Bildung

Bildung und Chancengleichheit

12. August 2012, von Prof. Günter Buchholz

Wie die Situation von Studenten aus bildungsfernen Schichten und migrantischen Studenten verbessert werden kann

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Das früher extern staatlich und intern partizipatorisch gelenkte Hochschulsystem ist seit einem Jahrzehnt unter den vorherrschenden Einfluss von Kapitalinteressen geraten. Das zeigt sich an den Landeshochschulgesetzen und an der Bologna-Reform. Die Lehre ist vereinheitlicht strukturiert und einem Controlling-Verfahren (Akkreditierung und Evaluierung von Studiengängen) unterworfen worden.

 

Wer bitte sind hier die Bildungsfernen?

9. August 2012, von Prof. Erich Ribolits

Wer heute schwerwiegende Mängel in den Grundkompetenzen des Lesens, Schreibens, Rechnens sowie der Verwendung von Informations- und Kommunikationstechnologien hat, gehört zu den programmierten Verlierern des Arbeitsmarktes.

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Denn zum einen haben die technologischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte den Großteil jener Tätigkeiten zum Verschwinden gebracht, bei denen derartig gehandicapte Personen früher problemlos eingesetzt werden konnten, und zum anderen haben die erreichten Produktivitätsfortschritte den Bedarf an menschlicher Arbeitskraft generell verringert.

 

Deutsche Wikipedia als Propaganda-Plattform: Offener Brief an Jimmy Wales

31. Juli 2012, von Arne Hoffmann

Die noch junge Männerrechtsbewegung hat in den letzten Jahren verschiedene wissenschaftliche Publikationen vorgelegt, die belegen, dass in unserer Gesellschaft Männer benachteiligt werden und die feministische Ideologie in zentralen Punkten fragwürdig ist.

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Der feministischen Fraktion ist es nicht gelungen, diese Publikationen zu widerlegen oder auch nur begründet in Zweifel zu ziehen. Weil man das in dieser Fraktion schnell merkte, entschied man sich offenbar für die Strategie, die Mitglieder der Männerbewegung in eigenen Publikationen auf der persönlichen Ebene anzugreifen, sie mehr oder weniger als Rechtsextremisten zu verunglimpfen und so aus dem Diskurs zu drängen (beziehungsweise ein Alibi zu haben, um selbst den Diskurs zu verweigern).

 

Feindliche, ideologische Übernahme: Deutsche Wikipedia droht im Desaster zu enden

31. Juli 2012, von Michael Klein und Arne Hoffmann, zuerst erschienen bei ScienceFiles.org

Ein offener Brief an Jimmy Wales - Mitbegründer der Online-Enzyklopädie Wikipedia

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Lieber Jimmy Wales,

wir schreiben Ihnen diesen offenen Brief, weil wir besorgt sind: Die deutsche Wikipedia ist in großer Gefahr. Die deutsche Wikipedia steht in der Gefahr, ein kompletter Fehlschlag zu werden, denn eine relativ große Anzahl ausschließlich ideologisch motivierter Personen, denen es nicht um die Verbreitung von korrekten Informationen geht, sondern darum, die eigene Ideologie als Information verpackt zu verbreiten, hat sich bei der deutschen Wikipedia eingenistet und droht die Wikipedia zu übernehmen. Die Folgen sind bereits jetzt katastrophal: Die deutsche Wikipedia ist immer weniger eine Informationsquelle, die korrekte und verlässliche Informationen bereitstellt. Die deutsche Wikipedia ist eine Quelle für ideologisch verbrämte Fehlinformationen.

 

Zur Situation an den Fachhochschulen

8. Juni 2012, von Prof. Günter Buchholz und Prof. Jost W. Kramer, zuerst erschienen in "Solidarische Bildung" (VSA-Verlag)

Fachhochschulen wurden etwa ab 1970 mit dem Schwerpunkt der praxisorientierten Lehre und der anwendungsorientierten Forschung gegründet. Oft waren hierfür bereits bestehende Ausbildungseinrichtungen, z. B. für Ingenieure oder Sozialarbeiter der institutionelle Anknüpfungspunkt.

Die Fachhochschulen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten positiv entwickelt, und sie haben mit Ihrer Leistung eine breite gesellschaftliche Anerkennung gefunden. Die Universitäten allerdings waren und sind auf Abgrenzung bedacht, ähnlich wie ein Jahrhundert zuvor in ihrem Verhältnis zu den Technischen Hochschulen.

 

Profitable Schulen: Bestes Mittel gegen Bildungsungleichheit

Von Michael Klein   23. April 2012
Zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Die Liste der Autoren, die dem deutschen Bildungssystem attestieren, Kinder nach den unterschiedlichsten Merkmalen ihrer Herkunft zu diskriminieren, ist lang und wird jährlich länger – und dies ganz unabhängig von den regelmäßigen Schreckensberichten, die die OECD zum deutschen Bildungssystem veröffentlicht. So haben Forscher regelmäßig und ausführlich darauf hingewiesen, dass das deutsche Schulsystem Kinder aus Migrantenfamilien (Diefenbach, 2010), Kinder aus der Arbeiterschicht (Becker, 2007), also nach sozialstrukturellen Merkmalen diskriminiert und dass die Bildungschancen mit dem Vorhandensein oder Fehlen der entsprechenden Merkmale steigen oder schwinden.

 

Wie sinnvoll sind anonymisierte Bewerbungsverfahren?

Von Dr. Alexander Ulfig   8. April 2012

Familienministerin Kristina Schröder führte im August 2010 anonyme Bewerbungen für ihr Ministerium ein. Die Bewerber sollten im Lebenslauf weder Namen, noch Geschlecht, Alter, Familienstand, Religion, Behinderung oder Nationalität angeben. Erst beim Vorstellungsgespräch ist es notwendig, die eigene Identität preiszugeben. Für Ministerin Schröder soll dieses Bewerbungsverfahren eine Vorbildfunktion haben. Nicht nur in ihrem Ministerium, sondern auch in der Wirtschaft kam es zur Anwendung.