Bildung

„Die sieben Samurai“ - ein Film, der Orientierung gibt

20. Februar 2016, von Dr. Alexander Ulfig

Vor über 60 Jahren kam der Film „Die sieben Samurai“ in die Kinos. Er prägte wie auch andere Filme des japanischen Meisterregisseurs Akira Kurosawa maßgeblich die Filmkunst.

SiebenSamurai bgvf5436Ende des 16. Jahrhunderts herrschte in Japan Bürgerkrieg. Banditen zogen durch das Land, überfielen die Bauern und plünderten sie aus.

 

Inklusion: „Inclusion as illusion" oder der Wunsch einer humaneren Gesellschaft

16. Oktober 2015, von Deborah Ryszka

Im Jahre 2008 verabschiedete die UNO-Generalversammlung das „Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen" (UN-Behindertenrechtskonvention, kurz: UN-BRK), welches in Deutschland 2009 ratifiziert wurde (UN, 2008). Grundgedanke dieser Konvention stellt der Begriff der Inklusion dar, der als gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen - insbesondere solchen mit Behinderungen - in der Gesellschaft verstanden wird.

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Angelehnt an die Salamanca-Erklärung der UNESCO des Jahres 1994 (UNESCO, 1994) wird Inklusion als weiterentwickeltes Konzept der Integration verstanden, in welchem niemand von Anfang an exkludiert wird und somit prospektiv integriert werden muss. 

 

Inklusion: Wunsch scheitert an Wirklichkeit

6. April 2015, von Kevin Fuchs


Die Inklusion behinderter Kinder in Regelschulen ist jüngst zum Gegenstand weitreichender schulpolitischer Maßnahmen geworden. Ohne grundlegende Änderungen im Schulsystem verfehlt sie allerdings ihr Ziel.

„Gleichberechtigung", „Chancengleichheit", „soziale Gerechtigkeit" - alles hübsche Begriffe. Doch so schön sie auch klingen, so verschlissen und inhaltsleer sind sie - Hochglanzwörter, denen man aus Erfahrung misstrauen darf. Von Politikern werden sie gerne zur eigenen Erhöhung missbraucht. Als moralisierende Universalvokabeln sind sie geeignet, missliebige Kritiker zum Schweigen zu bringen. Wer ist schon gegen „Gleichberechtigung", „Chancengleichheit" oder „soziale Gerechtigkeit"?

 

Das neoklassische Monopol und seine Konkurrenten

15. Mai 2014, von Prof. Günter Buchholz

Ein Aufstand (welch ein Wort!) der Wirtschaftsstudenten ist es zwar nicht, der von den in der „Gesellschaft für Plurale Ökonomik“ organisierten Studenten ausgeht, aber ein kräftiger Hinweis auf einen bedenklichen Missstand ist es sehr wohl.

WirtschaftSchlagwörter Eingefordert wird mit Blick auf Wirtschaftstheorien: Vielfalt statt Einfalt!  Konkurrenz statt Monopol! Das ist ein klassischer ordoliberaler Standpunkt, mehr nicht. Aber begründet ist er, dieser Einspruch!

 

Mit Speck fängt man Mäuse

26. Juli 2013, von Prof. Günter Buchholz

Am Donnerstag, 25. Juli 2013 erschien in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung (S. 14) ein ausführlicher Bericht über die Personalpolitik an der Universität Hildesheim, deren Schwerpunkt auf der Lehrerausbildung liegt, und zwar unter dem Titel „Uni setzt vermehrt auf Professorinnen“, mit dem Untertitel: „Universität Hildesheim hofft auf Förderung durch Professorinnenprogramm / Bis zu 450 000 Euro jährlich möglich“.

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„Die Universität Hildesheim ist in der zweiten Phase des Professorinnenprogramms positiv bewertet worden. Somit winken in den nächsten fünf Jahren bis zu 450 000 Euro jährlich für drei neue Professorinnen.

