter gelesen, sind sie der Überzeugung, dass moderne Industriestaaten vor allem aus dem Wissen und der Technologie, die sich in Innovationen umsetzen lassen, einen Mehrwert erzielen. Leider endet hier zumeist, was Politiker denken. Dass Wissen und Technologie nicht vom Himmel fällt, sondern dass es jemanden geben muss, der Wissen “inkorporiert” hat, der Technologien bedienen kann und dem Innovationen einfallen, das scheint bei vielen Politikern ein Wissen darzustellen, das sie in ihrem bisherigen Leben noch nicht erlernt haben.

 

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Interview mit Professor Günter Buchholz

14. September 2013, von Dr. Alexander Ulfig

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Alexander Ulfig: Herr Professor Buchholz, Sie verstehen sich selbst als Linken. Was heißt für Sie links?

Günter Buchholz: In der bürgerlichen Gesellschaft steht politisch links, wer innerhalb der objektiven gesellschaftlichen und ökonomischen Herrschaftsverhältnisse für eine wirtschaftliche, soziale, rechtliche und politische Besserstellung der Beherrschten eintritt und wer diese Praxis mit der Perspektive einer geschichtlichen Emanzipation der Beherrschten verbindet.

 

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16. Januar 2017, von Prof. Adorján Kovács

Der Philosoph Daniel von Wachter unterschied in einem Vortrag vor drei Jahren zwischen zwei Arten von „Philosophie“: Es gebe einmal die „literarische oder existenzielle Philosophie“, die „oft dunkel, geheimnisvoll, kryptisch, quasireligiös“ sei, sich „oft unklar und unscharf ohne Definitionen“, dafür aber „mit langen Sätzen“ ausdrücke.

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Diese Art von Philosophie stelle „keine klare Frage“, formuliere „keine klare These“, bringe „keine Argumente“ und „keine Untersuchung der alternativen Positionen“. Von Wachter nennt als Beispiele Sartre und Camus, die vor allem Literatur produziert haben, ferner Nietzsche, der kaum Argumente bringe, sowie Heidegger, dessen „Wortbrei“ kein Mensch lesen könne, aber auch Hegel, der kaum klare Thesen nenne und gegen deren Gegenthesen verteidige.

 

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03. Januar 2014, von Prof. Günter Buchholz

Prof. Gerhard Amendt hat einen angeblich „furchtbaren“ Artikel mit dem Titel „Die Frauenquote entmündigt das weibliche Geschlecht“ geschrieben und Caroline Engelhardt wird darüber wütend.

Nennt man so etwas in der Psychoanalyse nicht Widerstand? Wäre es so, und der Eindruck drängt sich förmlich auf, dann hätte der Psychologe Prof. Amendt den wunden Punkt exakt getroffen. 

Was ist nun dieser wunde Punkt? Nun, zum einen, dass die wirklichen Interessen, Neigungen und tatsächlichen Verhaltensweisen von Frauen nicht immer, aber doch oftmals ganz andere sind als diejenigen, die Feministinnen wie Frau Engelhardt für sie vorgesehen haben. Und zum anderen, dass die Quotenpolitik gerade nicht zu Autonomie und Selbständigkeit und Erfolgen durch echte eigene Leistungen führt, sondern dass sie eine staatsfeministische Abhängigkeit der Frauen dauerhaft festschreibt.

Das mag Frau Engelhardt gar nicht hören, das ärgert sie gewaltig. Sie folgt dem ironischen Satz von Christian Morgenstern, „dass nicht sein kann, was nicht sein darf.“ Und das „Dürfen“ oder das „Sollen“, also die Normen: Sie sind feministisch-ideologisch bereits verbindlich vorgegeben. Wie kann Herr Prof. Amendt es wagen, sich nicht daran zu halten? Empörend!

 

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Von Dr. Alexander Ulfig   16. April 2012

Die Frage, was Gerechtigkeit bedeutet, beschäftigt Menschen seit Jahrtausenden. In der Gegenwart konkurrieren kollektivistische Auffassungen, denen zufolge die Gruppenzugehörigkeit für die Beurteilung eines Menschen entscheidend ist, mit individualistischen Auffassungen, für die die Einzigartigkeit (Individualität) des Menschen den höchsten Wert darstellt. Die kollektivistischen Auffassungen gehen davon aus, dass Menschen qua Gruppenzugehörigkeit benachteiligt, andere Menschen ebenfalls qua Gruppenzugehörigkeit bevorzugt werden.

 

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