 

Anmerkungen zur 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW) - Teil II

22. Juli 2013, von Prof. Günter Buchholz

Die institutionelle Stabilität des traditionellen deutschen dreigliedrigen Schulsystems ist wirklich ungewöhnlich. Sie hat ganze historische Epochen überstanden: das deutsche Kaiserreich, die Weimarer Republik, das sogenannte „Dritte Reich“, und auch innerhalb der Bundesrepublik hat sich diese Struktur mit kleineren oder größeren Modifikationen bis in die Gegenwart behauptet.

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Weder pädagogische Kritik noch ausländische Beispiele besserer schulischer Strukturen haben daran etwas ändern können.

 

Die Bedeutung der neoliberalen Transformation des Arbeitsmarktes für das Hochschulstudium

05. Juli 2013, von Prof. Günter Buchholz

Hochschulabsolventen bieten in der Regel ihre Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt an, und sie werden schon im Studium darauf trainiert, sich für die Auswahlprozesse der Nachfrager nach Arbeitskraft fit zu machen (Bewerbertrainings). Das verweist darauf, dass am Arbeitsmarkt eine enorme Machtasymmetrie existiert.

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Die faktische Dominanz der Nachfrageseite zwingt nicht nur Bewerber zur vorausschauenden Anpassung, bis hin zur Unterwürfigkeit, sondern sie greift auf die Anbieterseite und die Bildungsinstitution Hochschule über,

 

Anmerkungen zur 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (DSW)

03. Juli 2013, von Prof. Günter Buchholz

Wir leben nach wie vor in einer stratifizierten Gesellschaft, d. h. in einer Gesellschaft, die durch die Existenz sozialer Klassen und Schichten konstituiert und geprägt wird.

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Es können zwei konstituierende Merkmale unterschieden werden: zum einen das Vermögen und zum anderen die Bildung.

 

Alles beim Alten - Entscheidet wirklich Herkunft über Lebenschancen?

05. Juni 2013, von Michael Klein

In Deutschland gibt es u.a. das folgende Ritual: In regelmäßigen Abständen kehren Themen in der öffentlichen Diskussion wieder, werden dort mehr oder weniger breit getreten und verschwinden nach kurzer oder weniger kurzer Zeit wieder in der Versenkung, aus der sie nach einer gewissen Auszeit wieder auftauchen, um abermals breitgetreten zu werden.

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Übertragen auf Probleme bedeutet dies die regelmäßige “Sensibilisierung” für bestimmte Probleme, und wenn genug sensibilisiert wurde, werden die Probleme wieder ad-acta gelegt (bis zum nächsten Mal). Nur eines werden sie nicht: angegangen.

 

Schichtzugehörigkeit als Ursache schulischer Diskriminierung

28. Januar 2013, von Dr. habil. Heike Diefenbach, zuerst erschienen auf Sciencefiles.org

Bekanntermaßen hat das Bildungssystem in Deutschland wie in anderen Ländern das selbstgesetzte Ziel, Schüler individuell nach ihren Neigungen und ihrem Leistungsvermögen zu fördern.

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So heißt es beispielsweise in Absatz 2 von §1 des Schulgesetzes von Nordrhein-Westfalen:

„Die Fähigkeiten und Neigungen des jungen Menschen sowie der Wille der Eltern bestimmen seinen Bildungsweg. Der Zugang zur schulischen Bildung steht jeder Schülerin und jedem Schüler nach Lernbereitschaft und Leistungsfähigkeit offen“.

 

Aufruf für eine ideologiefreie Wikipedia

21. August 2012, von Michael Klein

Die deutsche Wikipedia ist von Ideologen unterwandert. Das haben wir bereits in einem Offenen Brief an Jimmy Wales festgestellt.

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In der letzten Zeit häufen sich zudem die Indizien dafür, dass nicht irgendwelche privaten, sondern von politischen Organisationen finanzierte Ideologen die deutschsprachige Wikipedia benutzen, um ihre Ideologie an den Leser zu bringen, um Leser zu manipulieren und die auf Wikipedia vorhandenen Informationen in der ideologisch gewünschten Weise aufzubereiten.